Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?20563

Erik Estrada in besseren Zeiten - vor gut 30 Jahren fuhr er als "Ponch" Motorradstreife für die "California Highway Patrol" (Bild: NBC)

Der Schauspieler war in den siebziger Jahren ein Sex-Symbol unter schwulen Männern – jetzt ist er im Alter von 64 Jahren in einem christlichen Film zu sehen, der von einer homophoben Lobbygruppe produziert wurde.

Erik Estrada ist der Star eines im Januar 2014 erscheinenden Kinofilms "Uncommon" (ungewöhnlich), der von der radikalchristlichen Gruppe "Liberty Counsel" produziert wurde. Der Film handelt von der angeblichen Unterdrückung des christlichen Glaubens in den USA. Am Wochenende wurde der Trailer für den Film veröffentlicht.

Der Geldgeber "Liberty Counsel" ist ein Anwaltsverein, der sich eigenen Angaben zufolge für die "christliche Religionsfreiheit, die Unverletzlichkeit des Lebens und die traditionelle Familie" einsetzt. Die Organisation wird allerdings von der Menschenrechtsorganisation "Southern Poverty Law Center" als Hassgruppe definiert, weil sie einen "Kreuzzug gegen Homosexuelle" anführe. Die Gruppe macht insbesondere mit Klagen gegen Ehe-Öffnungen in US-Bundesstaaten von sich reden.

In "Uncommon" stellt Estrada einen prinzipientreuen Hausmeister an einer öffentlichen Schule dar, der einer Gruppe von Schülern bei der Aufführung eines christlichen Theaterstücks hilft. Dieses ist aber von der Schulleitung mit Hinweis auf die Trennung von Kirche und Staat verboten worden.

Vimeo | Der Trailer zeigt schon, dass der Film wohl keinen Oscar erhalten wird...

Film beklagt Christen-Mobbing


"Liberty Counsel"-Chef Mathew Staver lässt es sich nicht nehmen, in seinem eigenen Film eine Rolle als genialer Anwalt zu übernehmen

Auf der Facebook-Seite des Films wird die Handlung wie folgt beschrieben: "Die Teenager kämpfen gegen erdrückende Herausforderungen und gegen die poltitical correctness, um ihr Recht darauf zu verteidigen, Gott anzubeten, sich zu treffen und ein Theaterstück aufzuführen. Werden Monate von permanentem Mobbing durch das Establishment die Produktion verhindern oder ihren Glauben demontieren?"

Im schwul-lesbischen Blog "Towleroad" wird der Film beschrieben als ein "billiger Versuch, von der Popularität von 'Glee' zu profitieren". Tatsächlich finden sich ähnliche Elemente darin – nur dass bei "Uncommon" nicht Schwule und Lesben oder anderen Minderheiten, sondern makellose Christen von Schulleitung und Gesellschaft diskriminiert werden.

In dem Trailer taucht auch Mathew Staver, der Chef von "Liberty Counsel", als Anwalt auf der Seite Estradas auf. Staver hat wiederholt von "katastrophalen Auswirkungen" gewarnt, die die Ehe-Öffnung in Amerika habe. Als Hauptgegner sieht er Präsident Barack Obama an, dem er Terrorismus und Unterdrückung von Christen vorwarf.

Erik Estrada ist durch die Polizeiserie "ChiPs" aus den Jahren 1977 bis 1983 als Sex-Symbol bekannt geworden. Seine Darstellung eines Motorrad-Cops beeinflusste auch die schwule Fetischszene in den USA. An den großen Erfolg der Serie konnte Estrada allerdings nicht mehr anknüpfen. Der in dritte Ehe lebende Schauspieler taucht derzeit vor allem als Gast in Comedy-Filmen auf, aber auch in Infomercials und Realityshows. Politisch setzte er sich vor allem gegen Drogen und die Zigarettenindustrie ein. 2008 unterstützte er den republikanischen Obama-Gegner John McCain bei der Präsidentschaftswahl. (dk)

Youtube | Das Intro zu "ChiPS" mit grandioser Pornomusik


#1 Sabelmann
  • 02.12.2013, 18:40h
  • Bei dem passt nicht "Ich war jung und brauchte das Geld" sondern "Ich bin alt und Keiner will mich mehr"!Bei ihm war doch schon nach "ChiPs" Zappenduster!Die Motorräder haben mir damals besser gefallen!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 SmileyEhemaliges Profil
  • 02.12.2013, 18:40h
  • Der war's! Der war's! Der hat mich schwul gemacht!

    Erik Estrada. Schade.

    Eike Immel im Dschungelcamp.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 GerhardAnonym
#4 MikeGorden
  • 02.12.2013, 18:59h
  • Na, da gibt der Vorspann zur ChiP Serie doch einiges mehr her, als der Film. Wobei »pornotauglich« ist diese Musik wohl eher für hörgeschädigte ;-)

    Einen Kritikpunkt habe ich: Habt Ihr es wirklich nötig, Werbung für Antifaltencreme zu machen, die auf eine offensichtlich unseriöse Website (gesundheitundschonheit.com) verweist?
  • Antworten » | Direktlink »
#5 SilverclawEhemaliges Profil
#6 FelixAnonym
#7 FOX-NewsAnonym
#8 FoXXXynessEhemaliges Profil
#9 LucaAnonym
  • 03.12.2013, 10:56h
  • Da kann sich wohl jemand nicht damit abfinden, dass seine Karriere seit Jahrzehnten zuende ist und er sich mit irgendwelchen drittklassigen Talkshow-Auftritten über Wasser halten muss, weil ihn niemand mehr sehen will.

    Sein Frust über seine kaputte Karriere führt dann zu Hass.
  • Antworten » | Direktlink »