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Kommentare zu:
Warschau: Nationalisten fackeln LGBT-Mahnmal ab


#11 schwarze madonnaAnonym
#12 ExpatAnonym
  • 12.11.2013, 12:01h
  • Danke Queer.de für den Artikel. Ich war selbst erst etwas schockiert, den Titel zu lesen, da das Regenbogen-Kunstwerkt kein "unique" LGBT Symbol darstellt - aber gut, dass ihr das im Text nochmal klargestellt habt.

    Ich selbst lebe als Expat in Warschau und habe Samstag noch Bilder vom nagelneuen Regenbogen gemacht. Die Blüten sind aus Kunststoff, doch neuerdings mit Brandschutz. Aber wie man sieht hat er a) nicht lange gehalten und b) trotz Brandschutz doch gebrannt. Gestern Abend habe ich mir das ausgeglühte Elend selbst mal angeschaut... puh... und die Erneuerung seit dem letzten Brand hat viele Monate angedauert.

    Das war jetzt recht neutral aus meiner Perspektive direkt aus Warschau geschildert.
    Schlimm ist: die Hundertschaft der Polizei steht daneben. Nicht nur hier, sondern den ganzen Tag. Aktives Eingreifen ist nicht gewünscht, sonst könnte die Demo ja eskalieren. Ein brennendes Kunstwerk ist da eben hinnehmbar.
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#13 sperlingAnonym
#14 NicoAnonym
  • 12.11.2013, 12:15h
  • Ich erwarte, dass Polen die Täter mit voller Härte bestraft und das Mahnmal genauso und an derselben Stelle wieder neu aufgebaut wird; dauerhaft und auf Kosten der Täter!

    Sollte Polen das nicht machen, haben sie in der EU nichts mehr zu suchen!!
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#15 daVinci6667
  • 12.11.2013, 12:32h
  • Antwort auf #12 von Expat

  • Die standen daneben und haben nicht eingegriffen? Echt nicht zu glauben!

    Was ist mit dem gesetzlichen Schutz von Eigentum? Kann man die nicht mit haftbar machen für die anfallenden Kosten des Wiederaufbaus?

    Ich will der Polizei nichts unterstellen aber die Frage sei erlaubt ob da nicht Gruppenhomophobie im Spiel war.

    Ich gehe schwer davon aus, hätte ein katholisches religiöses Symbol gebrannt hätten die das unter Einsatz ihres Lebens verteidigt. Dieses Ereignis bestärkt mich in der Meinung dass Polen damals noch nicht der EU hätte beitreten dürfen.

    Hoffentlich machens die bei den heutigen Beitrittskandidaten besser. Ich zweifle.
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#16 OliverZiAnonym
  • 12.11.2013, 14:12h
  • Antwort auf #6 von SchwTA
  • Autsch!

    Das tut einem ja beim Lesen weh!

    Fakt ist:
    Polen hat eine reiche und lange demokratische Tradition! Viel viel zu lang, als dass sich jemand aus Deutschland darüber echauffieren könnte.
    Nunja... Nur leider schließt sich demokratisch und rückwärtsgewandt nicht aus.
    Dennoch hat Polen traditionell eine starke geistige Elite und eine vielschichtige und recht große Schicht Intellektuelle. In den Städten natürlich nur...
    Jedenfalls war Polen selbst unter dem sächsischen Kurfürsten August dem Starken (König von Polen) schon demokratischer, als es Deutschland (West) bis 1949 war! Die mehrfachen Teilungen haben wohl ihren Teil getan. Ganz abgesehen von den Gräueltaten der Deutschen und Russen.
    1945 galten die Polen Stalin ja als Feinde und Antikommunisten (aber nicht, weil sie Faschisten gewesen wären!) - das waren keinesfalls bereitwillige Kommunisten. Polen musste sehr hart in das System gepresst werden.
    Mit freien Gewerkschaften und Öffnung war es auch das Land, das als erstes mit Reformen begann und damit auch durchgekommen ist.

    Also doch - Polen passt sehr sehr gut in die EU! Es ist ein demokratischer Staat mit reicher Geschichte und dem offensichtlichen Willen zu einem demokratischen Miteinander. Alles andere muss durch Wandel und Annäherung geschehen. Und sollte die EU helfen, dass Polen und Deutsche endlich Freundschaft schließen, dann lohnt es sich schon. So wie die EU Deutschland hoffentlich noch mindestens 100 Jahre (besser länger aber das ist utopisch) freundschaftlich an Frankreich bindet.
    Ich lebe an der Grenze und sehe trotz aller Probleme (Schmuggel, teils Gewalt wenn Fussball und Alkohol im Spiel sind - in Görlitz kam zu Sylvester mal ein Mob von 50 (Faschisten!!) rüber und hat wahllos Deutsche zusammengeschlagen und Kriminalität ist auch so eine Sache. Mein Fahrrad ist jedenfalls dauergefährdet - aber das wird schon).

    Der reiche Boden des Neofaschismus hat die selben Gründe wie in Neudeutschland - die Jugend wurde mitten in ihrer Entwicklung "allein" gelassen, weil ihr Weltbild und ihre Zukunft zusammengebrochen sind. Auch sprichwörtlich, weil Jugendtreffs oder Clubs geschlossen wurden, Spielplätze vergammelten und Programme ausfielen. Dazu kommt, dass der "reale" Kommunismus dem Faschismus nie wirklich entgegengetreten ist sondern immer nur Phrasen gedroschen hat. Er war böse aber so wirklich warum und was man besser machen muss, wurde nicht erwähnt. Vielleicht hatte man Angst, dass die Leute anfangen über Zwangsnormierung der Jugengruppen, Einheitspartei, Militärparaden und Fackelzüge nachzudenken, wenn man ihnen zu viel vom Nationalsozialismus erzählt - denn eins ist klar ... Das im Ostblock war nichts anderes als Faschismus unter dem Roten Stern!

    Und die Kirche... Ernsthaft?! Nicht mal im Ostteil Polens dürften die Orthodoxen eine Rolle spielen. Polen sind heute die katholischsten unter den Katholiken (Atheisten gibt es aber dennoch viele!).

    Jedenfalls...
    Es bringt nichts solche sinnlosen Aufrufe in den Raum zu stellen.
    So sehr mich diese Aktion anwidert, ängstigt und traurig macht: man kann nicht pauschal ein Volk verurteilen! Schon gar nicht, wenn man nichts darüber weiß! So wie du offensichtlich

    Das Pack, das nicht in die EU gehört, sitzt in diesem Fall wohl vor der Tastatur und verfasste Kommentar Nr. 6 - denn wer nicht versteht, dass es um ein Miteinander und nicht um "wir sind besser" oder "die alle sind böse" geht, wird den EU Gedanken niemals wirklich tragen können.
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#18 HandelsblattAnonym
  • 12.11.2013, 15:52h
  • MoskauAusschreitungen bei einer Demonstration polnischer Nationalisten in Warschau haben zu diplomatischen Verstimmungen zwischen Polen und Russland geführt. Der polnische Botschafter sei ins russische Außenministerium einbestellt worden, teilte das Außenamt in Moskau am Dienstag mit. Bei dem Aufmarsch der extremen Rechten anlässlich des polnischen Unabhängigkeitstages war am Montag unter anderem ein Wachhäuschen vor der russischen Botschaft in Brand gesetzt worden.
    Demonstranten warfen laut Medienberichten zudem Feuerwerkskörper auf das Gelände der Botschaft und zündeten zwei Autos an. Russland beklagte, dass der Botschaftsbetrieb mehrere Stunden lang unterbrochen werden musste.
    Moskau forderte eine offizielle Entschuldigung von Polen und kritisierte im Gespräch mit Botschafter Wojciech Zajaczkowski die "Passivität" und das "verzögerte Einschreiten" der polnischen Polizei. Zajaczkowski äußerte sich im Anschluss an das Treffen nicht.
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#19 RobbyEhemaliges Profil
  • 12.11.2013, 16:52h
  • Die Täter müssen bestraft werden, damit sie kapieren, dass für rechte homophobe Idioten nirgenswo einen Platz ist.
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#20 dem buchhalterAnonym

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