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Kommentare zu:
Autorin des "Homo-Propaganda"-Gesetzes kommt nach Leipzig


#61 querbeet
  • 12.11.2013, 12:51h
  • Im Grunde weiß ich gar nicht um was es den Leuten eigentlich geht wenn es um Homosexuelle Menschen geht. In erster Linie finde ich tragen die Kirchen und Sekten große Schuld daran das es weit verbreitete Homophobie gibt und das wo offen doppelte Moral gelebt wird und dann noch die Politik in ihren pseudo demokratischen Ländern wie z.B. Polen und Russland wo nach außen vorgegaukelte Demokratie gelebt wird und nach innen stockkonservative Politik betrieben wird um nach wie vor die Menschen immer in Schacht zu halten damit ja niemand aufmucken kann und jetzt kommt eine politische Delegation bei uns zusammen und darf bei uns offen über Homophobie reden und verbreiten. Russland war meines Erachtens nach schon mal auf einem besseren Weg der Demokratie aber die scheint ihnen nicht zu bekommen.
    Wonach richtet sich den die Politik? Ach ja um Wählerstimmen unter anderem! Ist im 21.Jahrhundert der Verstand der letzten 60Jahr nicht mitgekommen? Ich schäme mich wirklich dafür das hochgebildete Politiker (naja ich denke manche haben es geschafft weil sie ihren Mund zu weit aufmachen können und sinnlos plappern) sich mit dem Thema Homosexualität einfach nicht auseinandersetzen wollen. Nun manche tun das natürlich schon weil sie damit Wählerstimmer auf sich ziehen können wenn sie Homophobie verbreiten und den Menschen versuchen einzureden das es verwerflich, unmoralisch, unchristlich sei und das wir uns das nur einreden Schwul zu sein weswegen man es auch heilen könne aber was können diese Art von Politiker tatsächlich? Ich glaube hier handelt es sich nur um Selbstdarsteller die einfach nur versuchen jemand zu sein weil sie sonst in ihrem normalen Leben kläglich scheitern würden und was machen die von denen die selbst Kinder haben die Homosexuell sind wollen sie dann die auf die Schnelle entsorgen? Schlimm finde ich auch das tatsächlich Leute gibt die Politik mit betreiben die in ihrem persönlichen denken ganz anders sind als die Mitglieder in ihrer Partei. In Zeiten wie diesen wo viele Menschen orientierungs-, halt- und hilflos sind und in vielen Dingen keinen Sinn mehr sehen sind sie die wahren Opfer die man für sich einnehmen kann und nach ihrer Vorstellung formen kann. Der Mensch ist eben ein Herdentier der Anschluss an die Gruppe sucht eben da wo er ein bisschen Anerkennung für seine Existenz bekommt und somit alles tut um den Erhalt in dieser Gruppe zu unterstützen und dafür kann man eben auch gegen was sein wo man normalerweise nicht ist. Der Politiker der was machen will und der sich für die einen oder anderen Minderheiten oder sonstigen sozialen dingen einsetzt wird sowieso gleich Mundtot gemacht dem wird kaum eine Chance gegeben.
    Woher kommt es das das es den Menschen so schwer fällt Homosexualität zu akzeptieren? Daß es kein ausgesuchtes Leben ist so wie die meisten denken. Die Kirchen dieser Welt (und damit mein ich auch diese irren Sekten) betreiben ja auch Politik und haben großen Einfluss auf die Parlamente dieser Welt. Sie haben es in hunderten von Jahren geschafft den Menschen glaubhaft zu machen das nur Mann und Frau gibt die sich in ihrem Sexualverhalten als solches auch nur vermehren können was soweit auch stimmt, doch die Natur hat dieser Kirchenpolitik einen Strich durch die Rechnung gemacht in dem es auch Bi-, Homo-, und Transsexuelle Menschen gibt und wie man heute weiß nicht zu wenige und das weiß die Kirche auch. Die Kirchen und Sekten selbst besitzen tatsächlich die Frechheit in einer Doppelmoralischen Welt zu leben wie ich es gar nicht beschreiben kann und mit einer unverschämten Überzeugungskraft an die Leute herantreten, entscheiden über gut und böse, moralisieren, reden über die 10 Gebote an die sie sich selbst nicht halten oder selbstauferlegte unmenschliche regeln und überall die Hand aufhalten und für Geld tut man bekanntlicher maßen alles. Man lieber Gott ist es das was du wolltest?
    Für die Politiker, Kirchen und Sekten da draussen: Als Homosexueller Mensch wird man geboren da gibt es nichts zum aussuchen heute so morgen so. Ist das wirklich nicht zu begreifen?
    Warum sollten die Menschen da draussen einen anderen Menschen von dem wie er ist nicht auch akzeptieren können? Ich meine weil er vergessen hat zu begreifen und das er in seiner arroganten, selbstgefälligen Welt nur ein Teil dieser Natur ist und die kann man in kein Schema pressen.
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#62 MarekAnonym
  • 12.11.2013, 13:13h
  • Die RednerInnenliste hat bei mir fast den Würgereflex ausgelöst. Eine Mischung aus erzkonservativen, homophoben und ewig gestrigen Leuten. Ich würde mir ja fast den Kongress undercover antun, aber die verlangen zudem noch 79 Euro an Eintritt.
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#63 -hw-Anonym
  • 12.11.2013, 13:23h
  • "Diesen Sommer habe ich zum ersten Mal nach sieben Jahren unsere Datsche sechzig Kilometer von Moskau entfernt besucht. [...]
    Zunächst verstand ich nicht, warum es mich wieder hierherzog, dann kam die Erleuchtung: Hier ist zuletzt doch der ideale Ort, um mein Buch über unser gemeinsames Leben fertigzuschreiben, dessen schwache, hilflose Spuren noch überall verstreut herumlagen. Und ich habe mich nicht getäuscht: Die wenigen letzten Seiten des Buches konnte ich mühelos fertigschreiben.

    Die Datschensiedlung ist nicht groß, sie existiert seit den Sowjetzeiten, und hier kennt jeder jeden. Doch in diesen letzten Jahren hat sich vieles verändert.

    Keiner der Datschenhalter versorgt sich mehr aus dem eigenen Gemüsegarten wie früher; er wird nicht mehr benötigt. Die Erdbeerbeete sind verschwunden, kein Kohlkopf ist mehr weit und breit zu sehen. An ihrer Stelle wuchern nun verschiedenste, auch exotische Blumen - manche sind so gepflanzt, daß sie ohne Unterbrechung, eine nach der anderen, blühen, bis in den Herbst hinein. Vor den meisten Häusern parken zwei oder drei Autos ausländischer Marken, und die Datschen selbst sehen schmucker aus als noch vor zehn Jahren.

    Dabei sind in meinem Gedächtnis noch die frühen neunziger Jahre geblieben, als Ortsansässige, wo immer möglich, Glühbirnen und Nägel klauten und nur Volltrottel ihre Pumpen oder Hobel über den Winter im Hause liegenließen - so arm war das Moskauer Gebiet in den ersten Jahren nach dem Zerfall der UdSSR.

    Eine Nachbarin, eine Dame aus dem Show-Busineß, lud einige alte Bekannte zum Geburtstag ein. Man aß, trank, sang Lieder, erinnerte sich an Vergangenes, doch über politische Fragen fiel kein einziges Wort, ganz so, als gäbe es.Politik überhaupt nicht mehr. (In den neunziger Jahren verpaßten dieselben Leute keinen Anlaß, um Jelzin und die Blutsauger-Oligarchen" zu beschimpfen.)

    Hört man den Gesprächen bei einem Glas Wein zu, versteht man sehr gut, worauf das Putinsche Regime fußt. Die Menschen berauschen sich an dem seit kurzem über sie gekommenen materiellen Wohlstand, verdauen den diskreten Charme der Bourgeoisie", für Kritik an Machthabern haben sie keine Zeit Nach 75 Jahren der sowjetischen Mangelwirtschaft und der Warteschlangen nach buchstäblich allem wird der Wohlstand von denjenigen, denen dieser zuteil wird, fast schon als Zeichen göttlicher Gnade erlebt.

    Und würde irgendein dahergelaufener Ausländer an einem solchen Tisch politische Themen wie Syrien, Amerika, Migranten oder Homosexuelle ansprechen, stieße er auf Argumente, die sich kaum von denen unterschieden, die einst unter der Naziherrschaft von Kleinbürgern vorgebracht wurden."

    Michail Ryklin, LI 102, Herbst 2013, S. 135
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#64 FoXXXynessEhemaliges Profil
#65 TheDadProfil
#66 RobbyEhemaliges Profil
#67 RobbyEhemaliges Profil
  • 12.11.2013, 17:15h
  • Glaubt die Mieeeesulina denn, sie ist was besseres, nur weil sie heterosexuell(?) ist und an irgend so einen eingebildeten Gott glaubt?! Hoffentlich nimmt sich die "Bundes-Mutti" - "Diskriminierungs-Angie" - nicht auch noch Anleihen an dem Schwachsinn, den diese Irren auf ihrem Kongreß labern.
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#68 fortsetzungAnonym
  • 12.11.2013, 20:01h
  • Antwort auf #63 von -hw-
  • Zitat: "AKTION OBERBÜRGERMEISTER

    Der Schachzug, der diesen Sommer im Schoße des Kreml heranreifte, war die Idee, dem Statthalter Putins, Moskaus Oberbürgermeister Sergei Sobjanin, den Status eines legitim gewählten Stadtoberhaupts zu verleihen.

    Um der Sonderoperation irgendwie Leben einzuhauchen (von demokratischen Wahlen ist in Putins Rußland seit zehn Jahren keine Rede mehr), hat man ihm, dem deutlichen Favoriten, als Sparringspartner den Antikorruptionskämpfer Nummer eins, den Anführer der informellen Opposition Alexei Nawalny, vorgesetzt.

    Diesen aber einfach so zur Wahl zuzulassen wollte man ebensowenig riskieren (die machthabenden Tschekisten sind argwöhnische, mißtrauische Leute); also hat man ihn für alle Fälle wegen eines Strafdelikts (die Rechtsprechung ist längst gezähmt) zu fünf Jahren Knast verurteilen lassen.

    Und dies nicht etwa auf Bewährung, nein, zu realem Freiheitsentzug: Im Gerichtssaal wurden dem OB-Kandidaten Handschellen angelegt.

    Am Tag darauf freilich verlangte die Staatsanwaltschaft, den Gefangenen aus der Haft zu entlassen, damit er an der Show nach dem Motto Ehrliche Wahlen" teilnehmen konnte.

    Die Rechnung des Kreml war sonnenklar: Man wollte sich mit einem Schlag einerseits Nawalnys entledigen und zugleich beweisen, daß dieser nur ein Parvenü sei und unter den Moskauern keinerlei Popularität genieße; danach hätte man den dergestalt herabgewürdigten Oppositionellen getrost hinter Gitter verfrachten und den von der Macht vorbestimmten Kandidaten triumphal über die Ziellinie bringen können.

    Zum Markenzeichen dieser Kampagne wurde die Jagd auf Migranten. Im Fernsehen wurde unablässig berichtet: Man zeigte Razzien auf Märkten, armselige Vietnamesen, Zentralasiaten, Kaukasier, die von Polizisten gefilzt und auf der Straße zur Feststellung der Personalien festgehalten wurden. In einem Stadtbezirk entstand ein regelrechtes Konzentrationslager. Vor diesem Hintergrund wich der Favorit Putins nicht vom Bildschirm, von wo aus er Sorge um das Wohl der Stadtbewohner bekundete, er zerschnitt Einweihungsbänder vor neuen Parks, Springbrunnen und Kinderspielplätzen und verteilte Geschenke an Kriegsveteranen, wobei er alle möglichen Wunderdinge für die Zukunft verhieß.

    Die Moskauer sind eine besondere Spezies von Russen, man begann sie bereits in den Sowjetzeiten zu züchten. Für ihre Gesundheit wird viermal soviel Geld aufgewendet wie durchschnittlich in Rußland; es wird ein Großstadtaufschlag zur Rente gezahlt, die Gehälter werden von zwei Dritteln der Einwohner als zufriedenstellend empfunden (in ganz Rußland nur von einem Drittel), jeder zweite Einwohner der Hauptstadt ist ein Angestellter.

    Hinzu kommt ein Heer von Staatsbeamten, die sozusagen von Amts wegen für den Status quo stimmen. Während in der russischen Provinz die fortschreitende Armut immer mehr zum Hauptproblem wird, machen die Moskauer die größte Gefahr im Verfall der Sitten aus, als dessen Verursacher sie Migranten, Schwule und Amerikaner beargwöhnen.

    Als Avantgarde der Xenophobie fungiert mitnichten die Schicht der Armen, sondern die hauptstädtische Mittelklasse, deren Arbeitsplätze von Migranten durchaus nicht bedroht sind. Doch wütet gerade diese Klasse besonders gegen die Zugereisten".

    Michail Ryklin, LI 102, Herbst 2013, S. 135
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#69 LesezirkelAnonym
  • 12.11.2013, 20:13h
  • Antwort auf #68 von fortsetzung
  • Es kommt aber zum Fiasko!

    Zitat:

    "In der Frage der Bekämpfung von Migranten zeigten alle sechs Oberbürgermeister-Kandidaten rührende Einmütigkeit Der eine versprach im Falle seines Sieges die Einführung der Visapflicht für Angehörige ehemaliger Sowjetrepubliken, der zweite forderte Auslandspässe für die Einreise nach Rußland, der dritte schlug ein Programm zur Ersetzung von ausländischen Arbeitskräften durch russische Staatsbürger vor.

    In dieser Frage unterschied sich Nawalny durch nichts von seinem Konkurrenten.

    Nicht viel besser steht es um das Verhältnis der Moskauer, vor allem der kirchlich umsorgten, zu Schwulen, deren Aussehen allein angeblich dazu angetan sei, die Moral unschuldiger Kinder zu zersetzen. Ein bekannter Fernsehmoderator - ich kannte ihn früher noch als Demokraten - schlug öffentlich vor, die Herzen von Anhängern gleichgeschlechtlicher Liebe post mortem zu verbrennen, als zum Fortbestand von ganz gleich wessen Leben unbrauchbar".

    DAS FIASKO

    Die Wahlen am 8. September erwiesen sich als ein krachendes Fiasko für die Polittechnologen des Kreml.

    Jeglicher medialer Unterstützung beraubt, führte der nimmermüde Blogger Nawalny mit dem Mut des Verurteilten bis zuletzt eine aktive Kampagne von Haus zu Haus; er mobilisierte Jugendliche und finanzielle Unterstützung von denjenigen, denen der Putinismus zum Halse heraushängt, und er erreichte laut amtlichem Ergebnis 28 Prozent der Stimmen. Sobjanin, dem die vom Kreml angefütterten Polittechnologen einen überwältigenden Sieg vorausgesagt hatten, kroch mühsam über die Fünfzigprozenthürde hinweg.

    Doch lehnten der Korruptionsbekämpfer Nawalny und sein Stab es ab, selbst dieses unerwartet positive Ergebnis anzuerkennen, und drohten mit einem Gerichtsverfahren, weil die Untergebenen von Putins Statthalter diesem mit kleineren Fälschungen dazu verholten hätten, einer zweiten Wahlrunde zu entgehen.

    Nicht die Macht hat an Legitimität gewonnen, wie Herr Wolodin, der neue Kurator der russischen Innenpolitik es gerne hätte, sondern im Gegenteil: Bei den Moskauer Wahlen machte sich eine politische Kraft bemerkbar, welche die regierende Kleptokratie wahrscheinlich einmal ablösen wird.
    Nach solchen Wahlen und Wahlergebnissen läßt sich nun ein Nawalny schwerlich in Handschellen vorstellen oder an einer Nähmaschine im Lager, Hosen für brave Polizisten schneidernd, wie die Märtyrer des Regimes Chodorkowski und Pussy Riot.

    Moskau/Berlin, August bis September 2013

    AUS DEM RUSSISCHEN VON SERGEJ GLADKICH "

    Michail Ryklin, LI 102, Herbst 2013, S. 135
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#70 Aron SperberAnonym

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