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  • 17.11.2013           6      Teilen:   |

Rede von Thomas Ostermeier

St. Petersburg: Schaubühne-Regisseur kritisiert "Propaganda"-Gesetz


Thomas Ostermeier setzte in St. Petersburg ein Zeichen

Der Künstlerische Leiter der Berliner Schaubühne, der Regisseur Thomas Ostermeier, hat am Samstag ein Gastspiel in St. Petersburg dazu genutzt, das russische Gesetz gegen "Homo-Propaganda" zu kritisieren.

Im Rahmen des "Winter-Festivals" im Theater der Jugend wurde – ausgerechnet – "Tod in Venedig" aufgeführt, auf Deutsch mit russischer Simultanübersetzung. Nach dem Stück betrat Ostermeier die Bühne und sagte auf Englisch, man habe im Vorfeld lange diskutiert, ob man nach St. Petersburg habe kommen sollen.

Leute hatten, nach meiner Ansicht aus gutem Grund, Angst, hierher zu kommen, denn, wie Sie wissen: Es gibt ein neues Gesetz in Russland, und wir hatten Angst.


Nach Lachern und Applaus aus dem überwiegend jungen Publikum fuhr er fort:

Das ist die Reaktion, die ich von jedem bekommen habe, wenn ich mit Leuten in Russland gesprochen habe. Da gibt es großes Gelächter, und ich stimme zu: Das ist ein großer Lacher, dieses Gesetz. Trotzdem wollen wir Sie bitten, dass vielleicht beim nächsten Mal, wenn wir hierher kommen, es keinen Grund mehr gibt, dieses Gesetz zu befürchten. Weil dieses Gesetz nicht mehr existiert.


Erneut Lacher und Applaus.

Wir wollen diese Aufführung der Gay Community in Russland widmen. Vielen Dank.


Ein Teil-Mitschnitt der Rede, bei dem das Ensemble hinter dem Regisseur stand, hat sich seitdem auf Youtube verbreitet, mit russischen Untertiteln. Auch die russische Zeitung "Fontanka" berichtete von der Ansprache.



Am Sonntag steht "Tod in Venedig", ein Koproduktion mit dem Nationaltheater der Bretagne in Rennes, erneut auf dem Programm. Im August hatte der Schaubühne-Dramaturg Marius von Mayenburg bereits eine Reise zur Premiere seines Stücks "Der Stein" in Moskau abgesagt und das in einem offenen Brief mit der Situation von Schwulen und Lesben in Russland begründet (queer.de berichtete). (nb)

Bild: Jean-Charles Mourisseau, wiki commonos, cc by sa 3.0

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Tags: russland, st. petersburg, homo-propaganda, berlin, schaubühne, thomas ostermeier, tod in venedig
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Reaktionen zu "St. Petersburg: Schaubühne-Regisseur kritisiert "Propaganda"-Gesetz"


 6 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
17.11.2013
12:40:23


(+5, 11 Votes)

Von Felix


Die Kritik ist natürlich vollkommen berechtigt!

Nur interessiert sie in Russland niemanden, solange die wirtschaftlich damit durchkommen.

Fakten und Argumente werden von Faschisten immer wieder ignoriert. Nur die Sprache des Geldes kann wirklich etwas verändern. Also bringen nur Boykotte wirklich etwas!


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#2
17.11.2013
15:13:41


(+8, 8 Votes)

Von Dennis
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Chapeau. Da braucht es schon Mut eine solche Aussage zu machen.

@ Felix

Nur die Sprache des Geldes kann wirklich etwas verändern. Also bringen nur Boykotte wirklich etwas!

In der Theorie - im Prinzip stimme ich dir zu. Doch das wird einfach deshalb nicht funktionieren weil der "Profit der Investoren und Sponsoren über die Menschenrechte" geht. Die Verflechtung des IOC mit der Politik und den Sponsoren, Investoren sind nicht nur zu eng sondern das IOC ist wirtschaftlich wie auch politisch von den Globalen Unternehmen - Sponsoren abhängig. Im Fall von Russland kommt da noch eine Energieversogungsabhängigkeit einiger Europäischer Länder dazu.


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#3
17.11.2013
15:27:20


(+7, 9 Votes)

Von mensch


Bravo!

Das kann auch der Text für deutsche Offizielle sein,
wenn sie die Russische Filmwoche in der Hauptstadt Berlin mit ihrer Anwesenheit beehren.

Link zu www.queer.de


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#4
17.11.2013
16:02:41


(+2, 6 Votes)

Von Wirklich
Antwort zu Kommentar #1 von Felix


Ihre sechs Zeilen haben mehr bewirkt?


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#5
18.11.2013
10:10:35


(0, 2 Votes)
 
#6
19.11.2013
17:38:34


(+1, 1 Vote)
 


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