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  • 11.11.2013           5      Teilen:   |

USA

Transphober Volksentscheid in Kalifornien

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Die LGBT-Gegner wollen mehr als 600.000 Unterschriften gegen Homo-Rechte gesammelt haben

"Sogenannte Transsexuelle" wollen nach Ansicht von religiösen Gruppen in Kalifornien die Privatsphäre von Schülern verletzen – sie haben nun genug Unterschriften für ein Referendum gegen Trans-Rechte gesammelt.

Die christlich-fundamentalistische Gruppe "Privacy for all Students" hat am Sonntag 620.000 Unterschriften gegen ein Gesetz zum Schutz von transsexuellen Schülern an Bezirksverwaltungen in Kalifornien übergeben. Damit soll für November 2014 ein Volksentscheid erzwungen werden, mit dem das Gesetz außer Kraft gesetzt werden soll.

Für einen Volksentscheid wären 505.000 Unterschriften nötig gewesen. Nun müssen noch die 58 Bezirksverwaltungen in Kalifornien die Unterschriften verifizieren.

Die kritisierte Regelung, die am 1. Januar in Kraft treten soll, war im August vom demokratisch kontrollierten kalifornischen Parlament verabschiedet worden (queer.de berichtete). Sie besagt, dass transsexuelle Schüler die freie Auswahl bei geschlechtsspezifischen Angeboten haben. Damit können sie etwa beim Sportunterricht aussuchen, ob sie die Jungs- oder Mädchen-Klasse besuchen. Auch bei Toiletten haben sie die Wahl. Das Gesetz gilt an allen staatlichen Kindergärten und Schulen Kaliforniens, die von über sechs Millionen Kindern und Jugendlichen besucht werden. Eine derartige Regelung wird bereits seit Jahren in den Schulbezirken San Francisco und Los Angeles durchgeführt, bislang ohne jegliche Probleme.

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LGBT-Gegner setzen Transsexuelle und Sexualstraftäter gleich

Religiös motivierte Gegner wie SaveCalifornia.com argumentieren dagegen, dass das Gesetz zu einer "Geschlechterverwirrung" führe. Die Lobbygruppe behauptet etwa, dass kalifornische Gender-Aktivisten "Gehirnwäsche" an Schülern betreibe. Die National Organization for Marriage (NOM) warnt sogar davor, dass das Gesetz männliche Sexualstraftäter, die sich als "sogenannte Transsexuelle" tarnen, in Mädchen-Umkleideräumen und -toiletten erlaube: "Dieses neue Gesetz öffnet die gefährdetsten Bereichen in Schulen für alle", so NOM in einer Pressemitteilung.

2008 schafften es die kalifornischen LGBT-Gegner bereits mit einem Volksentscheid, Schwulen und Lesben das Ehe-Recht wieder zu entziehen (queer.de berichtete). Dieses Verbot dauerte fast fünf Jahre an, bis die Ehe von einem Gericht wieder geöffnet wurde (queer.de berichtete).

In den letzten Jahren hat es in den USA immer wieder Auseinandersetzungen um die Akzeptanz von Transsexuellen gegeben. So haben Aktivisten in Florida bereits 2009 behauptet, dass transfreundliche Gesetze Kinderschändern das Leben erleichterten (queer.de berichtete). Im erzkonservativen Staat Arizona wird sogar ein Gesetz debattiert, das Transsexuellen mit Gefängnis droht, sollten sie eine öffentliche Toilette aufsuchen, die nicht dem offiziellen Geschlecht entspricht (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: transpersonen, usa, kalifornien
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Reaktionen zu "Transphober Volksentscheid in Kalifornien"


 5 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
11.11.2013
15:48:59


(+7, 9 Votes)

Von Finn


Immer wieder sind es die Religions-Fanatiker, die Leid und Elend über die Welt bringen...


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#2
11.11.2013
16:03:35


(+6, 8 Votes)

Von WirZwei
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Schrecklich!
Als gäbe es nicht genug Leid in der Welt, nein, man muss auch noch künstlich welches produzieren...


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#3
11.11.2013
18:35:23


(+3, 5 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Ich wünsche den Klerikalfaschisten, daß sie diesen Volksentscheid haushoch verlieren!


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#4
11.11.2013
19:25:35


(+3, 3 Votes)

Von Hugo


Die ewiggestrigen werden es nie lernen, leider.
Was ich aber erschreckend feststelle ist, das die Konservativen immer mehr zulauf haben.


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#5
12.11.2013
08:22:00


(0, 2 Votes)

Von Fred i BKK


....es ist sicher nicht ein Transsexueller/e was die SICHERHEIT an den AMI-Schulen gefaehrtet ....

es ist doch eher die Kombination von Knarre und

Sektenbuechern wie die Bibel in fast jedem Haushalt...


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