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  • 26. November 2013, noch kein Kommentar

Frau Cho spielt mit dem Feuer: Die Kirsche ist ja ein Symbol für Jungfräulichkeit...

Seit 20 Jahren ist Margaret Cho aus der amerikanischen Comedy nicht mehr wegzudenken – die politisch sehr agile Bisexuelle macht im kommenden Monat Halt in Deutschland.

Eine Hotelkette stoppte vor ein paar Jahren nach nur zehn Minuten den Auftritt von Margaret Cho, weil sie zu viele Witze über George W. Bush machte. Und ein Jahr später lud der schwul-lesbische Verband der Demokraten die Komikerin aus, weil die Parteisoldaten befürchteten, dass sie zu kontrovers sein könne.

Die nur 1,65 Meter große Cho redet eben, wie ihr der Schnabel gewachsen ist: Über Drogenkonsum, Essstörungen, ihre Bisexualität oder ihre Liebe zu schwulen Männern. Ihre koreanischstämmige Mutter stellt die Künstlerin, die in einer kunterbunten Gegend in San Francisco aufgewachsen ist, mit einem derartigen Klischeeakzent vor, dass selbst der politisch Korrekteste nicht mehr das Lachen unterdrücken kann.

Viele Schimpfworte und der Kampf für gleiche Rechte


Die Cho in Deutschland: Plakat zur "Mother"-Tour

Die 44-Jährige sorgt mit diesen Themen und ihrem derben Humor, bei dem man so ziemlich alle amerikanischen Schimpfworte kennen lernt, insbesondere beim schwulen Publikum für Entzücken und Lerneffekte. Bei ihren wiederholten internationalen Tourneen kann die Amerikanerin selbst diejenigen anlocken, die nicht ganz so fit im Englischen sind: Wegen ihrer Art erklären sich die meisten Situationen von selbst.

Ihr neuestes Programm wird im kommenden Monat auf Deutschland herunterprasseln: In der "Mother"-Tour erklärt sich Margaret Cho zur "Mother of Comedy", wie sie unlängst im queer.de-Interview erklärte. Und sie verspricht, dass sie sich für das Publikum in Berlin, Köln und München nicht verstellen wird – und sogar das ein oder andere deutsche Wort gelernt hat.

Bei der Cho ist übrigens nicht alles Witz und Dollerei: Sie hat sich über Jahre politisch engagiert – oft für LGBT-Themen. So wirbt sie seit Jahren für die Ehe-Öffnung. Aber auch andere Themen gehen ihr nahe: So setzte sie sich etwa für einen Gang-Anführer ein, der von der kalifornischen Justiz zum Tode verurteilt worden war. Die Hinrichtung konnte ihr Einsatz jedoch nicht verhindern.

2008 machte sie mit ihrer Unterstützung für Barack Obama Schlagzeilen, insbesondere weil sie eine scharfe Kritikerin der republikanischen Vizepräsidentschafts-Kandidatin Sarah Palin war. Damals empörte sie Republikaner mit ihrem Ausspruch: "Palin ist das Schlimmste, was Amerika seit dem 11. September 2001 passiert ist".

Zuletzt sorgte die Cho im August für Gesprächsstoff, als sie Monogamie in einer Fernsehshow als "ekelhaft" bezeichnete (queer.de berichtete). (dk)

Youtube | Köstlich: Margaret Cho über ihre Mutter und schwule Männer
Terminhinweis

Im Dezember 2013 kommt Margaret Cho nach Deutschland. queer.de präsentiert die folgenden Shows:
09.12. Berlin, Admiralspalast Berlin
12.12. Köln, Gloria Theater
20.12. München, Freiheizhalle
Tickets sind bereits online erhältlich.