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Britischer Turmspringer

Tom Daley outet sich


Tom Daly in einem Promobild für seine TV-Show "Splash!" (Bild: ITV)

Der jüngste Weltmeister aller Zeiten bei einer Schwimm-WM hat sein Coming-out in einem Internet-Video: Der britische Turmspringer erzählt, dass er sich in einen Mann verliebt habe.

Der 19-jährige Sportler Tom Daley hat sich am Montag auf Youtube geoutet. In einem selbst hochgeladenen Video erklärte der Brite, er habe sich "nie wohlgefühlt, über meine Beziehungen" zu sprechen, wolle dies aber nach einem falsch zitierten Interview jetzt tun. Er erklärte, er habe erstmals in seinem Leben eine ernsthafte Beziehung: "Jetzt bin ich bereit, darüber zu sprechen: Im Frühling dieses Jahres hat sich mein Leben geändert. Ich habe jemanden getroffen, der mich so glücklich gemacht hat, der mir Sicherheit gegeben hat. Es fühlt sich großartig an. Und dieser Jemand – ist ein Typ."

Das falsch zitierte Interview ist offenbar ein Bericht der Boulevardzeitung "Daily Mirror" vom September, in der er auf die Frage nach seiner Homosexualität geantwortet haben soll: "Ich bin es nicht" (queer.de berichtete). Daley sagte jetzt auf Youtube, dass er immer zu seinen Fans ehrlich sein wolle.

Am Montagvormittag warb Daley auf Twitter für sein Video. Er schrieb dazu: "Da gibt es etwas, das ich sagen will. Es war keine leichte Entscheidung, aber ich hoffe ihr unterstützt mich."

In dem Video deutet der 19-Jährige auch an, dass er nicht schwul, sondern bisexuell sei: "Natürlich steh ich auch noch auf Mädchen, aber ich geh mit einem Typen aus und könnte nicht glücklicher sein."

Youtube | Tom Daleys Coming-out-Video

EM-Sieger mit 13 Jahren

In Großbritannien ist Daley ein Star, seit er 2008 im Alter von 13 Jahren am Zehn-Meter-Sprungturm eine Goldmedaille bei den Schwimmeuropameisterschaften in Eindhoven gewann. Ein Jahr später wurde er in Rom sogar Weltmeister in dieser Disziplin – beide Male hat noch nie zuvor ein jüngerer Sportler Goldmedaillen bei derartigen Wettkämpfen erobert. Bei den Olympischen Spielen 2012 in London konnte er die Bronzemedaille gewinnen. Zuvor hatte die BBC zur besten Sendezeit eine Dokumentation über ihn ausgestrahlt, die ganze Nation hatte Anteil genommen am Krebs-Tod seines Vaters und Förderers.

Außerdem war der Sportler vergangenes Jahr als Trainer von Promis bei der Turmsprung-Show "Celebrity Splash!" beim britischen Privatsender ITV mit teilweise über sechs Millionen Zuschauern pro Folge äußerst populär. Die Sendung ist die britische Version der RTL-Show "Pool-Champions – Promis unter Wasser". (dk)

Youtube | Kurz vor den Olympischen Sommerspielen in London zeigte die BBC diese Doku über das Leben Daleys


#1 Zeichen der ZeitAnonym
#2 chrisProfil
#3 rogerpf
#4 Krzyszek
  • 02.12.2013, 14:24h
  • Sehr gute Erklärung von Tom Daley. Vor allem geschickt, diesen Weg zu wählen und nicht über ein Interview in der Presse zu gehen, wo er (wieder) falsch hätte zitiert werden können. Hut ab und weiterhin viel Erfolg!
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#5 RudiAnonym
  • 02.12.2013, 14:25h
  • Antwort auf #1 von Zeichen der Zeit

  • Ja das habe ich mir auch gedacht.
    Was soll das " natürlich"?
    Ist es so unvorstellbar das jemand nicht auf Mädchen ( bzw das Gegengeschlecht) steht, das man ein " natürlich" als Selbstverständnis benutzt?
    Wenn mich jemand fragen würde ob ich auch auf Frauen oder nur auf Männer stehe, würde ich antworten nur auf Männer, Punkt. Dazu braucht es nicht den Hinweis das es die einzig richtige Möglichkeit wäre. Denn ein Selbstverständnis kann man nicht auf andere übertragen... auch wenn das Heteros und Bi's gerne machen. Da heißt es schnell sich dazu bekennen zu müssen, wie toll doch das andere Geschlecht wäre so das auch kein andrer anders könne als ( auch) auf Frauen zu stehen. Es gibt aber auch Männer wie mich, die Frauen weder sexuell attraktiv finden, noch sich in sie verlieben können. Aber in unserer heterosexistischen Gesellschaft mit aggressiven Werbungen mit " sexy Frauen" für jedes erdenkliche Produkt, ist es wohl zunehmend seltener das Nicht bi geneigte Schwule selbstbewusst dazu stehen können dem weiblichen Geschlecht nichts abgewinnen zu können.

    ( Ach ja...die Amis, Australier und co haben es btw immer mit der Bezeichnung " Girls" , womit auch junge Frauen gemeint sind, während die dort junge Männer als "Typen " bezeichnen. Wehe man sagt dort " Boys", dann wird man angeguckt als wäre man pädo oder so...was für eine Doppelmoral!)
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#6 Mit 19Anonym
  • 02.12.2013, 14:37h
  • Antwort auf #1 von Zeichen der Zeit
  • war ich auch etwa in diesem Stadium.

    Die Beifügung "natürlich" stört hier zwar gehörig (und unterstreicht eben auch die heteronormative Prägung aller Menschen), aber lasst ihm einfach Zeit, sich weiter selbst zu entdecken.

    Zunächst einmal ist es gut - sehr gut - dass ein 19-jähriger Olympiasieger offen dazu steht, einen Boyfriend zu haben!
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#7 SilverclawEhemaliges Profil
#8 chrisProfil
  • 02.12.2013, 14:39hDortmund
  • Ich verweise auf Rudi (#5). "Natürlich" im Sinne von selbstverständlich ist einfach unpassend, weil es wieder so tut, als gäbe es etwas "normales" und etwas "unnormales" jemand würde selbstverständlich eine Erwartungshaltung erfüllen.
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#9 Mit 19Anonym
#10 MaggyAnonym
  • 02.12.2013, 14:49h
  • ehrlich jetzt? Ihr hängt euch an einem Wort auf? Wen kümmert dieses "natürlich"? Vielleicht hat er's gesagt, weil er auch schon Mädels gedated hat und es das ist, was die Öffentlichkeit und er selbst bis dahin von ihm kannten? Vielleicht hat er's gesagt, weil er nicht ausschließt eventuell auch wieder ein Mädel zudaten? Vielleicht kann man ihm auch unterstellen, dass er seine jungen weiblichen Fans "bei der Stange halten" will. Wer weiß das schon?

    Ist es nicht eigentlich wichtiger das Coming Out zu loben (das wohl für niemanden wirklich überraschend kommt)? Es wird immer nur gemeckert, dass sich zu wenige Prominente, vor allem Profi-Sportler, outen. Nun tut es mal einer, noch dazu einer, der mitten in seiner Karriere ist und noch viel vor sich hat, mit einer Menge Fans ... und prompt finden manche Leute was anderes zu meckern.

    Ist es denn niemals gut genug?
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