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  • 21.11.2013           25      Teilen:   |

Keine Kompromisse!

Hasselfeldt: Große Koalition wird CSU-Familienpolitik machen

Während in Frankreich und England Schwule und Lesben gleichgestellt werden, beharrt CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt auf der Schlechterstellung von deutschen Homo-Paaren - Quelle: Deutscher Bundestag / Lichtblick / Achim Melde
Während in Frankreich und England Schwule und Lesben gleichgestellt werden, beharrt CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt auf der Schlechterstellung von deutschen Homo-Paaren (Bild: Deutscher Bundestag / Lichtblick / Achim Melde)

Gerda Hasselfeldt hat in der "Welt" erklärt, dass verpartnerte Homo-Paare weiterhin weniger Rechte haben sollen als heterosexuelle Eheleute.

Am Rande der Koalitionsverhandlungen gibt sich die CSU weiterhin kompromisslos beim Thema Homo-Rechte: CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt erklärte nun in der "Welt", dass verpartnerte Homo-Paare weiterhin weniger Rechte haben sollen als heterosexuelle Eheleute.

In dem Interview betonte die 63-Jährige, dass die Familienpolitik der Großen Koalition "deutlich die Handschrift der Union" trage, insbesondere die der CSU: "Das Betreuungsgeld wird es weiterhin geben. Die Ehe bleibt etwas anderes als die Lebenspartnerschaft. Ein volles Adoptionsrecht für eingetragene Lebenspartner lehnen wir ab. Wer auch immer Minister wird, muss sich darauf einstellen, eine gute Portion CSU-Familienpolitik zu machen".

Sie erklärte weiter, dass die SPD-Familienpolitikerin Manuela Schwesig und die CSU "sicher keine engen Freunde" werden. Schwesig hatte nach einer Verhandlungsrunde die Koalition in Frage gestellt, sollte sich die Union beim Thema Homo-Rechte nicht bewegen (queer.de berichtete). Die Union soll bislang nur angeboten haben, die Sukzessiv-Adoption für verpartnerte Paare zu gestatten. Das muss der Bundestag nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Februar allerdings ohnehin verabschieden (queer.de berichtete).

Die endgültige Entscheidung über den Koalitionsvertrag werden in der kommenden Woche die Parteichefs Angela Merkel, Horst Seehofer und Sigmar Gabriel treffen. Die SPD-Mitglieder müssen anschließend darüber abstimmen. Am Schluss könnte als Kompromiss der Satz stehen, dass die Koalition darauf "hinwirkt", dass "bestehende Diskriminierungen in allen gesellschaftlichen Bereichen beendet werden". Diese Formulierung machte in den letzten Wochen immer wieder die Runde.

Hasselfeldt hat sich bereits mehrfach gegen Homo-Rechte ausgesprochen. Im letzten Jahr begründete sie das mit der Behauptung, dass die Zukunft in heterosexuellen Familien liege, nicht in homosexuellen Lebenspartnerschaften (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: gerda hasselfeldt, koalitionsverhandlungen, csu
Schwerpunkte:
 Homo-Ehe in Deutschland
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Reaktionen zu "Hasselfeldt: Große Koalition wird CSU-Familienpolitik machen"


 25 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
21.11.2013
11:45:17


(+8, 10 Votes)

Von Yannick


"Am Rande der Koalitionsverhandlungen gibt sich die CSU weiterhin kompromisslos beim Thema Homo-Rechte"

Dann sollte die SPD auch kompromisslos bleiben!!

Wenn die Union nicht mal ein wenig in Richtung Kompromiss gehen will (obwohl die Mehrheit des Parlaments, die Mehrheit der Bürger und das höchste deutsche Gericht das fordern), dann sollte es eben keine Große Koalition geben!

Soll Frau Merkel doch gucken, wo sie ihre Mehrheiten her bekommt...


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#2
21.11.2013
11:51:00


(+7, 9 Votes)

Von Sebi


"Die Union soll bislang nur angeboten haben, die Sukzessiv-Adoption für verpartnerte Paare zu gestatten. Das muss der Bundestag nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Februar allerdings ohnehin verabschieden "

Damit zeigt die Union nur wieder mal, dass sie auf Demokratie und Rechtssaatlichkeit scheißt....

Die müssen das Urteil des höchsten Gerichts so oder so umsetzen!! Ob es ihnen passt oder nicht!!

Das ist kein Kompromissangebot oder sonstwas, sondern reine Verarsche!

Wenn die SPD mit denen koaliert, wird die SPD für immer unwählbar werden - egal ob Bundestagswahl, Landtagswahl, Europawahl oder Kommunalwahl.


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#3
21.11.2013
12:00:56


(+6, 8 Votes)

Von Robin


Wie sehr kann man noch vom Hass zerfressen sein?!


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#4
21.11.2013
12:21:18


(+5, 7 Votes)

Von stephan
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Wo steht denn in der perversen Wertehierarchie der CSU z.B. ein durch die Gegend v*gelnder CSU-Vorsitzender? Auch F.-J. Strauß hatte in fortgeschrittenen Jahren eine Affäre mit einer Abiturientin, die er mit dem Motorrad vom Gymnasium abholte.

Vielleicht sollte uns Frau Hasselfeldt erst einmal die Grundsätze der CSU-Familienpolitik definieren. Eine geschiedene Frau Merkel oder dieser Seehofer wären doch vor einigen Dekaden nicht einmal im Vorstand einer Sparkasse tragbar gewesen!

Man muss schon von besonderer Dummheit sein, auf 'Familienwerte' zu pochen, die von der eigenen Spitze geschleift werden!


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#5
21.11.2013
12:34:29


(+6, 8 Votes)

Von Dumme Pute


Frau Hasselfeldt,
auch wenn Sie noch so hinterweltlerichen, mittelalterlichen Stuss zur Gleichstellung von sich geben.. es nutzt nichts. Wir haben Karlsruhe und dort sitzen Menschen, die erstens demokratisch sind und zweitens schon im 21. Jahrhundert angekommen sind. Wie oft wollen Sie noch diesen bigotten Blödsinn von Familie von sich geben. Hat ja bei Ihnen auch nicht geklappt. Aber wenn Heteros keine Ehe hinkriegen, dann ist das ganz was anderes. Und Ihr Chef ist noch besser. Wunderbare Familienverhältnisse, zum zweiten Mal verheiratet und noch ein Kind mit einer Geliebten. Denken Sie auch manchmal, bevor Sie sprechen? Die CSU sitzt so was von derart wunderbar im Glashaus, die sollte bitte nicht über andere Familienmodelle reden. Und warum soll sich Deutschland nach so einer Winzlingspartei wie der CSU richten? Ist geradezu grotesk, was Bayern so von sich gibt. Uneheliche Kinder, geschiedene Paare, angestellte Familienangehörige, versenkte Banken, Skandale über Skandale und gerade Sie treten als die fleischgewordene Moral auf. Gerade Sie und die CSU. Bigott, verlogen, undemokratisch, homophob, menschenverachtend, rückwärtsgewandt und recht talentfrei. Aber Sie werden schon an die Wand gefahren, wie mich das freut. Karlsruhe hat Sie schon mehrmals vorgeführt und blamiert.


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#6
21.11.2013
12:40:27
Via Handy


(+6, 8 Votes)

Von David77


Wer jetzt noch immer cdsu und deren mehrheitsbeschaffer wählen will muss bescheuert sein!

übrigens liegt die zukunft im MIT- und nicht gegeneinander, liebe csu!


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#7
21.11.2013
13:05:26


(+7, 9 Votes)

Von Tobi Cologne


Die SPD darf dieser scheinheiligen, menschenverachtenden Hass-Partei nicht die Mehrheit sichern! Punkt!

Tut die SPD das doch, ist sie genauso ein Unions-Schoßhündchen wie die FDP, die für die Macht alles tut!

Und damit hat die SPD es dann auch nicht besser als die FDP verdient...


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#8
21.11.2013
13:57:45


(+4, 6 Votes)

Von Stephen
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Naja, wo eben hoch die Kanzel und niedrig der Verstand.....

Wie wäre es, wenn man den Verfassungsschutz dem Verfassungsgericht unterstellt? Dann Aufhebung der Immunität für verfassungsfeindliche Politiker und bei besonders schlimmen Fällen: Beugehaft. Das wäre ein Spass. Aber dann müsste man dem Verfassungsschutz ja polizeiliche Befugnisse zugestehen..


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#9
21.11.2013
14:39:12


(+4, 6 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #3 von Robin


Im Gegensatz zu anderen Ländern, wo man wie in Frankreich z. B. pseudo-psychologisches und pseudo-anthropologisches Geschwurbel ins Feld führt, um uns zu erniedrigen, ist der deutsche Hass krachledern und unverblümt.

Auch um die nationale und internationale Rechtsentwicklung in der zivilisierten Welt schert er sich nicht. Weil man sich hierzulande um Zivilität und Zivilisation nicht kümmert, sondern wie Mißfelders Truppe Mitmenschen lieber in eine wabernde Schicksalsgemeinschaft presst.

Das hat den Vorteil, dass man andere sozial Entrechtete, aber auch BürgerInnen, denen die Stallwärme der Volksgemeinschaft nicht behagt, eigentlich zu Verbündeten machen könnte.

Das hat aber zur Voraussetzung, dass man sich keine Illusionen über seine Situation macht.


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#10
21.11.2013
17:56:56


(+6, 8 Votes)

Von Loren
Aus Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern)
Mitglied seit 02.11.2013


Im Interview posaunt die diskriminierungsfreudige CSU-Landesgruppenchefin in Richtung SPD:

"Wenn man nur an die eigenen Mitglieder denkt, verliert man den Wählerauftrag aus dem Auge nämlich Politik für alle Menschen zu machen."

Da stellt sich mir die Frage, zu welcher Spezies sie die Lesben und Schwulen hierzulande zählt.


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