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  • 05.12.2013           25      Teilen:   |

Israel

Schimon Peres für Ehe-Öffnung

Artikelbild
Der 1923 geborene Schimon Peres ist seit 2007 israelischer Staatspräsident. Zuvor war er auch Außenminister und Ministerpräsident seines Landes

Der 90-jährige Präsident Israels schlägt sich in die Debatte um die Einführung einer Zivil-Ehe für Schwule und Lesben auf die Seite der Gleichstellungsbefürworter.

Schimon Peres hat sich in einem Interview mit "Ynet" für die Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Eherecht ausgesprochen. Der israelische Präsident antwortete am Sonntag bei einem Auslandsbesuch in Mexiko auf die Frage, ob gleichgeschlechtliche Paare heiraten sollten: "Auch eine Person, die homosexuell ist, ist ein Mensch und hat Rechte. Wir haben keine Macht, diese Rechte wegzunehmen, […] weil die Person anders ist. Wir können nicht das Recht auf Atmen, auf Essen oder auf die Gründung einer Familie wegnehmen. Wir müssen allen erlauben zu leben, wie es für sie natürlich ist".

In Israel gibt es derzeit eine Debatte über die Einführung einer Zivilehe, die sowohl Hetero- als auch Homosexuellen geöffnet sein soll (queer.de berichtete). Gegenwärtig können Israelis nicht auf Standesämtern heiraten, nach der Rechtslage dürfen nur Religionsgemeinschaften Hochzeiten durchführen. Dadurch müssen Paare mit unterschiedlicher Religionszugehörigkeit oder Nichtgläubige ihre Ehe im Ausland schließen. Der Staat erkennt bereits jetzt alle im Ausland geschlossenen Ehen an, auch die von gleichgeschlechtlichen Paaren.

Es ist unklar, ob der Gesetzentwurf im Parlament eine Mehrheit findet. Insbesondere Abgeordnete religiöser Parteien beharren darauf, dass Israel nicht von den Traditionen abrücken solle.

Mit Peres unterstützt der ranghöchste Politiker seines Landes die Ehe-Öffnung. Allerdings ist der Posten des Präsidenten in Israel ähnlich wie in Deutschland fast ausschließlich zeremoniell und nicht mit politischer Macht verbunden.

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Weitere Nobelpreisträger für gleiche Rechte

Mit der Aussage des 90-Jährigen hat sich ein weiterer Friedensnobelpreisträger für die Gleichstellung von Schwulen und Lesben ausgesprochen. Peres war der Preis 1994 für seine Anstrengungen zur Lösung des Nahostkonflikts verliehen worden. Im Mai hatten mit dem anglikanischen Erzbischof Desmond Tutu (Südafrika, erhielt Nobelpreis 1984), Professor Jody Williams (USA, 1997), Dr. Shirin Ebadi (Iran, 2003) und Professor Muhammad Yunus (Bangladesch, 2006) bereits weitere Preisträger die Ehe-Öffnung unterstützt (queer.de berichtete). Zudem befürwortet der 2009 mit dem Preis ausgezeichnete US-Präsident Barack Obama seit vergangenem Jahr ebenfalls die Ehe-Öffnung.

In dieser Riege gibt es aber auch erbitterte Homo-Gegner: So kritisierte Lech Walesa, der Preisträger aus dem Jahr 1983, dass die schwul-lesbische Minderheit "meine Kinder und Enkel verwirrt". Zudem hält Liberias Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf, die 2011 für ihren Einsatz für Frauenrechte ausgezeichnet wurde, an Gefängnisstrafen für Homosexuelle fest. (dk)

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Tags: schimon peres, ehe-öffnung, homo-ehe, israel, friedensnobelpreis
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Reaktionen zu "Schimon Peres für Ehe-Öffnung"


 25 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
05.12.2013
13:46:43


(-5, 15 Votes)

Von Sabelmann
Profil nur für angemeldete User sichtbar


"Allerdings ist der Posten des Präsidenten in Israel ähnlich wie in Deutschland fast ausschließlich zeremoniell und nicht mit politischer Macht verbunden."

Wer sich in der israelischen Politik auskennt weiss aber auch welche persöhnliche Stellung er in seinem Land hat.
Nicht dieses Wischiwaschi wie in Deutschland oder bei uns in Österreich!

"Auch eine Person, die homosexuell ist, ist ein Mensch und hat Rechte. Wir haben keine Macht, diese Rechte wegzunehmen, [] weil die Person anders ist. Wir können nicht das Recht auf Atmen, auf Essen oder auf die Gründung einer Familie wegnehmen. Wir müssen allen erlauben zu leben, wie es für sie natürlich ist"

Was für ein Satz....zum Abbusserln!

"Der Staat erkennt bereits jetzt alle im Ausland geschlossenen Ehen an, auch die von gleichgeschlechtlichen Paaren."

Gibts das in D auch schon?

" Insbesondere Abgeordnete religiöser Parteien beharren darauf, dass Israel nicht von den Traditionen abrücken solle. "

Kein Kommentar!!!


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#2
05.12.2013
13:49:26


(-7, 19 Votes)

Von anome
Aus Kassel (Hessen)
Mitglied seit 01.10.2013


Ich hätte nicht gedacht, dass ich Israel noch mehr lieben könnte, aber es ist geschehen

Kein anderes asiatischen Land ist so fortschrittlich, im gesellschaftlichen wie auch im ökonomischen Sinne.


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#3
05.12.2013
14:13:08


(-6, 16 Votes)

Von Retprod
Antwort zu Kommentar #1 von Sabelmann


Diese Öffnung wird es geben, da die wichtigsten Koalitionspartner des Likud - Yesh Atid und Bayit Yehudi - sie unterstützen und sie die logische Konsequenz der Gleichstellung der Homo-Ehe in allen Rechtsfragen (Steuerrecht, Adoptionsrecht usw.) darstellt, die in Israel ja viel weiter vorangeschritten ist als etwa in Deutschland, wie auch die jüngste Entscheidung in Israel zeigt:

"So ist Israel:
Steuerliche Gleichstellung für gleichgeschlechtliche Eltern"

Link:
haolam.de/Israel-Nahost/artikel_15683.html


Interessant ist, das die linke Meretz-Partei jetzt eine Allianz mit der ultraorthodoxen Partei Aguda Torah geschlossen hat und beide Parteien mit einer gemeinsamen Liste zur nächsten Wahl antreten wollen, soviel zur ernsthaftigkeit der Meretz und anderer Linker.


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#4
05.12.2013
14:24:47


(+6, 8 Votes)

Von Langer Weg


Israel debattiert derzeit eigentlich nur die Steuervorteile für unverheiratete Paare, egal ob homo ob hetero, nachdem der Gesetzesentwurf zu civil partnership schon in der Anfangsphase gescheitert ist.
In diesem Kontext sind auch die Worte von Peres zu lesen, er unterstützt zwar im Prinzip irgendwelche Anerkennung von Homobeziehungen, das muss aber nicht unbedingt die Ehe sein.


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#5
05.12.2013
14:51:06


(+6, 12 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Je mehr für die Öffnung der Homoehe eintreten, desto besser!


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#6
05.12.2013
14:58:42


(+9, 15 Votes)

Von Human Rights


"Wir haben keine Macht, diese Rechte wegzunehmen, [] weil die Person anders ist. Wir können nicht das Recht auf Atmen, auf Essen oder auf die Gründung einer Familie wegnehmen."

Gilt das auch für die rassistisch Unterdrückten?

"Zwei Bevölkerungsgruppen leben in einem Gebiet. Eine genießt alle Rechte, die andere ist ihrer Rechte beraubt. Das sind abscheulich undemokratische Zustände.

Da ein Apartheid-Regime, zumindest nach demokratischen Maßstäben, in sich ungesetzlich ist, kann es weder Opposition noch Kritik dulden. Die Ideologie des Blocks der Getreuen muss Kritik unterdrücken und jeden Versuch unterbinden, ihrem eigenen Handeln entgegenzutreten auch dann, wenn dieses Handeln selbst illegal oder sogar kriminell ist, nämlich der Aufrechterhaltung der Apartheid dient. Illegales Handeln muss demzufolge legalisiert werden sei es durch Gesetzesänderungen oder durch die juristische Uminterpretation bestehender Gesetze. Vor diesem Hintergrund kommt es derzeit zu hemmungsloser Verleumdung des Obersten Gerichtshofs. Gegen Menschenrechtsorganisationen und Presse zieht man juristisch zu Felde. In diesen Kontext gehört das Anti-Boykott-Gesetz. Es verhindert, dass die israelische Apartheid so bekämpft wird, wie einst die südafrikanische Apartheid bekämpft wurde.

Im Übrigen, so argumentieren die Ideologen, müsse die Interpretation der Menschenrechte durch Urteile des Gerichtshofs zu dessen Abschaffung in der gegenwärtigen Form führen."

Amos Schocken ist Eigentümer und Herausgeber der liberalen israelischen Zeitung Haaretz.

Link zu www.fr-online.de


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#7
05.12.2013
15:00:20


(+8, 12 Votes)

Von meretz
Antwort zu Kommentar #5 von FoXXXyness


am längsten und entschiedesten

Link:
meretz.org.il/english/


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#8
05.12.2013
15:21:52


(-9, 19 Votes)

Von Timm Johannes
Antwort zu Kommentar #2 von anome


@anome
"Ich hätte nicht gedacht, dass ich Israel noch mehr lieben könnte, aber es ist geschehen Kein anderes asiatischen Land ist so fortschrittlich, im gesellschaftlichen wie auch im ökonomischen Sinne."

Da hast Du vollkommen Recht. Auch ich finde dies sehr gut.

Wenn man sich die islamisch geprägten Nachbarländer von Israel anschaut, dann ragt da das jüdisch geprägte Israel wie ein gesellschaftlicher und freiheitlicher Leuchtturm im Nahen Ostern heraus.

Ich bin ja immer schon der Meinung, dass der Islam die Entwicklung der Länder im Nahen Osten negativ beeinflusst und dort gesellschaftliche Fortschritte verhindert. Man muss sich allein vorstellen, dass die islamischen Wahabiten in Saudi-Arabien immer noch den Frauen das Autofahren verbieten und diese einen Mann mit im Auto haben müssen. Einfach unglaublich wie rückständig beispielsweise Saudi-Arabien ist.


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#9
05.12.2013
15:53:51
Via Handy


(+6, 12 Votes)

Von Timon


Bravo! Toll dass er uns unterstützt.

Wäre toll, wenn auch in Israel die Ehe geöffnet würde.


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#10
05.12.2013
16:01:15


(+7, 9 Votes)

Von Fred i BKK


....ja und unser Weihwasser gurgelnder...

Herr Bundespraesident wir daraufhin sich die

Okkermark-Schnepfe Angie mal richtig zur Brust nehmen...

wollen wir wetten Tante Homburg ?



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