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  • 16.11.2013           5      Teilen:   |

Feiern, Drogen, Sex und Techno

Geschichten aus dem Berghain

Artikelbild
Vom schwulen Underground-Phänomen zum besten Club der Welt zum Touristenmagnet: das Berghain in Berlin (Bild: mlaiacker / flickr / cc by 2.0)

Queere Techno-Literatur im Crowdfunding: Kevin Junk sucht Unterstützer für seinen ersten Roman "Vom frommen Tanz der Wölfe".

Der Roman "Vom frommen Tanz der Wölfe" klingt spannend, ist bereits fertig geschrieben, gedruckt ist er jedoch noch nicht. Vor einigen Wochen hat der Autor Kevin Junk damit begonnen, recht vielversprechende Auszüge auf seinem Blog zu veröffentlichen – zunächst mit dem Ziel, über virale Irrwege vielleicht einen Verlag zu finden. Dann stieß er auf das Projekt 100fans.de, das als erste Plattform auf dem deutschen Markt auf Bücher zugeschnittenes Crowdfunding anbietet.

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Fünf junge Menschen in einer Nacht in Berlin

Nicht nur das Manuskript, auch das Cover ist schon fertig
Nicht nur das Manuskript, auch das Cover ist schon fertig

Auf diesem Weg soll "Vom frommen Tanz der Wölfe" nun im kommenden Jahr erscheinen. Die Idee von 100fans.de ist simpel: Erhält ein Roman-Projekt innerhalb von zehn Wochen 100 Vorbestellungen (= Fans), wird der Text professionell lektoriert und gedruckt.

Das Ziel ist nicht unrealistisch, auch wenn bis 17. Dezember derzeit noch 88 Fans fehlen – denn der Roman dreht sich um den legendären Berliner Szeneclub Berghain. Die Handlung spielt in einer einzigen Nacht und verfolgt fünf verschiedene Protagonisten bei ihren verflochtenen Abenteuern durch die Großstadt.

Da ist zum einen Tom, der eigentlich mit seinem zehn Jahre älteren Freund zusammenlebt und ein sturmfreies Wochenende für die ersten Drogeneskapaden nutzen will. Da ist Lena, die für ihre WG Drogen besorgt und versucht ihrer Affäre mit ihrer Mitbewohnerin Laurence auszuweichen. Viktor hat mit Ende Zwanzig erst sein Coming-out erlebt und sich in einen Jungen verknallt, der ihm im Berghain vorgestellt wurde. Lars, Viktors Crush aus dem Berghain, entscheidet sich spontan dazu, zusammen mit Lena zu feiern. Der junge Schwede Erik hat es endlich geschafft, den Dealer Simon abzuschleppen, und macht die ersten Erfahrungen mit Sex auf Drogen.

Die letzten Wehen der Adoleszenz im Techno-Club

Kevin Junk betreibt u.a. das Blog "wolf auf tausend plateaus"
Kevin Junk betreibt u.a. das Blog "wolf auf tausend plateaus"

Die Geschichten der fünf Protagonisten sind verwoben und es ist das Berghain, das die Fäden immer wieder zusammenführt. Sie alle erleben die letzten Wehen ihrer Adoleszenz auf der Bühne eines Clubs, der seit Jahren im Zentrum der Aufmerksamkeit steht: vom schwulen Underground-Phänomen zum besten Club der Welt zum Touristenmagnet.

"Vom frommen Tanz der Wölfe" sei kein Roman über das Berghain per se, sagt Kevin Junk gegenüber queer.de, "aber der Text stellt die Frage, was es bedeutet, heute in Berlin jung zu sein, feiern zu gehen, Drogen zu nehmen, Sex zu haben, nach Liebe zu suchen und zu Techno zu tanzen." Er selbst habe viele Nächte im Berghain verbracht, räumt der 1989 geborene Autor ein. "Anstatt eines plakativen Selbstentblößungsrituals habe ich versucht. eine Erfahrung in Literatur zu gießen, die für mich zeitgenössischer nicht sein könnte."

Junk lebt als freier Journalist und Autor in Berlin und ist Mitherausgeber des ÜBERGANG Magazins für queere Kultur und Literatur. "Vom frommen Tanz der Wölfe" ist sein erster Roman. (cw)

Links zum Thema:
» Das Crowdfunding-Projekt auf 100fans.de
» Online-Leseproben
» Fanpage auf Facebook
» Kevin Junks Blog "wolf auf tausend plateaus"
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Tags: berghain, kevin junk, crowdfunding, 100fans, techno, drogen
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Reaktionen zu "Geschichten aus dem Berghain"


 5 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
17.11.2013
11:18:21


(+4, 4 Votes)

Von antos
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Ohne Facebookaccount like ich halt hier: Schon die wenigen Probepassagen haben so viel mehr zu bieten, als z. B. ein Text wie "Strobo" auf über 200 Seiten nur verspricht, oder nein, anders, der Herr Airen hat ja nicht mal irgendwas versprochen, nicht mal sich selbst, dazu steckt er zu tief im Biographismus (über den Kevin Junk hinaus will, guter Vorsatz, viel Glück!), der hat einfach dumpf Seiten gefüllt, Kartoffeldruck on pills, und den Ennui produziert statt ihn zu gestalten - und andere haben's als 'Lebensgefühl' gehypt].


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#2
17.11.2013
17:53:04


(0, 2 Votes)

Von ehemaligem User LangsamLangsam
Antwort zu Kommentar #1 von antos


Kann sein. Trotzdem, bestätigt sich das Klischee, daß es in Berlin, offenbar besonders unter Schwulen, nur das Thema Drogen und Sex gibt. Auf Dauer ist das ziemlich armselig. Es ist immer gleich. Haben junge berliner Autoren keine anderen Themen zu bieten? Ich glaube schon. Wäre doch mal ne schöne Sache, wenn ein schwuler Autor, ein Buch schreibt, was nicht nur Schwule lesen. Coming-out, Sex auf Drogen... Berghain, zu meiner Zeit Ostgut. Wenn ich mich anstrenge und Zeit hätte, kann ich das auch. Das ist alles so vorhersehbar. Ein paar Leser wird es aber sicher geben.


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#3
17.11.2013
18:34:23


(+4, 4 Votes)

Von antos
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von LangsamLangsam


"Haben junge berliner Autoren keine anderen Themen zu bieten? Ich glaube schon."

Wenn Kevin Junk, um dessen Roman es in dem PR-Artikel oben geht, nicht wider Erwarten ein neuer hipper Deckname für alle 'jungen Berliner Autoren' ist und er nun mal dieses Setting und diese Themen gewählt hat, ist es doch Unsinn, sich hier andere Themen zu wünschen, oder?

"Das ist alles so vorhersehbar."

Klar, weil er ein Genre bearbeitet. Dabei zählt, wie er mit dessen Regeln literarisch fasst und bricht, nicht dein oder mein moralisches Urteil ["Drogen und Sex...auf Dauer ziemlich armselig". Finde ich ja übrigens auch!].


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#4
17.11.2013
21:16:21


(-2, 2 Votes)

Von Gerhard


Diese apolitischen, vergnügungsüchtigen Hipster stressen :D


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#5
19.11.2013
09:51:54


(+1, 1 Vote)

Von maaaartin


"der Text stellt die Frage, was es bedeutet, heute in Berlin jung zu sein, feiern zu gehen, Drogen zu nehmen, Sex zu haben, nach Liebe zu suchen und zu Techno zu tanzen."

wahrscheinlich heißt es auch nicht viel mehr als vor 20-25 jahren...


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