Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 11.11.2013           22      Teilen:   |

Online-Kampagne zu Koalitionsverhandlungen



Mehrere schwul-lesbische Blogs haben am Montag eine Online-Kampagne gestartet, um Mitglieder, Funktions- und Mandatsträger von CDU/CSU und SPD zu einer vollständigen Gleichstellung aufzufordern.

In einem längeren Text, der als Bildversion in sozialen Netzen kräftig weiterverteilt und als Text an Mitglieder der Parteien geschickt werden soll, wird die Union aufgefordert, "ihre Politik der Diskriminierung" zu beenden. Die SPD solle ohne die Einlösung des Wahlversprechens "100% Gleichstellung" nicht in die Bundesregierung eintreten.

Der komplette Text:

An die Mitglieder, Funktions- und Mandatsträger der Parteien
Sozialdemokratische Partei Deutschlands – Christlich Demokratische Union – Christlich Soziale Union

100 % Gleichstellung sind nicht verhandelbar – Keine Bundesregierung gegen die Rechte von Lesben und Schwulen!

Lesben und Schwule drohen zu den großen Verlierern der Koalitionsverhandlungen zu werden.

Während sich fast alle gesellschaftlichen Gruppen mit ihren Forderungen an die Politik mehr oder weniger durchsetzten konnten, soll es keine konkreten Beschlüsse zu einer Gleichstellung geben. Dies ist ein Affront gegen die Homosexuellen in Deutschland. Während ca. 70% der Bevölkerung für die Öffnung der Ehe sind, droht Lesben und Schwulen eine Bundestagsmehrheit von 80%, die sich gegen sie stellt, indem sie gleiche Rechte verweigert. Ein Großteil der Community ist sich darüber einig, was sie von der Politik erwartet:

100 % Gleichstellung von Lesben und Schwulen, auf Basis einer Entscheidung durch den Bundestag und nicht nur aus Zwang durch das Bundesverfassungsgericht.

Wir fordern von der Union, dass sie ihre Politik der Diskriminierung beendet und endlich konstruktiv an einer Verbesserung der Situation von Lebenspartnerschaften mitwirkt. Von einer Politikerin, die Kanzlerin aller Deutschen sein will, dürfen wir das verlangen.

Wir fordern von der SPD, die Lesben und Schwulen im Wahlkampf 100 % Gleichstellung versprochen hat, dass sie ohne das Einlösen dieser unmissverständlichen Zusage nicht Teil einer neuen Regierung wird. Wir wissen, dass es für die SPD nicht einfach ist, dies gegen die Verweigerungshaltung der CDU/CSU durchzusetzen. Aber wir wissen auch, dass es Millionen Menschen in diesem Land gibt, die nie vergessen werden, wenn die historische Überwindung der rechtlichen Ungleichheit, zu der sich immer mehr Länder auf der ganzen Welt entschlossen haben, ausgerechnet in Deutschland gegen die Regierungspolitik der Sozialdemokraten erreicht werden muss.

Gleiche Rechte für Lesben und Schwule sind nicht nur die Angelegenheit einer Minderheit. Was Präsident Obama in seiner Rede in Berlin gesagt hat, gilt auch für Deutschland: "Indem wir uns für Lesben und Schwule einsetzen und ihre Liebe und ihre Rechte im Gesetz gleich stellen, verteidigen wir unser aller Freiheit."

Nicht mehr, aber auch nicht weniger erwarten nicht nur Lesben und Schwule von ihrer nächsten Regierung!
Die Unterstützer/innen dieser Internet-Initiative



Die Initiative wurde gestartet von den Blogs "Samstag ist ein guter Tag" und Nollendorfblog sowie den Lesben-Onlinemagazinen phenomenelle.de und lesben.org. "Wir hoffen auf eine große Beteiligung", sagt Rainer Hörman vom Samstag-Blog. (nb)

 Update  15.30h: LSVD-Aktion
Auch der LSVD hat einen Text erstellt, den man an Abgeordnete von Union und SPD schicken soll und ein paar mehr Punkte umfasst.

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 22 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 158             3     
Service: | pdf | mailen
Tags: cdu, spd, koalitionsverhandlungen, homo-ehe
Schwerpunkt:
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "Online-Kampagne zu Koalitionsverhandlungen"


 22 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
11.11.2013
11:12:18


(+2, 12 Votes)

Von Gerdt


Zwecklos! Der Dicke von der SPD, der Vizekanzler werden soll, freut sich schon riesig auf seinen neuen Dienstwagen mit Chauffeur.
Den wird er wohl nicht wegen ein paar Schwuler aufs Spiel setzen...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
11.11.2013
11:44:31


(+1, 11 Votes)

Von Harry1972
Aus Bad Oeynhausen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 21.02.2013


Ich habe mich da direkt angeschlossen und auch meine Facebook-Freunde eingeladen, zumindest die, die in Deutschland leben.
Mit etwas Glück "liken" ein paar von denen diese Online-Kampagne und laden selbst weitere Freunde ein. Vielleicht lässt sich ja so Druck aufbauen.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
11.11.2013
11:46:22


(+2, 6 Votes)

Von ehemaligem User Smiley


Schön, brauch' ich mir heute mal nicht selbst was aus den Fingern zu saugen, textmäßig.

Link zu www.queer.de


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
11.11.2013
12:48:29


(+3, 5 Votes)

Von Sebi


Sehr gut!

Die CDU/CSU ist eh unbelehrbar. Aber wir müssen der SPD klarmachen, dass sie nie mehr eine schwul-lesbiche Wählerstimme bekommen, wenn sie der Union helfen, weiterhin menschenverachtende, demokratiefeindliche Politik gegen die parlamentarische Mehrheit, gegen das höchste deutsche Gericht und gegen die Mehrheit der Bevölkerung zu machen!

Wenn die SPD sich auf diese Koalition einlässt und ihr Versprechen "100% Gleichstellung" für die Macht opfert, dann wird sie für alle Zeiten eine unwählbare Lügner- und Betrügerpartei bleiben!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
11.11.2013
12:50:25


(+3, 5 Votes)

Von Robin
Antwort zu Kommentar #1 von Gerdt


Und nicht nur der rückgratlose Opportunist Sigmar Gabriel verkauft uns für den persönlichen Vorteil. Auch Frank-Walter Steinmeier, Hannelore Kraft und Andrea Nahles opfern bereitwillig Grundrechte, um irgendwie die SPD an die Macht zu bringen. Um jeden Preis.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
11.11.2013
12:52:56


(+3, 5 Votes)

Von Joonas


Die SPD ist genau wie die FDP:
unsere Wählerstimmen sind gut genug, um an die Macht zu kommen. Aber nach der Wahl kann man uns dann munter weiter diskriminieren und als Menschen 2. Klasse behandeln.

Ich hoffe nur, dass sich das alle merken und bei kommenden Wahlen (Bundestagswahlen, Landtagswahlen, EU-Wahlen) der SPD klar machen, dass wir uns nicht mehr so verarschen lassen!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
11.11.2013
13:49:54


(+1, 3 Votes)

Von ehemaligem User timpa354
Antwort zu Kommentar #6 von Joonas


Sie wird auch genauso wie die FDP in 4 Jahren unter 5% sein, denn es sind keine Charakterköpfe weit und breit, dafür viele, viele Opportunisten, die nur auf den eigenen Vorteil bedacht sind.Das Volk wird das Spielchen sehr genau beobachten!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
11.11.2013
13:57:27


(+4, 6 Votes)

Von Denker
Antwort zu Kommentar #5 von Robin


Ja, und Hannelore (Kraft, nicht Kohl) spricht statt von Umweltschutz lieber von der "Bewahrung der Schöpfung", die olle Religiotin.
Link zu www.ekd.de

Solange die Religösen sich dermaßen unverfroren udn dreist in der Politik tummeln, wird es mit diesem Land nicht voran gehen. Mit der SPD schon gar nicht.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
11.11.2013
14:03:23


(+3, 5 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #1 von Gerdt


Wir im Rheinland sagen: Man muss auch gönnen können.

Ich gönne der SPD sogar das Kanzleramt. Und dem Kanzler seinen Wagen.

Aber dafür erwarte ich auch soziale und demokratische Politk.

Nach dem Motto: 320:311!

Da bin ich dann aber anscheinend an die falsche Adresse geraten.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
11.11.2013
14:58:29


(+2, 6 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby


"Während sich fast alle gesellschaftlichen Gruppen mit ihren Forderungen an die Politik mehr oder weniger durchsetzten konnten...." Was, wo, wie, wer hat sich womit durchgesetzt, wird etwa das GG in Sachen Asylrecht wieder umgeändert, gibt es die doppelte Staatsbürgerschaft, verzichtet die BRD auf kriegerische Auslandseinsätze oder den Bau von Dreckschleudern wie KKWs, kommt das Tempo-Limit, wird das Kontingent an Flüchtlingen erhöht, wird Frontex abgeschafft, die NPD endlich verboten, gibt es die Reichensteuer, wird Harz4 abgeschafft und das Grundeinkommen eingeführt usw.? Diese Internet-Aktion ist naiv, und ein Tatsachen verzerrender Unfug, dient doch lediglich dem Zweck, die genannten Blogs zu bewerben, Im Hintergrund freut sich der Porno-Verlag Bruno Gemünder übers Eigen-Marketing. Lasst euch nicht von den falschen Leuten vor dem Karren spannen. Als wenn es nicht professionelle Gruppen und Verbände gäbe, die seit Jahrzehnten seriös für 100% Gleichstellung kämpften.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
« zurück  123  vor »


 Queer.de-Blog

Top-Links (Werbung)

 MEINUNG



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Wieder homophobe Fangesänge gegen Cristiano Ronaldo Stuttgart: Laura rüffelt schwule Cruiser MV: Fast alle LGBT-Schüler beklagen Diskriminierung Regenbogenfahnen gestohlen und verbrannt
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt