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Berliner Club hält an Beenie Man fest

LSVD schaltet Polizei wegen Hasssänger ein


Beenie Man macht ruft in martialischen Songs seit Jahren zu gewalttätigen Übergriffen auf Schwule auf, die er mit Kinderschändern gleichsetzt

Am Mittwoch soll in Berlin ein jamaikanischer Sänger auftreten, der mehrfach zum Mord an Homosexuellen aufgerufen hat. Ein für Montag in Hamburg geplantes Konzert war zuvor abgesagt worden.

Das Landeskriminalamt in Berlin hat auf Initiative des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg vergangene Woche ein erstes "Sensibilisierungsgespräch" mit dem Veranstalter YAAM geführt. Grund ist der für Mittwochabend in dem Reggae-Club geplante Auftritt von Beenie Man, der bereits mehrfach dazu aufgerufen hat, Schwule zu töten.

In einem Anfang November verfassten Brief an den Berliner Polizeipräsidenten Klaus Kandt hatte der LSVD erklärt: "Wir möchten Sie bitten, dafür Sorge zu tragen, dass die menschenverachtenden Lieder nicht zur Aufführung kommen und dass der Interpret auf der Bühne keine Aussagen macht, die den Tatbestand der Volksverhetzung erfüllen".

Der aus anderen Gründen von der Schließung bedrohte Club YAAM hat zugestimmt, dass der Künstler entsprechend belehrt wird und eine Selbstverpflichtungserklärung unterzeichnet, in der der Verzicht auf das Vortragen strafrechtlich relevanter Inhalte erklärt wird. Der LSVD ist dennoch überrascht, dass das YAAM, das sich noch im Mai diesen Jahres am Internationalen Tag gegen Homophobie beteiligt hat, für Hass-Musik stark macht: "Wir sind sehr verwundert, dass das YAAM Beenie Man ein Plattform bietet", erklärte LSVD-Vorstandsmitglied Katayun Pirdawari am Dienstag.

Hamburger Club lädt Beenie Man nach Recherchen aus

Beenie Man sollte am Montag bereits im Waagenbau in Hamburg auftreten. Das Konzert wurde aber kurz zuvor abgesagt. In einer auf Facebook verbreiteten Stellungnahme erklärten die Veranstalter, sie seien zunächst davon ausgegangen, dass sich Beenie Man von seinen Hass-Songs distanziert habe. Nach Recherchen halte man das aber jetzt für nicht mehr glaubwürdig. In der Mitteilung heißt es weiter: "wir fordern auch alle anderen clubs im rahmen der tour auf, diesem beispiel zu folgen".

In den letzten Jahren gab es immer wieder Absagen von Beenie-Man-Konzerten in Europa und Nordamerika, weil der 40-Jährige mehrere Lieder im Repertoire hat, in denen er davon fantasiert, Schwule zu ermorden, so etwa im Lied "Weh Yuh No Fi Do" aus dem Jahr 2004. In seinem Song "Damn" erklärte der als Anthony Moses Davis geborene Künstler: "I′m dreaming of a new Jamaica, come to execute all the gay". Im Lied "Han Up Deh" fantasiert er davon, Schwule zu erhängen. Die Lieder hat der Sänger in den letzten Jahren wiederholt aufgeführt, sie sind auch noch im Handel erhältlich.

Zwar hat Beenie Man bereits drei Mal einen sogenannten Reggae Compassionate Act unterzeichnet, in dem er sich verpflichtet hatte, nicht mehr gegen Schwule und Lesben zu hetzen. Allerdings hat er die Vereinbarung stets gebrochen, nachdem er seine Auftritte absolviert hatte. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 12.11.2013, 14:43h
  • Beenie Man soll mit aller Härte spüren, daß er bei uns in Deutschland nicht willkommen ist!
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#2 GeorgggAnonym
#3 sperlingAnonym
#4 RobbyEhemaliges Profil
#5 AndiAnonym
  • 13.11.2013, 07:35h
  • Die Yaam-Veranstalter, die sich ansonsten eher durch ihren Einsatz gegen homophobie hervorgetan haben, haben immerhin eine einigermaßen nachvollziehbare Stellungnahme zum Fall abgegeben:
    www.yaam.de/

    Und ich muss zugeben, dass es auch mir scheinheilig erscheint, einen hierzulande außerhalb der Dancehall-Szene unbekannten jamaikanischen Künstler, der sich von dem Mist distanziert hat, den Auftritt untersagen zu wollen, während jemand wie Eminem ganz aktuell in seinen Songs über Gewalt gegen Schwule phantasiert und unser Landsmann Bushido mit homophoben Texten immer wieder Aufsehen erregt. Wo bleiben die Konzertverbote für die schwulenfeindlichen "Gangster"-Rapper? Traut sich niemand an die ran, weil sie so viele Fans haben und Mainstream sind?
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#6 YannickAnonym
  • 13.11.2013, 09:23h
  • Endlich wird mal was unternommen...

    Wieso nicht gleich die Staatsanwaltschaft und dafür sorgen, dass seine Auftritte hier verboten werden, seine Musik nicht mehr verkauft werden darf und er am besten auch ein Einreiseverbot in die EU bekommt...
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#7 BinnieAnonym
  • 13.11.2013, 12:16h
  • Ganz ehrlich ihr übertreibt. Ihr habt doch kein leben mehr. Ihr macht das kaputt worüber sich schon viele monatelang sich freuen. Ihr habt doch einfach nichts zu tun. Über einen Schwarzen könnt ihr her ziehm aber was ist wirklich mit Bushido, Sido, Kollegah, Eminem, Farid Bang. Wieso dürfen diese künstler ohne probleme auftretten???. Ihr habt doch eib problem. Wenn ihr wirklich für saubere musik kämpft dann gegen jeden und nich immer nur gegen die jamaikaner. Das ist nich das erste mal das ich so einen nonscence lese. Werdet endlich erwachsen und seht die dinge mit anderen augen und nich immer so verbissen!!!
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  • Anm. d. Red.: In unserem Archiv findet sich auch genügend zu Bushido, Eminem & Co.
#8 TheDad
#9 David77Anonym
  • 13.11.2013, 12:49h
  • Antwort auf #7 von Binnie

  • Und beenie macht das kaputt, worauf schwule jamaikaner IHR LEBEN LANG KÄMPFEN. Nämlich LEBEN zu können.
    Also homos verbrennen und abknallen zu wollen, dann zu sagen das ist symbolisch, wenn das in jamaika wirklich passiert, ist das erwachsen?!

    es geht nicht um saubere musik, es geht darum was musik anrichtet und glorifiziert.
    vielleicht sollten mal deutsche bands im nazi- oder klu-klux-klan-outfit jamaika auftreten, mal sehen ob man das dort auch lustig findet.
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#10 RWTHAnonym
  • 13.11.2013, 16:10h
  • Wenn die Veranstalter und Besucher Gewaltaufrufe so toll finden, sollte man ihnen vielleicht mal zeigen, wie es ist, ein Opfer von Gewalt zu sein...
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