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  • 11.11.2013           23      Teilen:   |

Wegen Religionsfreiheit

Hawaii: Lesbische Abgeordnete stimmt gegen Ehe-Öffnung

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Die lesbische Abgeordnete Jo Jordan stimmte gegen die Ehe-Öffnung - während LGBT-Aktivisten empört waren, wurde sie von Homo-Gegnern für ihre Entscheidung gelobt

In Hawaii stehen alle Zeichen auf Ehe-Öffnung – für Aufruhr sorgte jedoch, dass erstmals eine offen homosexuelle Parlamentarierin in den USA gegen die Gleichstellung im Eherecht votiert hat.

Mit deutlicher Mehrheit hat das Repräsentantenhaus von Hawaii am Freitag die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben beschlossen. Für das Gesetz stimmten 30 Abgeordnete, 19 waren dagegen. Zuvor hatte bereits der Senat mit einer Mehrheit von 20 zu vier Stimmen die Ehe-Öffnung gebilligt (queer.de berichtete). Der Senat muss nun erneut über die Öffnung der Ehe abstimmen, weil das Repräsentantenhaus weitere Passagen an das Gesetz angehängt hat, unter anderem zur Stärkung der Ausnahmeregelungen für religiöse Einrichtungen.

Für Aufruhr unter Aktivisten sorgte das "Nein" der offen lesbischen Abgeordneten Jo Jordan. Laut der Homo-Gruppe Gay and Lesbian Victory Fund votierte damit zum ersten Mal ein offen homosexuelles Mitglied eines Landesparlaments gegen die Ehe-Öffnung. Die Demokratin Jordan erklärte, dass sie zwar grundsätzlich nichts dagegen habe, wenn Schwule und Lesben heirateten, sie bemängelte aber Details im Gesetz.

So kritisierte sie insbesondere die Regelungen zur Scheidung von gleichgeschlechtlichen Ehen außerhalb Hawaiis und forderte mehr Ausnahmeregelungen für kirchliche Organisationen, um das Gesetz "kugelsicher" zu machen. Sie sei besorgt, dass die Religionsfreiheit durch gleichgeschlechtliche Eheschließungen eingeschränkt werde. Das Gesetz enthält zum Beispiel keine Ausnahmeregelungen für christliche Floristen, die aus Glaubensgründen keine Blumen an Homo-Paare liefern wollen.

Die Kritik von LGBT-Aktivisten wies Jordan harsch zurück: "Ich bin zuerst eine Abgeordnete und nicht da, um für euren Pride zu werben", so Jordan zum "Honolulu Magazine". Sie sei in erster Linie Parlamentarierin und ihre Politik nicht abhängig von "persönlichen Dingen".

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Konservative drohen mit Klagen

Gouverneur Neil Abercrombie erklärte, er hoffe auf eine schnell Entscheidung des Senats, "damit endlich jeder seine Bürgerrechte erhält". Homo-Gegner haben jedoch bereits angekündigt, gegen das Gesetz klagen zu wollen. Sie begründen das mit einem Volksentscheid aus dem Jahr 1998, als die Wähler das Verbot der Ehe-Öffnung in der Regionalverfassung beschlossen haben. Der Justizminister von Hawaii erklärte jedoch, dass der Verfassungszusatz dem Gesetzgeber das Recht zugesteht, die Ehe zu öffnen. Er beruft sich dabei auf den Wortlaut in der Verfassung – dort heißt es: "Das Parlament hat die Macht, die Ehe nur verschiedengeschlechtlichen Paaren zu gewähren".

Erst letzte Woche hat das Parlament von Illinois die Ehe-Öffnung für Schwule und Lesben beschlossen (queer.de berichtete). Der Gouverneur des Bundesstaates will das Gesetz noch in diesem Monat unterschreiben. Mit Hawaii hätten dann 16 der 50 amerikanischen Bundesstaaten die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet, darunter auch der bevölkerungsreichste Staat Kalifornien und New York, die Nummer drei nach Einwohnern. (dk)

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Tags: ehe-öffnung, jo jordan, hawaii, usa
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Reaktionen zu "Hawaii: Lesbische Abgeordnete stimmt gegen Ehe-Öffnung"


 23 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
11.11.2013
12:57:07


(+1, 11 Votes)

Von Peter1


Schickt diese nestbeschmutzerin dahin, wo sie hingehört. In die wüste von Nevada!


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#2
11.11.2013
12:57:26


(+8, 12 Votes)

Von Yannick


Noch mehr Ausnahmen für Religionen?

Es verstößt gegen das demokratische Gleichheitsprinzip und die rechtsstaatliche Trennung von Staat und Kirche, dass es Ausnahmen und Sonderregeln für Religionen gibt!

Es ist traurig genug, dass es überhaupt in dem Gesetz wieder mal Ausnahmen für Religionen gibt und dann will diese Prulla diese sogar noch ausweiten...

Religionen dürfen nicht über dem Gesetz stehen!


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#3
11.11.2013
12:58:56


(+5, 11 Votes)

Von Robin


Wer braucht noch Feinde, wenn aus den eigenen Reihen alles konterkariert wird...

Die Heteros dort sind fortschrittlicher und homofreundlicher als diese lesbische Abgeordnete.


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#4
11.11.2013
13:20:33


(+6, 10 Votes)

Von maaaartin


oje, wie doof ist die denn? klar, an homophobe floristen wird ja an sich viel zu selten gedacht...


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#5
11.11.2013
13:27:50


(-3, 11 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby
Antwort zu Kommentar #1 von Peter1


Nestbeschmutzerin, wo hast du dieses Wort aufgegriffen, in einer nationalistischen Kameradschaft? Eigene Meinung ist doch nicht abhängig von der sexuellen Veranlagung. Sie macht sich halt auch Gedanken über ihre eigenen Interessen hinaus.


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#6
11.11.2013
13:53:38


(+3, 5 Votes)

Von erinnerung
Antwort zu Kommentar #3 von Robin


"Die Heteros dort sind fortschrittlicher und homofreundlicher als diese lesbische Abgeordnete."

Zumindest objektiv.

Le Monde berichtete, dass 93% der Muslime in Frankreich Hollande wählten, der die Homo-Ehe im Wahlkampf ankündigte. Die knallrechten katholischen und rechtsextremen Streetfighter gegen die Ehe, mussten einen FN-Funktionär abstellen, um eine teilnehmende muslimische Fake-Organisation zu basteln. Ein führender Imam vertrat in Paris die Position, dass sich die Religion aus dieser staatlichen Sache herauszuhalten habe.


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#7
11.11.2013
13:55:19


(-1, 7 Votes)

Von ehemaligem User timpa354


Jetzt weiß ich wieder, warum mir kesse Väter so unsympathisch sind, kein Rückgrat diese Weiber, die wirken sehr männlich kippen aber meistens als erste um, wenn es ernst wird.


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#8
11.11.2013
13:56:59
Via Handy


(+2, 4 Votes)

Von Rechte


Man kann sich nicht Abgeordnete und zugleich Lesbe nennen, wenn man Rechte des Landes nicht kennt. Ausnahmefälle mag es sein. Jedoch gibt es keinen Zwang zur Religion. Religion ist ungerechtigkeit und verursacht öfters Kriege. Sehr vernünftige Menschen wissen, dass die Religion sogar schädlich ist, falsch interpretiert, manipuliert. Sie muss diese Hawaii Abgeordnete maybe nach Israel geschickt werden. Egal welches Gesetz Heteroehen oder Homoehen bedeutet nicht, dass man immer als Abgeordnete heiraten muss. Es gibt uneheliche Kinder, die im System von church abgelehnt werden. Aber nicht jede Abgeordnete ist geeignet solche Funktion zu üben. Es ist echt witzig, dass eine Abgeornete eine Abgeordnete spielt, ohne Rechtssystem eigenes country zu kennen. Jo Jo oj oj.


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#9
11.11.2013
14:17:05
Via Handy


(+1, 3 Votes)

Von France


Jeder weiss, dass es in jedem Land anderen Gott sozusagen gibt. Die Mischung der Religion ist komisch. Sowiel Länder, sowiel Gottarten. Man kann nicht doppel heuchlerisch sein. Und dazu behaupten, unlesbische Lesbe oder lesbische Unlesbe zu sein. Die Franzosen sind Vorbild für ganze Welt, weil sie schon im 18 Jh. sehr gute Leute waren. Da Vinci das sind ausgebildete Leute die Franzosen.


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#10
11.11.2013
14:21:56


(+1, 5 Votes)

Von userer
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Antwort zu Kommentar #5 von reiserobby


reiserobby hetzt wie die, die er zu brandmarken vorgaukelt: "wo hast du dieses Wort aufgegriffen, in einer nationalistischen Kameradschaft?"

Lt. Duden ist Nestbeschmutzer ein gebräuchlicher Ausdruck ohne bestimmte politische Einstellung.

Du hingegn zeigst mal wieder, wie viel Ödland in einem Kopf stecken kann, wenn du zu verdummen versuchst und der Religiotin auch noch Altruismus zuschanzen willst. Sie hat in keiner Weise "über ihre eigenen Interessen hinaus" gestimmt, sondern ganz im Gegenteil ihr öffentliches Amt und vermutlich auch Wählerstimmen missbraucht, um ihrer privaten Religionspsychose zu frönen.


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