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  • 20.11.2013           11      Teilen:   |

Homo-Hass

Scott Lively: Russische Nazis sind schwul


Scott Lively sieht wie ein netter Märchenonkel aus, ist aber einer der lautstärksten Homohasser in den USA und will seine Ideologie weltweit verbreiten.

Der einflussreiche US-Pfarrer Scott Lively behauptet, dass Heterosexuelle keine Schuld an homophoben Übergriffen in Russland trifft.

In den letzten Monaten haben amerikanische Homohasser mit immer größerer Bewunderung auf Russland geschaut. Auch in diesen Ländern verbreiten sie ihr Gift. So behauptete Paul Cameron vom Family Research Institute, der vergangenen Monat von Duma-Abgeordneten nach Russland eingeladen wurde, dass Schwule nur darauf aus seien, Kinder sexuell zu missbrauchen (queer.de berichtete)

Homosexuelle sollen nach dieser Logik nicht nur Sexualverbrecher sein und die Wirtschaft und Sozialordnung zum Kollabieren bringen, sondern sie sollen selbst an homophober Gewalt schuld sein. Besonders perfide ist dabei das Weltbild des Pfarrers Scott Lively von der evangelikalen Kirchengemeinde "Abiding Truth Ministries". Er hat sich bislang schon wiederholt im Ausland engagiert: So gründete er eine homofeindliche Kirchengemeinde in Lettland und half Parlamentariern in Uganda, einen Gesetzentwurf zur Einführung der Todesstrafe für Homosexuelle zu verfassen. Nach einem Bericht von Rightwingwatch vom Dienstag hat er nun erklärt, dass die Gewaltausbrüche gegen Schwule nicht von aufrechten Heterosexuellen durchgeführt werden, sondern ein Problem von Schwulen selbst seien:

In Russland gibt es Nationalisten. Das sind Nazis, die selben Nazis, über die ich in meinem Buch "Das rosa Hakenkreuz: Homosexualität und die NSDAP" geschrieben habe. Dort passiert genau das gleiche: Die Typen, die Schwule in Russland zusammenschlagen – und das passiert nicht häufiger als früher und ist ohnehin sehr selten – diese Typen sind maskuline Homosexuelle, die weiblich agierende Homosexuelle zusammenschlagen. Das selbe ist damals in Deutschland passiert: Das ist Kriminalität unter Homosexuellen.


In dem bereits 1995 veröffentlichten Machwerk vom "rosa Hakenkreuz" argumentiert Lively, dass die NSDAP nur so brutal vorgegangen ist, weil in der Partei so viele unmoralische Schwule aktiv gewesen seien. Außerdem hat er einen Ratgeber für Eltern geschrieben, die damit ihre Kinder "sicher vor Rekrutierungsversuchen von Homosexuellen" machen könnten, und zwei weitere Bücher, in denen er über die "Gay Agenda" herzieht und darüber fantasiert, wie man die "schwule Bewegung" besiegen kann.

Wegen der in der amerikanischen Verfassung garantierten freien Meinungsäußerung kann ihm niemand diese Aussagen verbieten, auch wenn er mit dieser aggressiven Rhetorik in der realen Welt Übergriffe auf "dämonische" Homosexuelle provoziert. Allerdings haben ihn Homo-Gruppen Anfang des Jahres wegen "Verbrechens gegen die Menschlichkeit" angezeigt, weil er für die Verfolgung von Homosexuellen in Uganda mitverantwortlich sei (queer.de berichtete). Das Verfahren läuft noch. (dk)

Hier ein älteres Video, in dem Lively die Gründe von Homosexualität erklärt. Darin fallen allen Ernstes Sätze wie "Ich habe noch nie eine Lesbe getroffen, die nicht als Kind sexuell missbraucht wurde" oder "In Amerika und England rebellieren Jugendliche heutzutage, indem sie sich schwul verhalten".

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Tags: evangelikale, scott lively, russland
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Reaktionen zu "Scott Lively: Russische Nazis sind schwul"


 11 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
20.11.2013
16:52:50


(-3, 7 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby


Klar ist, homo- und bisexuelle Männer sind Mit- oder sogar Haupttäter.
Die Ursache das Homos selbst LGBT vergewaltigen, foltern, verfolgen und töten, liegt aber natürlich daran, dass Menschen überhaupt aufgrund ihrer sexuellen Veranlagung/ ihres Geschlechts - noch bis heute - ausgegrenzt sind.
Leider entpuppen sich immer wieder die eifrigsten LGBT-Rechte-Gegner als homo- oder bisexuell.
Wäre deshalb kaum verwundert, handelte es sich bei diesem Homohasser Lively gar nicht um einen "aufrechten Hetero".

Link zu www.sueddeutsche.de


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#2
20.11.2013
17:27:06


(+11, 13 Votes)

Von Finn


Diese kruden Theorien, die nicht nur faktisch falsch sind, sondern auch noch logisch inkonsistent, sind eigentlich nur noch zum lachen.

Das schlimme ist nur, dass es immer noch genug Deppen gibt, die das glauben.

Oder um es mit der Bild zu sagen:
Jede Dummheit braucht jemanden, der noch dümmer ist und es glaubt.


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#3
20.11.2013
17:45:12


(+4, 8 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Wann wird dieser Typ endlich weggesperrt?


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#4
20.11.2013
19:43:44


(-3, 9 Votes)

Von MeineFresse


So sehr ich diesen Mann auch verabscheue, ich vermute, dass er da zumindest teilweise Recht
hat.
Bei diesem Erfinder von Occupy Pedophilia, Maximilian irgendwas (Spitzname Tesak), bin ich sogar sehr sicher.

Der Aufwand den sie betreiben, um schwule Männer (und nur Männer bzw. Jungen. Keine Mädchen, selbst wenn sie sich mit älteren Männern zum Sex treffen. Obwohl man ja gegen "Pädophilie" und "Gerontophilie" ist) "dingfest" zu machen, die sexualisierten Mißhandlungen und teilweise Vergewaltigungen, das klingt schon sehr nach sublimiertem Ausleben von homosexuellen Anteilen.

Allerdings macht das die Sache natürlch nicht besser und nachweisen kann man es auch nicht.


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#5
20.11.2013
21:48:28


(+4, 6 Votes)

Von LoreleyTV


Zu meiner Person als Edeltunte kann ich nur sagen,daß ich von den meisten Schwulen gehaßt werde. Verbale Beleidigung von den Schwulen erlebe ich sehr oft. Z.B. wurde mir in einer Schwulengruppen öffentlich gesagt,bei Adolf Hitler wärest du vergaßt worden. Oder eine Person wie ich es bin,müßte in den tiefsten Keller eingesperrt werden, ich dürfte erst wieder in der Öffentlichkeit erscheinen,wenn die Hetero Gesellschaft toleranter geworden wäre.Ich wäre daran schuld,daß Heteros sich über Schwule lustig machen, usw. usw.Ihr lieben Tuntenhasser,obwohl Euer Verhalten erschreckend ist,mich erreicht Ihr nicht, so traurig es auch ist,ich kann nur über das Verhalten von Tuntenhassern lachen.


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#6
20.11.2013
22:50:38


(+4, 4 Votes)

Von Linu86
Aus Aachen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 20.09.2008
Antwort zu Kommentar #5 von LoreleyTV


Gut, dass du es so siehst. Ich hatte früher auch etwas gegen Tunten, weil ich dachte dass sie an dem "Hass" auf uns Schwule schuld wären. Lag wohl auch an meinem mangelnden Selbstbewusstsein im Bezug auf meine sexuelle Orientierung. Irgendwann kam ich dann zu dem Ergebnis, dass nur der Hassende am hassen schuld ist, und nicht umgekehrt. We are one!


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#7
21.11.2013
01:00:01


(+4, 4 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Habe ich das nun richtig verstanden ?

Der Mann behauptet Homophobie entsteht aus verdrängter eigener Homosexualität der Täter ?

Hatte der Mann damit nicht gerade eben sein Couming Out ?

Fragen über Fragen..


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#8
24.11.2013
13:23:24


(0, 2 Votes)

Von Sveni Mausi


Man kann gar nicht so viel fressen, wie man kotzen will ...


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#9
27.11.2013
10:30:04


(+4, 4 Votes)

Von ehemaligem User Smiley
Antwort zu Kommentar #5 von LoreleyTV


Hätten alle Schwulen nur die Hälfte des Mutes und der Charakterstärke der Tunten, der drag queens, es wäre besser bestellt um uns alle.

Sie sind es die sich nicht verstecken und verstellen wollen und dementsprechend Druck und Haß und Drangsal von allen Seiten ausgesetzt sind. Tatsächlich waren es vornehmlich die Tunten in Pumps und Fummel die rund um das Stonewall der Polizei Gefechte geliefert haben.

Sie waren und sind die Auslöser und Fixpunkte um die herum sich die LGBT-Bewegungen gebildet haben.

Ich habe auch vor langer Zeit einmal geglaubt daß es der Heterowelt leichter fällt Schwule und Lesben zu akzeptieren wenn die "schrillen Figuren" etwas weniger schrill wären. Tatsächlich ist das schlicht dumm. Denn die Mehrheitsgesellschaft wird uns nicht entgegenkommen wenn wir unsichtbar werden. Im Gegenteil, sie werden unsere Existenz schlicht bestreiten.

Unsichtbar sein, sich verbiegen und verbiegen lassen heißt das Spiel des Feindes spielen. Wie sich an den Taten des Herrn Lively sehen läßt, siehe >Uganda, einen Gesetzentwurf zur Einführung der Todesstrafe für Homosexuelle< ein tödlich gefährliches Spiel.


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#10
28.11.2013
20:03:49


(+2, 4 Votes)

Von antos
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von reiserobby


Klar doch, die ärgsten Antisemiten könnten ja zum Beispiel auch selbst Juden gewesen sein, und waren es in den USA nicht sogar viele Schwarze bzw. "Neger" [zit. nach P. Langstrumpf, Ges. Werke], die sich jahrzehntelang mit Wort, Bild und Klang für eine strikte Rassentrennung engagiert haben?

Nein, da können sich schwule Psychologen und sonstige Denker mit ihren klaren Erkenntnissen die Finger zu Stummeln tippen, der alte Schmäh, nach dem von diversen Ideologien getriebene Schwulenhasser 'eigentlich' selbst schwul wären oder so irgendwie irgendwo 'schwule Anteile' hätten oder vielleicht sogar 'ein schwules Kind in sich' [höchst wahrscheinlich ein kleines weinendes Mädchen!], der hält sich bei allen Hobbypsychologen zäh. Seit der Erfindung der 'Homophobie' in den späten 60ern durch den Psychotherapeuten George Weinberg folgen wir brav dieser Interpretation - und was hat sie uns gebracht?

Listen and repeat:
Link:
psychology.ucdavis.edu/rainbow/html/Beyond_Homopho
bia_2004.PDF


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