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Die Welt-Zentrale der Heilsarmee im britischen London. Insgesamt ist die protestantische Gruppe in mehr als 120 Ländern aktiv (Bild: Neil Willsey / flickr / by-sa 2.0)

Nach Protesten von LGBT-Aktivisten distanziert sich die Heilsarmee von Homo-"Heilern".

Die Heilsarmee hat sich in den USA für die Verbreitung von homophoben Links auf ihrer Website entschuldigt. Das erklärte die christliche Freikirche in einem Brief an die LGBT-Gruppe "Truth Wins Out", die "homofeindlichen religiösen Extremismus" bekämpft. "Truth Wins Out" hatte zuvor die Heilsarmee auf Links zu Organisationen der Ex-Gay-Bewegung hingewiesen, die Homosexuelle "heilen" wollen. Der Forderung, diese Links zu entfernen, kam die Heilsarmee vor wenigen Tagen nach.

In einem Brief an "Truth Wins Out" behauptete die christliche Organisation, die besonders in den Bereichen Sozialarbeit und Missionierung aktiv ist, dass die Links aus einer Archivseite stammten, die ohnehin bald gelöscht worden wäre. Heilsarmee-Sprecherin Jennifer Byrd schrieb: "Wir entschuldigen uns dafür, dass wir das übersehen haben und damit für Verwirrung gesorgt haben", so Byrd. "Die Heilsarmee betrachtet die homosexuelle Orientierung nicht als Sünde. Wir dienen jedem, der bei uns vor der Tür steht, und betreiben keine Diskriminierung".

Truth Wins Out: Heilsarmee muss Vertrauen gewinnen

Wayne Besen, der Chef von "Truth Wins Out", begrüßte den Schritt. "Ich hoffe, dass das zu weiteren Fortschritten führt, damit die LGBT-Community der Heilsarmee vertrauen kann."

Die Links wurden im Kapitel "sexuelle Süchte" gepostet, unter anderem zur Gruppe Harvest USA. Die Homo-"Heiler"-Organisation bezeichnet sich als "Kirchengemeinde, mit der Männern und Frauen, die gegen sexuelle Zerrissenheit und Sünde kämpfen, Hoffnung auf Jesus setzen können".

In den letzten Monaten standen Homo-"Heiler" vermehrt in der Kritik: Der Weltärztebund hat im Oktober auf Initiative der deutschen Bundesärztekammer eine Erklärung verabschiedet, in der die "Heilung" von Homosexuellen strikt abgelehnt und vor den Folgen der Stigmatisierung sexueller Minderheiten gewarnt wird (queer.de berichtete). Erst im Juni hatte sich die größte Ex-Gay-Organisation der Welt nach vier Jahrzehnten aufgelöst: Der Gründer von Exodus International, Alan Chambers, entschuldigte sich dafür, dass seine Gruppe über einen langen Zeitraum Homosexuelle geschädigt hätte (queer.de berichtete).

Auch die Heilsarmee stand schon in der Kritik: Im letzten Jahr gab es Proteste unter LGBT-Aktivisten in der Schweiz gegen die Teilnahme der Freikirche beim Eurovision Song Contest (queer.de berichtete). Der Song "You and Me" fiel allerdings bereits im Halbfinale durch. Die Heilsarmee hatte in der Schweiz zuvor für Schlagzeilen in Zürich gesorgt, als die Leiterin einer Behinderteneinrichtung entlassen wurde, weil ihre Homosexualität bekannt wurde.

Erst im letzten Jahr hat sich die amerikanische Sektion der Heilsarmee einem Aufruf mehrerer religiöser Gruppen angeschlossen, in dem die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben als Verletzung der Religionsfreiheit kritisiert wurde (queer.de berichtete). (dk)



#1 HansKreisAnonym
  • 28.11.2013, 15:46h
  • "Die Heilsarmee betrachtet die homosexuelle Orientierung nicht als Sünde."

    Nein, die Orientierung ist natürlich keine Sünde, sehr wohl aber die Praxis der Homosexualität.

    Es hat sich in dieser Sekte NICHTS geändert!
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#2 goddamn liberalAnonym
  • 28.11.2013, 17:37h
  • Na ja, im Siegerland sympathisiert man sogar noch gegen den Geist von Verfassung und Humanität mit frommen Mordaiufrufen:

    "Klaus Vitt, Hilchenbacher Presbyter, verwies auf sein Gelöbnis, den Gehorsam gegen Gottes Wort. In der Bibel werde als Unzucht bezeichnet, wenn zwei Männer beieinander liegen und das würde mit dem Tode bestraft. So weit wolle er nicht gehen; dennoch könne man dieses Verbot nicht einfach aus der Bibel entfernen, weil es der Zeitgeist so erfordere." (WAZ)

    www.kirche-hilchenbach.de/kontakte/mitglieder-des-presbyteri
    um/


    Timm Johannes?
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#3 KlärchenAnonym
#4 BrickAnonym
  • 28.11.2013, 19:47h
  • Oh dooch, wenn die wüssten, wie derbe ich letzte Nacht gesündigt habe...aua aua.
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#5 goddamn liberalAnonym
  • 28.11.2013, 21:06h
  • Antwort auf #2 von goddamn liberal
  • Danke, Rot steht mir gut.

    "Wenn jemand bei einem Manne liegt wie bei einer Frau, so haben sie getan, was ein Gräuel ist, und sollen beide des Todes sterben; Blutschuld lastet auf ihnen. (Lev 20,13 EU)."

    Geht es hier letztlich um Menschenblut oder nicht?

    Geht es hier um afghanische Verhältnisse im Siegerland oder nicht?
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#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 28.11.2013, 21:33h
  • Wichtig ist, daß ein Wandel im Denken stattfindet und nicht wieder zurückgerudert wird!!!
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#7 HansKreisAnonym
#8 kuesschen11Profil
  • 29.11.2013, 10:01hDarmstadt
  • Ich setze kein Vertrauen in eine Heilsarmee oder in eine große Religion, was die sexuelle Orientierung angeht. Der innere Wandel in Religion geschieht nur durch Aufklärung. Und da tut sich etwas peu á peu.

    Immer wird die Praxis der Sexualität als Sünde bewertet. Da frage ich mich, was machen all die Sekten und großen Religionen mit den nicht gerade wenigen Heterosexuellen, die genau die gleiche Sexualpraxis anwenden wie Homosexuelle?

    Da wird nicht verfolgt oder gehetzt, da deckt die dunkle Macht der Religion behutsam ihre Decke drüber, wie über andere Dinge auch.
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#9 Timm JohannesAnonym
#10 sperlingAnonym
  • 29.11.2013, 15:51h
  • Antwort auf #9 von Timm Johannes
  • seufz.

    1. das ist bisher nur der vorschlag einer arbeitsgruppe, keine genehmigte praxis.

    2. der vorschlag sieht vor, dass jede gemeinde diese segnungen auch ablehnen kann. gleiche rechte sind was anderes.

    3. die anglikanische kirche englands hält weiter daran fest, dass schwule nur dann bischöfe werden können, wenn sie keinen schwulen sex praktizieren. dieses signal ist das genaue gegenteil von akzeptanz.

    4. wenn dieser vorschlag umgesetzt würde, würde er zu einer zerreißprobe für diese kirche.

    5. wer den zauberspruch eines magiers benötigt, um seine partnerschaft für vollwertig zu halten, der wird auch dann nicht emanzipiert sein, wenn er diesen bekommt.
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