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Knappe Niederlage in New South Wales

Australien: Keine weitere Ehe-Öffnung


Der konservative Premierminister von New South Wales, Barry O'Farrell, unterstützt zwar die Ehe-Öffnung, will sie aber nicht auf regionaler Ebene durchsetzen (Bild: Toby Hudson)

In New South Wales, dem nach Einwohnern größten australischen Bundesstaat, ist am Donnerstag ein Antrag auf Öffnung der Ehe im Oberhaus knapp gescheitert.

19 Abgeordnete votierten für den Gesetzentwurf einer Initiative aus allen großen Parteien, 21 stimmten dagegen. Obgleich das Vorhaben gescheitert ist, lobten Homo-Aktivisten, dass sich auch Parlamentarier der regierenden konservativen Koalition für eine Gleichstellung ausgesprochen haben.

Auch New-South-Wales-Premierminister Barry O'Farrell von der konservativen Liberal Party unterstützt die Ehe-Öffnung. Er hat allerdings vor der Abstimmung erklärt, dass er gegen eine Gleichstellung in seinem Bundesstaat votieren würde, weil dieses Thema eine Bundesangelegenheit sei. Der Gesetzentwurf wäre zudem wahrscheinlich an der anderen Parlamentskammer gescheitert, in der die Regierungskoalition mehr als zwei Drittel der Sitze hält.

Vergangenen Monat sorgte die australische Hauptstadtregion für Aufregung, weil das Regionalparlament die Öffnung der Ehe beschlossen hatte (queer.de berichtete). Laut dem Gesetz soll es Schwulen und Lesben möglich sein, bis Ende des Jahres zu heiraten.

Der liberale Bundesgeneralstaatsanwalt George Brandis hat bereits angekündigt, gegen das Gesetz klagen zu wollen, da es nicht mit Bundesrecht übereinstimme. Er beruft sich dabei unter anderem auf ein Gesetz aus dem Jahr 2004, das die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau definiert.

Bislang gibt es in Australien lediglich regional unterschiedliche Lebenspartnerschaftsgesetze. Der konservative australische Premierminister Tony Abbott, ein überzeugter Katholik, gilt als erbitterter Gegner der Ehe-Öffnung – obwohl seine eigene Schwester lesbisch ist und sich kürzlich mit ihrer Freundin verlobt hat. Abbott sorgte unlängst für Verwirrung unter seinen Anhängern, als er erklärte, dass er eine Hochzeit seiner Schwester in der Hauptstadtregion beiwohnen würde, auch wenn er die gleichgeschlechtliche Eheschließung aus moralischen Gründen ablehne. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 14.11.2013, 14:46h
  • Schade, hier wurde eine wichtige Entscheidung um die Öffnung der Homoehe in den Sand gesetzt! Ich hätte die Politiker für fortschrittlicher gehalten!
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#2 iosaAnonym