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Der Name des Homohassers und Kriegstreibers Karl von Einem soll aus dem Berliner Straßenbild verschwinden

Die Umbenennung einer nach einem homophoben Wegbereiter der Nazis benannten Straße im Berliner Nollendorfviertel in Karl-Heinrich-Ulrichs-Straße zieht sich voraussichtlich ein wenig hin.

Die Umbenennung der Einemstraße ist zwar bereits in den Bezirksparlamenten von Berlin-Mitte und Tempelhof-Schöneberg beschlossen worden, allerdings verzögern Einsprüche aus der Bevölkerung die Umsetzung. "Es sind 14 Widersprüche eingegangen", erklärte Harald Büttner, Leiter des Tiefbauamts Mitte, im "Tagesspiegel". Erst wenn diese abgearbeitet seien, könnte die Straße umbenannt werden.

Die Bürger hatten sich beschwert, weil im Bezirk bei neuen Straßenbenennungen vorrangig Namen von Frauen genutzt werden sollten, um eines Tages Parität zwischen Frauen und Männern herzustellen. Außerdem seien sie nicht genug in den Namensfindungsprozess einbezogen worden.

Tempelhof-Schöneberg beharrt aber auf der geplanten Umbenennung zum 17. Dezember. Damit könnte die Einemstraße 1 bis 12 zu diesem Stichtag in Karl-Heinrich-Ulrichs-Straße umbenannt werden. Ab Hausnummer 13 fängt jedoch der Bezirk Mitte an – und hier bleibt der Name vorerst Einemstraße.

Karl von Einem war von 1903 bis 1909 preußischer Kriegsminister und forderte während dieser Zeit die Vernichtung von homosexuellen Männern. Er gilt auch als Wegbereiter des Dritten Reiches. Karl Heinrich Ulrichs (1825-1895) war hingegen der erste bekannte Vorkämpfer für die rechtliche Gleichstellung von Homosexuellen. Bereits 1867 forderte Ulrichs auf dem Deutschen Juristentag die Abschaffung antihomosexueller Gesetze, was damals noch tumultartige Szenen auslöste. (dk)



#1 FelixAnonym
  • 05.12.2013, 19:14h
  • Hoffentlich wird diese Straße bald umbenannt.

    Am besten fände ich eh, wenn Straßen gar nicht mehr nach Personen benannt werden, sondern nach Orten (wie z.B. Berliner Str.), Eigenschaften (wie z.B. Im Winkel), Tieren (wie z.B. Meisenweg), Pflanzen (wie z.B. Ahornstr.), alte Flurnamen (wie z.B. Am alten Hau, Zum Anker, etc.), etc. etc.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 SmileyEhemaliges Profil
#4 CarstenFfm
  • 06.12.2013, 16:55h
  • Frauenquote bei Straßennamen - amn kann es auch übertriben mit der Political Correctness.

    Die Umbenennung ist gut und richtig - hoffentlich zieht Mitte nach.
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#5 sperlingAnonym
  • 06.12.2013, 18:06h
  • frauenquote - gut und schön. aber ein "urning" mit "weiblicher seele", das sollte man einfach mal durchgehen lassen.

    scherz beiseite: ulrichs hat dringend ein paar nach ihm benannte straßen verdient, nicht nur in berlin. der unfassbar große mut, mit dem er sich dem zeitgeist entgegengestemmt hat, um seine idee von gerechtigkeit zu verteidigen, verdient nicht nur die bewunderung von schwulen und lesben, sondern kann jeder_m demokrat_in ein vorbild sein.
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