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Ein erster Kontakt mit der Szene – für viele angsteinflößender als eine Zahnwurzelbehandlung

Aufgetakelte Dragqueens und sadomasochistische Jungtucken – so stellen sich viele junge Schwule immer noch die Szene vor. Darum trauen sie sich nicht in die schwulen Jugendgruppe. In einem knapp sechsminütigen autobiografischen Kurzfilm erzählt Axel aus dem Allgäu, wie er im Alter von 20 Jahren erstmals die schwulen Jugendgruppe "Bonito" in Kempten besuchen wollte – und welche Horrorvorstellungen er hatte. Hier das Video:

Der Film soll Jugendlichen vor dem Coming-out zeigen, dass die medialen Zerrbilder nicht unbedingt der Wirklichkeit entsprechen. Er ist entstanden bei einem Kurzfilmworkshop bei "Bonito" unter der Leitung von Medientrainer Falk Steinborn. Organisiert hat die Veranstaltung das Dortmunder Medienprojekt queerblick. (dk)



15 Kommentare

#2 jungwolfAnonym
#3 AufklärungAnonym
  • 12.11.2013, 10:40h
  • Da sieht man wieder mal, dass die verzerrte Darstellung von Homosexualität ganz konkrete negative Folgen hat. Es gibt ja sogar leider Jugendliche, die sich das Leben nehmen, weil sie nicht so sein wollen, wie diese Zerrbilder es darstellen.

    Das muss sich ganz dringend ändern!!

    Und dazu gehören auch umfangreiche Aufklärungs- und Bildungsprogramme in Schulen, Jugendgruppen, Sportvereinen, etc. So muss das Thema Homosexualität Pflicht an allen Schulen sein. Nicht nur in Sexualkunde, sondern auch in Geschichte, Politik, Erdkunde, Sozialkunde, etc. Und in den Sprachen muss auch mal Lektüre mit GLBT-Thematik gelesen werden!
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#4 Alte TunteAnonym
  • 12.11.2013, 11:01h
  • Antwort auf #3 von Aufklärung
  • Stimmt! Die verzerrte Darstellung von Homosexualität in den Medien muß endlich aufhören. Schwule, die sich nur für Shopping, Party, abgetakelte Diven, eigenes Auftakeln, viel anabolikageschwängertes Jungmännerfleisch, Luxuskonsum, F**kreisen, noch mal Party, bizarre Sexspiele, überteuerte Schlüpfer, kitschiges Wohlfühlkino (mit süßen Boys), Luxusshopping, noch mehr Sex, noch mehr Party, noch mehr Steroidopfer interessieren und sich jeden Blödsinn andrehen lassen, der mit "Pride" beworben wird (und mit knackigen Kerlen) - dieses groteske Zerrbild habe ich dieser Tage in einer Zeitschrift gesehen. Es war ein kostenloses Homoblättchen.
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#5 GeorgggAnonym
  • 12.11.2013, 15:06h
  • "Aufgetakelte Dragqueens und sadomasochistische Jungtucken so stellen sich viele junge Schwule immer noch die Szene vor."

    Genau das sehen sie ja auch im Fernsehen, wenn der CSD übertragen wird...
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#6 MattiasAnonym
#7 Harry1972Profil
  • 13.11.2013, 11:22hBad Oeynhausen
  • Antwort auf #5 von Georggg
  • Daran ist aber nicht der CSD schuld und die Dragqueens schon gar nicht sondern das Fernsehen und die restlichen Medien, die sich immer nur die Bilder aussuchen, die dem zu transportierenden Klischee entsprechen.
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#8 stromboliProfil
  • 13.11.2013, 11:55hberlin
  • Antwort auf #5 von Georggg
  • Und was hat uns das filmchen gelehrt?
    junge klemmschwester sieht sich den ewig alten homoängsten gegenüber!
    Das alte klemmschwesternproblem neu aufgelegt.

    Wenn schon die werbung um neue zugänge so dem eigenen vorurteil ausgeliefert ist, das man sie zur ausgrenzung nutzt, wie soll dann der eben nicht-normale homo zu seiner identität kommen...

    Na , die diskussion wurde schon in den 50-60 und frühen 70zigern geführt, da ist das filmchen nur ein weiteres beispiel des versteckspieles vor den eigenen eigenschaften...
    kümmerlich, sie im jahre des herrn 2013 immer noch als identitäts-diskussionsgrundlage vorgetragen zu bekommen...
    na hauptsache, die macher in kempten fühlen sich als "normale homos" so richtig wahrgenommen
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#9 ARD und ZDFAnonym
  • 13.11.2013, 14:51h
  • Antwort auf #3 von Aufklärung
  • Wobei die heterosexistische Dauerbeschallung nicht allein in "Schule, Jugendgruppen, Sportvereinen" stattfindet - zumindest werden die heterosexistischen Bilder, die schon Kindern immer aggressiver eingetrichtert werden, nicht vorwiegend dort produziert.

    Was für eine rege Anteilnahme (von Aktivitäten wollen wir noch gar nicht sprechen) jeder Versuch, die skandalöse Ausgrenzung junger Schwuler gerade auch in den hiesigen "öffentlich-rechtlichen" Medien zu thematisieren, auch bei queer.de findet, sieht man leider immer wieder...

    www.queer.de/detail.php?article_id=20399&antwort_zeigen=
    ja#c6


    Es geht ja nur um - im schlimmsten Falle - regelmäßige Suizide, die Jugendliche gerade in Folge der gezielten Vorenthaltung eines möglichst breiten Spektrums an schwulen Identifikationsfiguren regelmäßig begehen (und die hierzulande einfach - oder nein, natürlich nur zum Schutz anderer Jugendlicher - totgeschwiegen werden).
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#10 klimtAnonym
  • 15.11.2013, 10:50h
  • Ich kann mich gar nicht mit diesem Filmchen identifizieren, das am Ende ja doch nur sagen will: Schwule sind auch normale Jungs! Schöner als so ein langweiliges Stelldichein von gleichförmigen Bubis wäre vielleicht eine Gruppe, in der eben auch der Transvestit, der Lederkerl und die Kaffeklatschtunte ihren Platz findet. Vor allem weibliche Verhaltensweisen scheinen mir hier abgewertet zu werden... Na ja, letzten Endes haben die Macher mit diesem Film vielleicht doch wieder etwas sehr Schwules produziert: Camp.
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