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Das von der Polizei veröffentlichte Phantombild (Bild: Polizei Berlin)

Die Behörden erhoffen sich durch die Veröffentlichung eines Phantombildes Hinweise zum Tatverdächtigen eines transphoben Übergriffs.

Die Berliner Polizei will mit einem Phantombild einen gewalttätigen Übergriff während einer Trans*-Tagung am 4. Oktober aufklären (queer.de berichtete). Der auf der Abbildung dargestellte Mann begab sich damals gegen 18.15 Uhr mit einem Begleiter zu einer am Franz-Mehring-Platz in Friedrichshain stattfindenden Trans*-Veranstaltung, wo er zunächst einen transsexuellen Mann beleidigte. Als sich dieser dadurch nicht einschüchtern ließ, drohte der Täter, den Mann "abzustechen". Kurz darauf beleidigte er zwei im Nahbereich auf Treppen sitzende Veranstaltungsteilnehmerinnen und schlug einer der Frauen mit der Faust ins Gesicht. Anschließend entfernten sich Täter und Begleiter mit Fahrrädern.

Während die Polizei weiterhin von einem "homophoben Übergriff" spricht, hatte der Veranstalter der Tagung, die Gruppe TransInterQueer e.V., den Vorfall als "transphobe Gewalt" bezeichnet.

Aufgrund der bisherigen Ermittlungen des Polizeilichen Staatsschutzes konnte zu dem Haupttäter ein Täterporträt erstellt werden. Der Mann ist demnach zwischen 22 und 30 Jahre alt, 175 bis 180 Zentimeter groß und hat eine trainierte/stämmige Statur und einen hellen Hauttyp. Seine schwarzen, mittellangen Haare sind zu einem Mittelscheitel gekämmt und mit Haargel fixiert. Er hat zudem ein leicht vernarbtes Gesicht und ein leichtes Doppelkinn. Laut Polizei könne er möglicherweise Südosteuropäer sein.

Zur Tatzeit war der Mann mit einer dunkelgrauen Hose, einer hellen Lederjacke mit rot-weiß aufgenähten Streifen im Schulterbereich und breiten "Skaterschuhen" bekleidet.

Die Polizei erbittet Informationen über die Identität des Mannes. Zudem sollen sich Menschen melden, die ihn zum Tatzeitpunkt in der Nähe des Franz-Mehring-Platzes gesehen haben. Hinweise nimmt das Fachkommissariat beim Polizeilichen Staatsschutz unter der Telefonnummer (030) 4664 – 953 128 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Übergriff am Samstagmorgen


Die Polizei muss immer wieder gegen homophobe Straftäter in der Hauptstadt vorgehen (Bild: mediaparker / flickr / by 2.0)

Unterdessen hat die Berliner Polizei bekannt gegeben, dass es am Samstagmorgen wieder zu einem homophoben Übergriff gekommen ist: Gegenüber den alarmierten Polizisten gab ein 52-jähriger Mann an, dass er gegen 5.30 Uhr am Nollendorfplatz von einem Unbekannten, der mit vier weiteren Personen unterwegs war, verbal homophob attackiert wurde. Zudem habe der Aggressor auch eine Glasflasche nach dem 52-Jährigen geworfen, die ihn jedoch verfehlte.

Bei der Absuche der Umgebung stellten die Beamten die Gruppe, die zwischenzeitlich weitergegangen war. Der Tatverdächtige war jedoch nicht mehr bei ihnen. Nach Feststellung der Personalien konnten die vier ihren Weg fortsetzen.

Der 52-Jährige blieb unverletzt. Die Ermittlungen wegen Volksverhetzung und versuchter gefährlicher Körperverletzung hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes übernommen.

In Berlin gibt es immer wieder Berichte über homo- und transphobe Übergriffe. Laut einer im Juni veröffentlichten Studie im Auftrag des Berliner Senats ist jeder zehnte schwule Mann mindestens einmal im Leben Opfer von Straftaten wie Erpressung und Gewalt geworden (queer.de berichtete). Diese gingen oft von Unbekannten im öffentlichen Raum aus. (pm/cw)



#1 PelayoAnonym
  • 26.11.2013, 13:39h
  • "am Nollendorfplatz von einem Unbekannten, der mit vier weiteren Personen unterwegs war,"

    Und warum gibt es hier keine Täterbeschreibung?
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#2 WeihnachtsmannAnonym
  • 26.11.2013, 13:54h
  • Antwort auf #1 von Pelayo
  • "...Laut Polizei könne er möglicherweise Südosteuropäer sein..."

    "Konfessionell gliedert sich Südosteuropa in einen christlichen (im Westen und Norden katholisch, sonst orthodox) und einen islamischen Teilraum."

    "Pelayo"* ? Sie wünschen sich als Voyeur einen Täter, den sie mit dem "islamischen Teilraum" in Verbindung bringen können?

    *
    de.wikipedia.org/wiki/Pelayo
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#3 suspektAnonym
  • 26.11.2013, 14:00h
  • Antwort auf #1 von Pelayo

  • sehr gut, dass hier auch wegen Volksverhetzung ermittelt wird.

    was mich wiederum zu der Frage bringt:
    warum die debilen Volksverhetzer von vergangenen Wochenende in Leipzig nicht zur Rechenschaft gezogen werden.

    genau dieser Personenkreis schürt doch diesen Hass!
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
#5 MarioAnonym
#6 ChristkindlmarktAnonym
#7 MoilAnonym
  • 27.11.2013, 08:35h
  • Antwort auf #6 von Christkindlmarkt
  • Ich kann diese Einstellung nicht nachvollziehen. Wie kann die Frage nach einer Täterbeschreibung nur dazu führen den Fragenden zu diskreditieren? Gerade aktuell wo die Polizei kaputt gespart wird und die Polizisten körperlich an die Grenzen gebracht werden. Gleichzeitig Gewalttaten und verbale Gewalt bis hin zu Morddrohungen nur mit der Aufnahme der Personalien geahndet werden und 2 Jahre später nach 50 weiteren Delikten eine Bewährungsstrafe herauskommt.
    Genau in dieser Situation kann es Überlebenswichtig sein, zu wissen von wem eine mögliche Gefahr ausgeht. Da der Staat es nicht schafft solche Auswüchse zu verhindern bleibt nur dem Einzelnen vorsichtig zu sein. Die berechtigte Frage nach dem Täter zu unterbinden ist ein weiterer Schlag in die Fresse jedes Gewaltopfers.
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