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Andrew Scott ist in der neuen Fernsehserie "Legacy" mit russischem Akzent unterwegs (Bild: BBC)

Der Schauspieler, der in beliebten BBC-Serie "Sherlock" den Bösewicht Moriarty spielt, hat sich in der britischen Presse mit Hinweis auf homophobe russischen Gesetze geoutet.

Der 37-jährige Schauspieler Andrew Scott hat in der Londoner Tageszeitung "Independent" erstmals über seine Homosexualität gesprochen. Als Anlass für das Coming-out nannte er das Gesetz gegen Homo-"Propaganda" in Russland.

Der Ire erklärte, dass er für seine nächste Rolle einen russischen Akzent lernen musste und Probleme damit hatte, Quellen zu finden: "Es gibt nicht viel Filmmaterial mit Russen, die Englisch als Fremdsprache sprechen. Also habe ich mir zuerst Wladimir Putin auf Youtube angeschaut. Als er das Anti-Homo-Gesetz im Sommer eingebracht hat, habe ich stattdessen Rudolf-Nurejew-Videos angeschaut. Es war eine Art zweite Nurejew-Lossagung". Nurejew war ein schwuler Startänzer aus der Sowjetunion, der Anfang der 1960er Jahre in den Westen übergelaufen ist und später Österreicher wurde.

Bereits im August hatte sich mit Wentworth Miller ("Prison Break") ein TV-Star aus Protest gegen die Politik Russlands geoutet (queer.de berichtete). Miller lehnte damals zu seinem Coming-out die Einladung zu einem Filmfestival in St. Petersburg ab.

Youtube | Ein böser Bub: Moriarty (Andrew Scott) ärgert Sherlock Holmes (Benedict Cumberbatch)

"Ich will nur meinen Job weitermachen"

Scott zeigte sich Interview besorgt darüber, dass er wegen seiner Homosexualität als Schauspieler in bestimmte Schubladen gesteckt wird: "Dankenswerterweise sieht man heute Homosexualität nicht mehr als Charakterschwäche an. Aber sie ist auch keine Tugend, wie es etwa Freundlichkeit ist. Oder auch kein Talent wie das Banjo-Spielen. [Die sexuelle Orientierung] ist einfach eine Tatsache. Natürlich ist sie Teil meiner Person, aber ich will damit nicht damit für mich werben". Er sei eine sehr private Person, was für einen Schauspieler wichtig sei. "Echt, ich will nur meinen Job weitermachen, der daraus besteht, möglichst viele verschiedene Leute darzustellen", so Scott.

In Deutschland ist Scott vor allem durch die Detektiv-Serie "Sherlock" bekannt, in dem er den Holmes-Widersache Moriarty spielte. Sie wurde synchronisiert in der ARD-Hauptsendezeit gezeigt. Für seine Darstellung erhielt er 2012 den britischen Fernsehpreis BAFTA als bester männlicher Nebendarsteller. Seine erste Hauptrolle hatte er bereits 1996 im irischen Film "Korea" gespielt. Danach wirkte er in Filmen wie "Der Soldat James Ryan", "Nora" sowie in vielen britischen Theater- und TV-Produktionen mit. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 FinnAnonym
#3 goddamn liberalAnonym
#4 RobinAnonym
  • 20.11.2013, 10:30h
  • Antwort auf #2 von Finn
  • Ja, und gerade bei Promis ist das sehr wichtig!

    Damit die Heteros sehen, dass auch ihre Idole schwul bzw. lesbisch sind.

    Und natürlich auch für Jugendliche, die Vorbilder brauchen...
  • Antworten » | Direktlink »
#5 Pro PropagandaAnonym
#6 RobinAnonym