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Bisexualität geht vielen gegen den Strich - das hat negative Auswirkungen

Viele halten Bisexualität nach wie vor für eine erfundene sexuelle Orientierung – insbesondere Heterosexuelle haben Probleme mit dem Thema, aber auch viele Schwule und Lesben.

Heterosexuelle Männer – oder zumindest diejenigen, die sich dafür halten – halten Bisexualität drei Mal eher für eine "nicht legitime sexuelle Orientierung" als der Durchschnitt. Das ist ein Ergebnis einer Studie der Universität von Pittsburgh, in der hunderte Collegestudenten persönlich interviewt und 1.500 Menschen online in 33 Fragen über ihr Verhältnis zur Bisexualität befragt wurden. Insgesamt halten 15 Prozent der Befragten die sexuelle Neigung zu beiden Geschlechtern für nicht existent.

Eine höhere Akzeptanz haben Bisexuelle unter Frauen, Weißen und LGBT. Die Autoren gaben allerdings an, dass nach wie vor auch Schwulen und Lesben Bisexuelle ausgrenzten. "Sogar in dieser Minderheit werden tiefgreifende Vorurteile gegen Bisexuelle gehegt", erklärte Studienleiter Mackey Friedman. "Die Vorurteile führen zum Gefühl der Isolation und der Marginalisierung, die nach aktuellen Studien zu einer höheren Rate von Drogenmissbrauch, Depressionen und risikoreichen Sexualverhalten führt. Außerdem kann das dazu führen, dass sich diese Menschen weniger auf HIV testen oder behandeln lassen."

Coming-out wird erschwert

Friedman erklärte weiter, dass die Nichtankerkennung von Bisexualität dazu führe, dass die betroffenen Menschen ihre sexuelle Orientierung vor Freunden, Familienmitgliedern und Kollegen verstecken würden. Insbesondere männlichen Bisexuelle würde ein Wust an Vorurteilen entgegenschlagen, während weibliche eher akzeptiert werden.

Vorhergehende Studien haben ähnliche Ergebnisse geliefert: So kam eine Untersuchung der Columbia-Universität im Januar zu dem Ergebnis, dass viele Bisexuelle sich nicht outen könnten und wegen des Versteckspiels mehr psychologische Probleme hätten. Das führe auch dazu, dass sich viele von ihnen in der Öffentlichkeit homophober verhalten würden (queer.de berichtete).

Forscher haben übrigens auch festgestellt, dass Bisexualität kein Mythos ist: In zwei Studien wiesen US-Wissenschaftler 2011 nach, dass bisexuelle Männer sowohl von Frauen als auch von Männern erregt werden (queer.de berichtete).

WDR-Moderator Domian hat erst im vergangenen Monat Bisexuelle aufgerufen, sich nicht länger zu verstecken: "Je mehr Menschen ihre Bisexualität in die Öffentlichkeit tragen, desto selbstverständlicher wird sie", sagte er (queer.de berichtete). (dk)



#1 FoxyleinAnonym
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 06.11.2013, 15:09h
  • Dazu fällt mir der Spruch "Besser bi als nie" ein und Bisexualität hat daarum als sexuelle Orientierung eine Daseinsberechtigung wie Trans-, Homo-, Pan- und Heterosexualität.
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#3 DavidJacobEhemaliges Profil
#5 Stein
#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
#7 BiAthletAnonym
#8 Stein
#9 BiAthletAnonym
#10 BonbonAnonym
  • 06.11.2013, 15:20h
  • Antwort auf #1 von Foxylein
  • Genau, und auf Intersexuelle steht folglich gar niemand, so!
    Und bei Transsexuellen gibts nämlich so ein Vakuum bis der Übergang abgeschlossen ist, auch logisch.
    (Herr, schmeiss Hirn... Warum soll ich mich zwischen Kuchen und Pudding entscheiden, wenn ich beides haben kann??)
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