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  • 10.11.2013           63      Teilen:   |

Parteitag in Magdeburg

CDU Sachsen-Anhalt schreibt Widerstand gegen Gleichstellung ins Grundsatzprogramm

Artikelbild
Ein Plakat der CDU aus dem Jahr 2000, das sich gegen die Einführung von Lebenspartnerschaften aussprach. Dreizehn Jahre später kämpft die Partei noch immer mit der Gleichstellung homosexueller Paare.

Bei ihrem Landesparteitag in Magdeburg sprachen sich die CDU-Mitglieder gegen ein Adoptionsrecht für Homo-Paare und die Ehe-Öffnung aus.

Die CDU in Sachsen-Anhalt hat sich bei ihrem Landesparteitag am Samstag in Magdeburg ein neues Grundsatzprogramm gegeben. Darin enthalten ist auch eine Ablehnung der weiteren Gleichstellung von Eingetragenen Lebenspartnerschaften mit der Ehe, berichtet die Nachrichtenagentur DPA.

"Wir werben für Toleranz und wenden uns gegen jede Form von Diskriminierung", heißt es demnach im mit großer Mehrheit angenommenen neuen Grundsatzprogramm. "Eine Gleichstellung mit der Ehe zwischen Mann und Frau als Kern der Familie lehnen wir jedoch ebenso ab wie ein Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare."

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"Toleranz und Weltoffenheit"

Die Passage war laut der Agentur direkt von der CDU-Antragskommission empfohlen worden. Die CDU regiert in Sachsen-Anhalt unter Ministerpräsident Reiner Haseloff zusammen mit der SPD in einer Großen Koalition.

Im ersten Entwurf zum Grundsatzprogramm, der vor einem Jahr in Leuna verabschiedet wurde, spielte die Homo-Ehe noch keine Rolle. Unter dem Punkt "Toleranz und Weltoffenheit" heißt es, "jedwede Form des politischen und religiösen Extremismus" stelle "Grundlagen des Zusammenlebens infrage". "Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und religiöse Intoleranz dürfen in unserem Land keine Chance haben." (nb)

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Tags: cdu, sachsen-anhalt, homo-ehe, adoptionsrecht
Schwerpunkte:
 Homo-Ehe in Deutschland
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Reaktionen zu "CDU Sachsen-Anhalt schreibt Widerstand gegen Gleichstellung ins Grundsatzprogramm"


 63 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
10.11.2013
11:56:08
Via Handy


(+8, 14 Votes)

Von hamma


Juden - JA
Mischehen - NEIN

warum interessiert das die Medien eigentlich überhaupt nicht???


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#2
10.11.2013
12:11:14


(0, 8 Votes)

Von Timm Johannes


Die CDU in Sachsen-Anhalt sollte sich schämen, dass sie homosexuellen Paaren das gemeinschaftliche Adoptionsrecht verwehren will.

Damit stellt sich die CDU gegen die Haltung des Bundesverfassungsgerichtes, das im Februar 2013 noch klar einstimmig (!) geurteilt hatte, dass die sukzessive Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare erlaubt werden muß und dessen Verbot verfassungswidrig ist.

Ebenso urteilte bereits schon vor einigen Jahren das Bundesverfassungsgericht bezüglich der gemeinschaftlichen Stiefkindadoption durch gleichgeschlechtliche Paare, dass dies erlaubt werden muss und ein Verbot verfassungswidrig ist.

Somit wurden bereits die gemeinschaftliche Stiefkindadoption sowie die sukzessive Zweitadoption durch gleichgeschlechtliche Paare höchstgerichtlich in Deutschland erlaubt.

Es verbleibt die noch am BVerfG ausstehende Entscheidung zur Berliner Richtervorlage, die im Ersten Senat rechtshängig ist. Auch hier bei diesem Verfahren zur gemeinschaftlichen Adoption nichtleiblicher Kinder dürfte das BVerfG ebenso zugunsten gleichgeschlechtlicher Paare urteilen und diese in Deutschland erlauben. Die Frage ist nur, wieviele Jahre dies am BVerfG dauern wird, bis dies Verfahren aus Berlin entschieden wird.


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#3
10.11.2013
12:12:59


(+10, 12 Votes)

Von 8zzzzzzzzzzzzzz


Der katholische Physik-Doktor Reiner Haseloff trat 1976 in die CDU der DDR ein.

Link zu www.cditfurth.de

Frau Dr. Angela Dorothea Merkel war zu diesem Zeitpunkt evangelisches FDJ-Mitglied.

Youtube-Video:


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#4
10.11.2013
12:27:53


(-16, 20 Votes)

Von anome
Aus Kassel (Hessen)
Mitglied seit 01.10.2013


Desto mehr wir die Union attackieren, desto mehr werden sie sich davor zieren, die Gleichstellung umzusetzen. Ohne die Union wird es in den nächsten 10 Jahren aber sicher nichts werden. Der einzige Weg ist also Annäherung an die Union.


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#5
10.11.2013
12:29:17


(+9, 11 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #1 von hamma


Du bringst es auf den Punkt.

Diese Partei verlässt den Boden der Verfassung,und koppelt sich von den liberalen Demokratien des Westens und ihrer Rechtskultur ab.

Untermenschentum statt Gleichheit aller StaatsbürgerInnen vor dem Gesetz.

Ist es wirklich polemisch bei diesem doitschen Sonderweg den Nachklang der NS-Zeit zu vermuten?

Konfessionelle Gründe können ja gerade in Sachsen-Anhalt nicht herhalten.

PS Warum koaliert die Partei von Otto Wels mit denen?


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#6
10.11.2013
12:31:38


(+11, 13 Votes)

Von deutschersonntag


Vorläufiger Text für die Nachbarländer unter Berücksichtigung der Reichsprogromnacht und des 8. Mai 1845:

"Unter dem Punkt "Toleranz und Weltoffenheit" heißt es, "jedwede Form des politischen und religiösen Extremismus" stelle "Grundlagen des Zusammenlebens infrage". "Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und religiöse Intoleranz dürfen in unserem Land keine Chance haben."

Lasst nicht die schwarzen Gröhes flattern,
ehe der Adler schreit!

Youtube-Video:


Einer mit einem Vogel über diesen Vogel.

Youtube-Video:


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#7
10.11.2013
12:32:20


(+10, 12 Votes)

Von ehemaligem User Smiley


Hochherzig und gnadenvoll von der CDU, den minderen Schöpfungen des Herrgotts die Brosamen der Toleranz hinzuwerfen.

Magdeburg - hier scheißt man gern noch auf die Verfassung.

Der lokale Gauleiter, ein Müllwerker der sich Haseloff nennt, ist Ritter vom "Orden vom Heiligen Grab zu Jerusalem", eine katholische Organisation mit dem Akronym ODESSH.

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Organisation_der_ehemaligen_
SS-Angeh%C3%B6rigen


Diese Organisation wurde kurz nach dem 2.WK vom Stellvertreter, von seiner Heiligkeit NSDAPapst Pius Nummero zwölf als juristische Person nach kanonischem Recht, und so weiter.

Ich würde noch mehr schreiben, habe aber keine Zeit dazu. Am heiligen Sonntag mach' ich immer meine Runde durch die örtlichen katholischen Kirchen und spucke je einmal ins Weihwasserbecken.


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#8
10.11.2013
12:33:24


(+7, 9 Votes)

Von ehemaligem User Smiley
Antwort zu Kommentar #4 von anome


Und Dir ins Gesicht.


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#9
10.11.2013
12:35:26


(+7, 9 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #4 von anome


Wandel durch Annäherung ist nicht schlecht. Es kommt aber darauf an, WEM man sich nähert.

Diese Strategie geht nämlich leider nicht immer auf.

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Verband_nationaldeutscher_Ju
den


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#10
10.11.2013
12:39:44


(+8, 12 Votes)

Von sperling
Antwort zu Kommentar #4 von anome


>"Der einzige Weg ist also Annäherung an die Union."

davon abgesehen, dass ich deine grundannahmen für absurd halte: was meinst du KONKRET mit dieser floskel?


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