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  • 12.11.2013           2      Teilen:   |

"Homo-Propaganda"

Russland: Bußgeld für Interview mit schwulem Aktivisten?

Diese Zeitung hat homophoben Ärger am Hals
Diese Zeitung hat homophoben Ärger am Hals

Ein schwuler Lehrer hatte einer Regionalzeitung gesagt, dass Homosexualität normal sei. Nun hat die Zeitung Ärger.

Wird das russische Gesetz gegen "Homo-Propaganda" nun erstmals auch gegen Medien eingesetzt? Zumindest in Chabarowsk, der Hauptstadt der gleichnamigen, östlich von China gelegenen Provinz, droht nun einer Zeitung ein erstes Bußgeld.

Zwar wurde Chefredakteur Alexander Suturina weder festgenommen noch strafrechtlich angeklagt, wie das englische Portal "Gay Star News" trotz keiner einzigen entsprechenden Originalmeldung berichtet. Allerdings prüft das lokale Büro der staatlichen Medienbehörde, ob sie ein Bußgeld verhängen soll.

Anlass war ein Interview einer Journalistin des Blattes mit einem schwulen Lehrer, der gesagt hatte: "Meine Existenz ist ein eindrucksvoller Beweis von der Normalität der Homosexualität." In einer ersten Prüfung sah die Behörde darin "ein zerstörtes Bild einer sozialen Gleichwertigkeit von nicht-traditionellen sexuellen Beziehungen", das Kinder und Jugendliche beeinflusst haben könnte.

Damit bezieht sich die Behörde auf eine Formulierung aus dem landesweiten Gesetz gegen "Homo-Propaganda", das ausdrücklich auch für Medien gilt. Organisationen, darunter Medien, können neben einem Bußgeld in Höhe von bis zu 1 Millionen Rubel (ca. 22.600 Euro) auch mit einem Verbot der Aktivitäten von bis zu drei Monaten belegt werden.

Die Regelung wurde oft kritisiert, da sie eine Gängelung unabhängiger Medien möglich macht. Bisher wurde wegen "Homo-Propaganda" allerdings noch nicht gegen Medien vorgegangen, obwohl diese durchaus über homosexuelle Themen berichten. Ob die Ermittlungen in Chabarowsk ein Anfang für eine entsprechende Verfolgung sind oder eine Lokalposse, ist derzeit noch nicht abzusehen. Eine Rolle spielt wohl auch, dass die Zeitung mit der Altersangabe "16+" und nicht "18+" versehen war.

Suturina sagt, es sei eine Strafe von 500.000 Rubel angedroht worden. Der Artikel sei "konträr zu den Gesetzen der Logik", heißt es in einem Bericht der Behörde. Folge man der Logik des Autors, seien unter anderem auch Massenmörder normal. (nb)

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Tags: russland, propaganda, journalismus
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Reaktionen zu "Russland: Bußgeld für Interview mit schwulem Aktivisten?"


 2 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
12.11.2013
20:12:20


(+1, 3 Votes)
 
#2
13.11.2013
09:30:06


(+3, 3 Votes)

Von Yannick


Soviel zu Putins Äußerungen, Homosexualität würde nicht verfolgt...

Wie alle Diktatoren will er die Wahrheit runterspielen...

Und wie in allen Diktaturen darf die Presse nicht frei berichten...


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