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Der schwule FDP-Politiker Jürgen Lenders ist Mitglied des hessischen Landtags

Anlässlich des Welt-Aids-Tages hat der Fuldaer FDP-Landtagsabgeordnete Jürgen Lenders ein Ende der Diskriminierung homosexueller Männer bei der Blutspende gefordert.

"Es gibt überhaupt keine medizinische oder sonstige Begründung dafür, dass ich als homosexueller Mann kein Blut spenden darf", erklärte Lenders, der auch dem Bundesvorstand der Liberalen Schwulen und Lesben (LiSL) angehört. "Diese Diskriminierung gehört endlich abgeschafft. Das wäre auch eine Aufgabe der neuen Bundesregierung."

Bevor ein Patient eine Transfusion bekommt, werde das gespendete Blut immer mehrfach sehr genau auf mögliche Erkrankungen untersucht, so der FDP-Politiker. Der Verweis auf eine höhere HIV-Infektionsrate bei schwulen Männern sei deshalb "ein klarer Fall von Diskriminierung". Lenders fragt: "Warum werden Homosexuelle vorverurteilt und anders behandelt, obwohl eine höhere Gefährdung ausgeschlossen ist? Schließlich geht es darum Leben zu retten, und oft fehlen, etwa in der Urlaubszeit, genügend Blutspender und es kommt zu gefährlichen Engpässen in der Versorgung". Es sei daher auch medizinisch ratsam, diese Diskriminierung zu beenden. (cw)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 01.12.2013, 15:45h
  • Daß solche Töne ausgerechnet (!) noch aus dem erzkonservativen Fulda kommen, ist sensationell!
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#2 MarekAnonym
  • 01.12.2013, 15:54h
  • Ach...

    Jetzt wo die FDP am Rande des Ruins steht, entdeckt man wieder die Schwulen. Was dann daraus wird, wissen wir ja zur Genüge...
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#3 WahrheitAnonym
  • 01.12.2013, 16:58h
  • Ach, auf einmal. Das sah zu Zeiten der schwarz-gelben Koalition noch ganz anders aus.

    Und wäre die FDP wieder in einer Koalition mit ihren Herren von der Union, sähe es wieder ganz anders aus...
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#4 AufwerferAnonym
#5 ggastggAnonym
  • 01.12.2013, 19:45h
  • Moment mal, welche Partei war die letzten 4 Jahre gleich für das Gesundheitsministerium zuständig?
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#6 sperlingAnonym
  • 01.12.2013, 23:07h
  • ich würde mir wünschen, dass ein einziges mal einer der menschen, die sich so heroisch für die abschaffung des blutspendeverbotes einsetzen, gleichzeitig betonen könnte, dass es nicht ehrenrührig ist, hiv-infiziert zu sein.

    jede argumentation, die in erster linie darauf beruht, es sei für schwule selbstverständlich beleidigend, in den "verdacht" einer hiv-infektion zu geraten, ist selbst diskriminierend.
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#7 sperlingAnonym
  • 01.12.2013, 23:44h
  • >"Bevor ein Patient eine Transfusion bekommt, werde das gespendete Blut immer mehrfach sehr genau auf mögliche Erkrankungen untersucht"

    na, wenn das so einfach wäre, dann müssten wir auch nicht fragen, ob jemand drogen spritzt, sexarbeiter_in ist oder aus einem land mit hoher hiv-prävalenz eingewandert ist. die sind auch nicht alle hiv-positiv, werden aber pauschal ausgeschlossen. gemein, oder?

    setzt sich lenders auch für die "ent-diskriminierung" dieser gruppen ein? wenn nein, muss die frage erlaubt sein: warum nicht?

    nicht falsch verstehen: ich halte es für sehr sinnvoll, die aktuelle praxis in frage zu stellen und auch zu ändern.

    es ist aber schlichtweg falsch, zu behaupten, dass der ausschluss von msm "überhaupt keine medizinische grundlage" habe. die statistisch höhere hiv-prävalenz unter msm in deutschland und das diagnostische fenster (von dem lenders erschreckenderweise gar nichts zu wissen scheint) sind nun einmal fakten. die kann man nicht einfach leugnen, sondern man muss sich fragen, ob wir mit diesen fakten richtig umgehen.
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#8 Jürgen WenkeAnonym
  • 02.12.2013, 08:54h
  • In der FDP äußert sich aber auch jeder Fuzzi zu jedem beliebigen Thema, hauptsache, man kommt damit in die Nachrichten.
    Hoffentlich kommt die große Koalition zustande, allemal besser, als das neoliberale Schmuddelzeuge, dass die FDP-Funktionäre die letzten vier Jahre aufgeführt haben.
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#9 FinnAnonym
  • 02.12.2013, 11:02h
  • In der Sache richtig, aber halt leider absolut unglaubwürdig von einer Partei, die sich in der Opposition immer homofreundlich gibt, aber dann in Koalitionen mit der Union grundsätzlich das genaue Gegenteil tut.
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#10 GerritAnonym
  • 02.12.2013, 11:03h
  • Antwort auf #8 von Jürgen Wenke
  • "Hoffentlich kommt die große Koalition zustande, allemal besser, als das neoliberale Schmuddelzeuge, dass die FDP-Funktionäre die letzten vier Jahre aufgeführt haben."

    Nur, dass die Große Koalition leider genauso wie Schwarz-Gelb wird...
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