Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?20465

Michael Kauch gehörte dem Deutschen Bundestag von 2003 bis 2013 an (Bild: FDP-Bundestagsfraktion)

Der frühere FDP-Bundestagsabgeordnete Michael Kauch ist am Sonntag in Köln zum Bundesvorsitzenden der Liberalen Schwulen und Lesben gewählt worden.

Der 46-jährige Kreisvorsitzende der FDP Dortmund löst damit den bisherigen LiSL-Chef Manfred Donack ab, der vergangenen Monat die SPD für ihre Koalitionsverhandlungen mit der Union scharf attackiert hatte (queer.de berichtete). Via Facebook kündigte Kauch an, er wolle nach dem Ausscheiden seiner Partei aus dem Bundestag die liberale CSD-Kampagne sichern. "Außerdem wollen wir die Mitgliederzahl verdoppeln und die FDP bei den kommenden Wahlen mit Inhalten und Aktionen unterstützen", so Kauch. Nachdem die rechtliche Gleichstellung "weit vorangekommen" sei, wolle er sich nun "stark der gesellschaftlichen Gleichstellung zuwenden", erklärte der FDP-Politiker weiter.

Die Liberalen Schwulen und Lesben haben sich als Verein am im Juni 2010 in Gummersbach gegründet. Die Gruppe war bislang weit weniger in der Öffentlichkeit aktiv als etwa die Lesben und Schwulen in der Union (LSU) oder die sozialdemokratischen Schwusos.

Kauch war der Koordinator der FDP-Fraktion für Schwulen- und Lesbenpolitik, bis die Partei im September an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterte. Er gehörte letztes Jahr zu den vier Liberalen, die gegen ihre eigene Fraktion im Bundestag für die Gleichstellung von eingetragenen Lebenspartnern mit heterosexuellen Eheleuten stimmte (queer.de berichtete). (dk)



23 Kommentare

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 sperlingAnonym
  • 18.11.2013, 22:32h
  • die spannende frage wäre für mich: warum durfte sich kauch herausnehmen, gegen die eigene fraktion zu stimmen? warum durften andere das nicht?

    eure ideen?
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Jürgen WenkeAnonym
  • 19.11.2013, 08:32h
  • Nicht vergessen: Kauch ist Mitglied der FDP - die Funktionäre dieser Partei sind nicht nur für die weiter bestehende rechtliche Diskriminierung von Schwulen und Lesben verantwortlich, dadurch dass sie der Verfassungsbruchkoalition unter Merkel angehört haben, diese Partei ist auch maßgeblich für die neoliberale Antisozialpolitik verantwortlich, die die Kluft zwischen Arm und Reich in der BRD weiter hat wachsen lassen.
    Kauch und Co vertreten nicht die Interessen von Schwulen und Lesben, es ist immer Eigennutz, was sie antreibt.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 SebiAnonym
  • 19.11.2013, 09:18h
  • Wo ist denn bitteschön die rechtliche Gleichstellung "weit vorangekommen"?

    Da die FDP (inkl. Herrn Kauch) der Union geholfen hat, alles weitere zu verhindern, hat es nur dort Fortschritte gegeben, wo das von Gerichten erzwungen wurde. Auch wenn die FDP das gerne als ihren Erfolg verkaufen würde, so ist das Gerichten zu verdanken, die das erzwungen haben - eben weil Schwarz-Gelb blockiert hat.

    Ansonsten gibt es z.B. noch über 100 Diskriminierungen der eingetragenen Partnerschaft gegenüber der Ehe. Es gibt weiterhin ein diskriminierendes Adoptionsrecht. Art. 3 GG ist weiterhin diskriminierend. Und im AGG gibt es nur für Schwule und Lesben die Ausnahme, dass man uns diskriminieren darf.

    Ich stelle fest:
    die FDP (inkkl. Michael Kauch) hat aus ihrem Wahldesaster rein gar nichts gelernt und versucht immer noch, die Wähler zu verarschen...

    Halten die uns wirklich für so dumm?!
  • Antworten » | Direktlink »
#5 MarekAnonym
  • 19.11.2013, 09:36h
  • Wen interessiert denn noch, was die FDP oder irgendwelche FDP'ler machen?

    Diese verlogenen Opportunisten, die nur auf die eigene Karriere gucken und nichts ohne Hintergedanken machen, haben endgültig und für immer verschissen....

    Die können mit ihren Manipulationen und Faktenverdrehungen aufhören - darauf fallen wir nicht mehr rein...
  • Antworten » | Direktlink »
#6 UweBerlinProfil
  • 19.11.2013, 13:33hBerlin
  • Glückwunsch.

    Einer der SEHR wenigen FDP ler, die engagiert für Bürgerrechte eintreten und einer der sehr wenigen Gründe, die für eine Fdp Wahl gesprochen hätten.

    Leider ist aus dem großen Rest der Partei ein Armutszeugnis geworden.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 -hw-Anonym
#8 stromboliProfil
  • 19.11.2013, 14:08hberlin
  • Antwort auf #2 von sperling
  • nun, wer wollte kauch auch nackt darstehen sehn..
    Das war das feigenblatt, umgehängt an der gesellschaftlich delikaten stelle.

    Btw.. nun wird die geschmierte postenverteilungsstrategie zwecks überwinterung gestartet..
    neue posten, neuer glanz.
    Was sich mit der "position zudem nun alles anfangen lässt, beirat im waldschlösschen, lsvd, hirschfeld...? Den werden wir so schnell nicht mehr los.. selbst wenn die partei unter 5% sich auflösen sollte..
    Dann geht der in die gewandelte grüngelbe partei die sich dann vermutlich grün-liberale begünstigungspartei - kurz glb nennen wird...

    Da eröffnen sich tiefe einblicke in kommende seilschaften und parteien übergreifendem postengeschacher.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 TheDad
  • 19.11.2013, 14:11h
  • Antwort auf #6 von UweBerlin
  • Was gibt es da zu Beglückwünschen ?

    Die LiSL sind eine Gruppe innerhalb der FDP, und die Wahl Kauch´s logische Konsequenz aus seiner parlamentarischen Arbeit im Bundestag..

    Eine Meldung, gar eine Sensation wäre es gewesen wenn dieser Job nun Westerwelle angetragen worden wäre..

    Mich wundert dabei eher, das er diesen Job nicht schon vorher inne hatte..
    Das hätte zwar sein Abstimmungsverhalten auch nicht unbedingt signifikant verändert, aber vielleicht hätte er mehr Einfluß auf Parteimitglieder ausüben können sich z.B. nicht wie im Januar noch gegen die Gleichstellung im Steuerrecht zu wenden..
  • Antworten » | Direktlink »
#10 Marcus TulliusAnonym