Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 06.11.2013           8      Teilen:   |

Wahlerfolge

USA: Guter Tag für Schwule und Lesben bei Zwischenwahlen

Artikelbild
Seattle wird erstmals von einem Schwulen regiert: Ed Murray führt bei den Bürgermeisterwahlen mit zwölf Prozentpunkten Vorsprung (Bild: Joe Szilagyi / flickr / cc by-sa 2.0)

Seattle wählt voraussichtlich erstmals einen schwulen Bürgermeister, in Virginia erleidet ein erbitterter Homo-Gegner eine Niederlage und New York ist in LGBT-freundlichen Händen.

Bei den Zwischenwahlen am Dienstag konnten sich in den USA mehrere von LGBT-Organisationen unterstützte Kandidaten durchsetzen. In Seattle gewann wahrscheinlich der schwule Demokrat Ed Murray gegen seinen Parteifreund Mike McGinn, den Amtsinhaber. Aktuellen Auszählungen zufolge führt Murray mit 56 zu 44 Prozentpunkten. Noch sind allerdings Briefwahlunterlagen nicht vollständig ausgezählt. Dies dürfte noch ein paar Tage in Anspruch nehmen, da alle Briefe akzeptiert werden, die bis Dienstagabend abgeschickt worden sind.

Murray ist ein Landespolitiker, der seit 1995 im Repräsentantenhaus bzw. im Senat von Washington sitzt. Er gilt als linker Demokrat, der sich insbesondere für LGBT-Rechte einsetzt. So hat er über Jahre für ein Antidiskriminierungsgesetz geworben, das 2006 beschlossen wurde. Außerdem kämpfte er in seiner gesamten politischen Karriere für die Ehe-Öffnung, die schließlich Ende 2012 durch einen gewonnen Volksentscheid Gesetz wurde (queer.de berichtete).

Youtube | Murray warb im Wahlkampf damit, dass er sich für LGBT-Rechte einsetzt
Fortsetzung nach Anzeige


Niederlage für Homo-Hasser

Tea-Party-Rechtsaußen Ken Cuccinelli hat die Gouverneurswahlen verloren - Quelle: Gage Skidmore / flickr / cc by-sa 2.0
Tea-Party-Rechtsaußen Ken Cuccinelli hat die Gouverneurswahlen verloren (Bild: Gage Skidmore / flickr / cc by-sa 2.0)

Im Swingstate Virginia konnte sich zudem Terry McAuliffe, der LGBT-freundliche frühere Vorsitzende der demokratischen Partei, mit 48 Prozent der Stimmen gegen den Republikaner Ken Cuccinelli durchsetzen, der nur 45,5 Prozent erhielt. Cuccinelli, der Justizminister von Virginia, ist ein Mitglied der rechtspopulistischen Tea Party und gilt als einer der erbittertsten Homo-Gegner im Land.

So forderte er die Wiedereinführung des Sexverbots für Schwule und Lesben (ebenso wie ein Oral- und Analsexverbot für Heteros) und erklärte, dass Homo-Diskriminierung an Universitäten akzeptabel und verständlich sei. "Ich kann nichts unterstützen, das nur Selbstzerstörung einbringt", so Cuccinelli auf die Frage, ob er Schwulen und Lesben Rechte einräumen wolle.

Wahlsieger McAuliffe ist Nachfolger des Republikaners Bob McDonnell, der sich ebenfalls als Gegner von Homo-Rechten profiliert hatte.

Youtube | Ein TV-Bericht macht sich über Ken Cuccinnelli lustig, weil er Oral-Sex verbieten will

New York erhält "lesbische" First Lady

Bill De Blasio (Mitte) bei einer Demonstration mit seiner Ehefrau Chirlane McCray (links) und seinen beiden Kindern
Bill De Blasio (Mitte) bei einer Demonstration mit seiner Ehefrau Chirlane McCray (links) und seinen beiden Kindern

New York City hat unterdessen den LGBT-freundlichen linken Demokraten Bill de Blasio mit 73 Prozent der Stimmen zum Bürgermeister gewählt. Er hat auf seiner Website eine ganze Reihe von Initiativen für Schwule und Lesben angestoßen, etwa eine Ausweitung des Programms für obdachlose LGBT-Jugendliche.

Populär ist auch de Blasios Ehefrau Chirlane McCray, die vor drei Jahrzehnten eine der prominentesten lesbischen Aktivistinnen in den USA war. In ihrem einflussreichen 1979 veröffentlichten Essay "I am a Lesbian" ging sie darauf ein, wie schwer es für eine schwarze Frau ist, sich als homosexuell zu outen. Später verliebte sie sich in de Blasio, als beide für den damaligen demokratischen Bürgermeister von New York arbeiteten. In Interviews wies sie das Label "bisexuell" zurück und erklärte, dass sexuelle Anziehung weit komplizierter sei.

Einen Erfolg konnte auch die lesbische Bürgermeisterin der größten texanischen Stadt Houston feiern: Die Demokratin Annise Parker wurde bereits zum zweiten Mal wiedergewählt. Sie erhielt rund 58 Prozent der abgegebenen Stimmen – und damit fast 30 Prozentpunkte mehr als der stärkste ihrer acht Gegenkandidaten. Parker war erstmals 2009 zur Bürgermeisterin von Houston gewählt worden (queer.de berichtete). In zwei Jahren muss sie allerdings wegen einer gesetzlich vorgeschriebenen Amtszeitbegrenzung von sechs Jahren abtreten.

Weniger erfreut dürften viele Aktivisten über die erwartete Wiederwahl des Republikaners Chris Christie zum Gouverneur von New Jersey sein, der 2016 US-Präsident werden will. Der 51-jährige Jurist gewann mit über 60 Prozent gegen seine demokratische Herausforderin Barbara Buono. Christie hat jahrelang die Öffnung der Ehe mit seinem Veto blockiert. Allerdings hat er zuletzt den Kampf gegen die Ehe-Öffnung nach einer Niederlage vor Gericht aufgegeben (queer.de berichtete).

Die homofeindliche Gruppe "National Organization for Marriage" warf dem Politiker daraufhin vor, seine Ideale verraten zu haben, und kündigte an, seine Präsidentschaftskandidatur nicht zu unterstützen. Christie geriet innerparteilich kurz vor den Präsidentschaftswahlen 2012 in die Kritik, weil er das Krisenmanagement von Präsident Barack Obama nach dem Hurrikan Sandy lobte. Der Wirbelsturm war über New Jersey hinwegezogen und hatte Teile des Staates verwüstet. (dk)

Youtube | Bericht vom Sieg der lesbischen Bürgermeisterin Annise Parker in Houston
Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 8 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 74             2     
Service: | pdf | mailen
Tags: usa, homo-ehe, ehe-öffnung, virginia, seattle, ed murray
Schwerpunkt:
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

Reaktionen zu "USA: Guter Tag für Schwule und Lesben bei Zwischenwahlen"


 8 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
06.11.2013
14:13:50


(+2, 2 Votes)

Von ehemaligem User timpa354


I´m happy now!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
06.11.2013
14:59:43


(+9, 9 Votes)

Von more is more


Es freut mich auch sehr, dass so viele Heterosexuelle Wähler lebensnah den linken Demokraten zur Mehrheit verhalfen.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
06.11.2013
15:01:56


(+3, 3 Votes)

Von ehemaligem User Smiley


Schön, es geht vorwärts.

Zu Cuccinelli, er will ua heterosexuellen Oral- und Analsex (müssen die uns alles nachmachen) auch zwischen Eheleuten verbieten. Wie Krystal Ball in dem Video sagt, er will den Staat aus der Gesundheitsversorgung heraus- und in die Schlafzimmer hineinbringen. Wo doch traditionell staatliche Eingriffe in das Privatleben in den USA so überaus beliebt sind. Sein Buch sei beim Verband Demokratischer Gouverneure kostenlos verteilt worden - weil es perfekte anti-republikanische Munition ist.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
06.11.2013
15:13:29


(+4, 4 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Noch mehr gute Neuigkeiten aus den USA und vor allem freue ich mich diebisch über die Niederlage des republikanischen Kandidaten in Virginia!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
06.11.2013
15:37:58


(+3, 7 Votes)

Von dem litfaßsäule
Antwort zu Kommentar #3 von Smiley


Blendax, Procter & Gamble, u.a. werden das nie zulassen!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
06.11.2013
16:45:25


(+3, 5 Votes)

Von thorium222
Aus Mr (Hessen)
Mitglied seit 10.02.2011


Erschreckend, dass die Klemmschwester Ken überhaupt so viele Stimmen bekommen hat.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
07.11.2013
11:56:52
Via Handy


(+5, 5 Votes)

Von Foxie
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Ich weiß echt nicht, soll man drüber lachen oder verärgert sein?
Gerade stelle ich mir vor, wie sie dieses geforderte Oral-.und analsex-verbot kontrollieren wollen!
Kameras im Schlafzimmer?
Heteropaare regelmässig unter Eid befragen?
Ich glaub, wenn die falschen Leute (Tea-party, Reps, Evangelikale) an die Macht kommen sollten, ist das im "freiesten Land der Welt"(???) durchaus möglich.
Für mich bitte keinen US-Pass.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
07.11.2013
12:09:11


(+5, 7 Votes)

Von Hetenpornosound
Antwort zu Kommentar #7 von Foxie


->maximale Lautstärke (non-oral, non-anal)

Denn Informationen des amerikanischen Wall Street Journals zufolge, kann die Organisation theoretisch nicht nur diverse Mikrofone in herkömmlichen Notebooks und Android-Smartphones anzapfen und fernsteuern, sondern praktiziert das vermutlich schon längst und seit Jahren.

Link zu www.weblogit.net


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 


 POLITIK - INTERNATIONAL

Top-Links (Werbung)

 POLITIK



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Gayromeo-Räuber "Marcus" festgenommen Magdeburg: Einstimmiger Beschluss für Hirschfeld-Gedenktafel "Tapetenwechsel 2.0" im Schwulen Museum* Studie: Intimrasur erhöht Krankheitsrisiko
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt