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Pink Cross und LOS rufen zur Teilnahme an der Protestaktion auf

Die schweizerische Schwulengruppe Pink Cross und die Lesbenorganisation (LOS) rufen für Samstag zu einer Demonstration gegen das geplante Eheverbot für gleichgeschlechtliche Paare in der Verfassung auf.

Die Aktivisten wollen damit gegen entsprechende, im vergangenen Monat bekannt gewordene Pläne der Regierung vorgehen (queer.de berichtete). Die Kundgebung soll am Samstag von 14 bis 16 Uhr am Berner Bundesplatz stattfinden (mehr Infos hier). Sie steht unter dem Motto: "Keine Diskriminierung in unserer Verfassung, Finger weg!".

Hintergrund ist die von der konservativen Christlichdemokratischen Volkspartei (CVP) initiierte Volksinitiative "Für Ehe und Familie – gegen die Heiratsstrafe", die vordergründig die steuerrechtliche Benachteiligung von Eheleuten gegenüber unverheirateten heterosexuellen Paaren ("Kokubinatspaaren") beenden soll. Darin ist aber auch die Ehe als "gesetzlich geregelte Lebensgemeinschaft von Mann und Frau" definiert.

Eine Volksinitiative muss von der Mehrheit der abstimmenden Schweizer abgesegnet werden. Außerdem muss die Mehrheit der Kantone zustimmen.

"Wie kommt der Bundesrat nur dazu, eine Diskriminierung in der Verfassung selbst zu unterstützen?", fragen die Veranstalter. "Wie kann man überhaupt eine so rückständige, patriarchalische und diskriminierende Begriffsbestimmung abfassen, die einen großen Teil der Schweizer Bevölkerung betrifft, der nicht in das traditionelle Bild der Schweizer Familie passt?".

Die Schweiz wäre das erste westeuropäische Land, das ein derartiges Verbot in der Verfassung verankert. (dk)



#1 daVinci6667
  • 14.11.2013, 16:22h

  • Es ist unbedingt erfirderlich das möglichst viele, auch Heteros und auch gerne aus dem benachbarten Ausland auf dem Bundesplatz am nächsten Samstag präsent sind.

    Es darf nicht sein das wir so eine diskriminierende und homophobe Verfassung bekommen! Gleiche Rechte und Schutz für alle geht alle etwas an.

    @Redaktion Danke für die Weiterverbreitung dieser wichtigen Info
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#2 Aus Bad HomburgAnonym
  • 14.11.2013, 17:05h
  • Natürlich wäre ein Homoeheverbot in einem westeuropäischen Land 2014 etwas surrealistisches und ein sehr negatives Signal an andere Länder, die nur jetzt die Öffnung der Ehe debattieren, wie z.B. Österreich - aber mir gefällt gleichzeitig ein bisschen schon die Idee, daß gerade die Schweizer, die sich manchmal sehr hochnässig dem papsttreuen Italien gegenüber behalten, als ob etwas viel besseres und weltoffeneres wären, jetzt womöglich schon bald auf allerdemokratischste Weise erfahren werden, daß sie genauso konservativ bzw. liberal sind wie das Land von Don Bosco und Padre Pio. So gesehen ist die ganze Situation sogar komisch.
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
#4 David77Anonym
#5 iosaAnonym
  • 14.11.2013, 18:30h
  • Es kann nicht sein, dass ein europäisches Land solche Gesetze hat, die man sonst nur von Russland, Polen & Co kennt.
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#6 daVinci6667
  • 14.11.2013, 18:33h
  • Antwort auf #2 von Aus Bad Homburg

  • "So gesehen ist die ganze Situation sogar komisch."

    Komisch kannst nur du sowas finden. Die Situation in Russland, dem Iran oder Jamaika findest du dann wohl auch komisch, was? Dann geh doch dahin!

    Sorry, du bisch aifach de birrewaichschti Trottel wo uf derä Wält umelauft!

    Ich wünschte damals im Schweizer Sonderbundskrieg wären die siegreichen Reformierten nicht so nachsichtig mit ihren katholischen Miteidgenossen gewesen, dann müssten wir uns heute nicht mit der CVP und dieser scheinheiligen Initiative herumschlagen!

    Für Nichtschweizer sei gesagt, dass diese Partei eben nur in den katholischen Kantonen von Bedeutung ist. In den anderen gehört sie zu den Kleinstparteien.
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#7 AlexAnonym
  • 15.11.2013, 08:30h

  • Würde das umgesetzt, wäre die Schweiz tatsächlich auf einer Stufe mit Russland und anderen Barbarenstaaten.

    Eine sehr bedenkliche Entwicklung, die hoffentlich sehr bald beendet wird.
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#8 sanscapote
  • 15.11.2013, 10:45h
  • Die Demonstration z.G. unserer Rechte ist eine soziale Verpflichtung. Wenn die Regierung schon nicht die Eier in der Hose hat, um dem Ansinnen faschistoider Emporkoemmlinge und Kirchentreuer Einhalt zu gebieten, so muss es die Bevoelkerung tun, denn die Schweiz bruestet sich gern damit "die aelteste Demokratie" zu sein. Die Demokratisierung der Schweiz sollte nicht nur in der Bevoelkerung gelebt werden, sondern ebenso in den Kirchen und dem (Geld-)Adel.
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#9 Timm JohannesAnonym
  • 16.11.2013, 13:38h
  • Dies Volksinitiative zeigt, warum ich GEGEN Volksinitiativen auf Bundesebene bin. Bestimmte Themen und dies gilt insbesondere für Minderheitenthemen, Steuerthemen und Familienrechtsthemen.

    Auf kommunaler Ebene sind Volksinitiativen akzeptabel, aber auf Bundesebene bin ich gegen Direkte Demokratie.
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