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Auszeichnung für Kampf gegen Homophobie

Respektpreis 2013 geht an Elżbieta Szczęsna


Elżbieta Szczęsna setzt sich mit ihrer heterosexuellen Lobbygruppe für Schwule und Lesben ein - und will so einen gesellschaftlichen Wandel in Polen erreichen

Eine Menschenrechtsaktivistin aus Polen ist für ihren Einsatz für Homo-Rechte mit dem Respektpreis 2013 ausgezeichnet worden.

Elżbieta Szczęsna aus Warschau ist am Montag für ihr außerordentliches Engagement für die Rechte von sexuellen Minderheiten mit dem Respektpreis 2013 ausgezeichnet worden. Der Preis wurde im Grand Hotel Esplanade Berlin an die 67-Jährige übergeben. Sie gründete in einem gesellschaftlich schwierigen Umfeld zusammen mit Eltern und Freunden von homosexuellen Menschen den Verein "Akceptacja" (Akzeptanz). Der Verein sieht sich als heterosexuelle Lobbygruppe für die Rechte von Homosexuellen. Nach Ansicht des Lesben- und Schwulenverbandes zeigt die Arbeit von Szczęsna Wirkung, "wie ein langsamer Wandel des gesellschaftlichen Klima gegenüber Homosexuellen in Polen belegt", so der LSVD

In ihrer Dankesrede beschreibt Szczęsna ihre Motivation: "Wir, die zur heterosexuellen Mehrheit gehören, wollen Solidarität mit denjenigen zeigen, die für ihre Liebe diskriminiert werden. Wir, denen der schmerzhafte Coming-out-Prozess und die tägliche Homophobie erspart bleibt, wollen diejenigen unterstützen, die unter schweren Bedingungen zu ihrer Identität finden", so die Preisträgerin am Montag. "Die Menschen, für die es kein Problem sei, zu heiraten und Familie zu gründen, könne es nicht in Ruhe lassen, wenn Anderen diese Rechte vorbehalten blieben".

Insgesamt vier Nominierungen

Der Preis wird alljährlich vom Bündnis gegen Homophobie verliehen. Zu dem 2009 auf Initiative des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg gegründeten Bündnis gehören inzwischen über 80 Unternehmen und Organisationen. Sie hatten mit einfacher Mehrheit über die Gewinnerin bestimmt. Ebenfalls nominiert waren die französische Justizministerin Christiane Taubira, der Historiker Günter Morsch sowie Bertold Höcker, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Berlin-Stadtmitte (queer.de berichtete).

Im vergangenen Jahr ist die Menschenrechtlerin Seyran Ateş mit dem Respektpreis ausgezeichnet worden (queer.de berichtete). Umstritten war damals die Nominierung des Berliner Kardinals Rainer Maria Woelki, obwohl er aktive Homosexualität – getreu der katholischen Morallehre – als Sünde ansieht. Woelki war die Nominierung offenbar peinlich: Er lehnte sie "in aller Bescheidenheit" ab (queer.de berichtete).

Unterstützt wurde die Preisverleihung in diesem Jahr von den beiden Bündnismitgliedern Grand Hotel Esplanade Berlin und den Berliner Verkehrsbetrieben BVG. An der Veranstaltung nahmen neben den Bündnismitgliedern unter anderem Integrationssenatorin Dilek Kolat (SPD) und Polizeipräsident Klaus Kandt teil. (dk)



#1 YannickAnonym
  • 02.12.2013, 16:13h
  • Was für eine tolle, mutige Frau.

    Sich auch als Hetero so sehr für unsere Rechte einzusetzen ist ein unglaublich wertvolles Geschenk.

    Frau Taubira hätte es zwar ebenso verdient (die anderen beiden kenne ich leider nicht). Aber leider wird der Preis ja nicht gesplittet.
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#2 MiroAnonym
#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
#4 goddamn liberalAnonym
  • 02.12.2013, 18:02h
  • Antwort auf #2 von Miro
  • Eine sehr mutige Frau und eine gute Wahl.

    Scheint eine sympathische polnische 'Dame von Welt' zu sein.

    Ich weiß, dass sie in ihrem Land nicht die einzige ist.

    Unsere blondierte Herrenmenschin Frau Steinbach könnte sich von ihr ruhig eine Scheibe abschneiden.
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#5 HugoAnonym
  • 02.12.2013, 19:42h
  • Gratulation vom ganzen Herzen, solche Leute braucht die Welt.
    Ich würde diese Frau sogar zum Nobelpreis vorschlagen.
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#6 FelixAnonym
  • 03.12.2013, 11:02h
  • Hoffentlich kann ihr Engagement dazu beitragen, dass sich in Polen und in ganz Ost-Europa etwas ändert!
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#7 Simon HAnonym
  • 03.12.2013, 12:36h
  • In einem Zeitalter wo eine Daniela Katzenberger, Verona Feldbusch & Co meinen, sie seien Stars, weil sie in den Medien sind, muss ich sagen, dass solche Leute wie Frau Szczsna die wahren Stars sind...
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#8 Tobi CologneAnonym