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Ex-Präsident stirbt im Alter von 95 Jahren

LGBT-Aktivisten trauern um Nelson Mandela


Nelson Mandela (1918-2013)

Ohne den Freiheitshelden wäre Südafrika nie die Speerspitze für LGBT-Rechte auf dem Kontinent geworden.

Am Donnerstag ist Nelson Mandela im Alter von 95 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben. Die gesamte Nation trauert um den Gegner des Apartheidregimes, der zum Versöhner und schließlich zum Präsidenten seines Landes aufstieg. LGBT-Aktivisten betonen den großen Einfluss Mandelas auf die Liberalisierung der Homo-Rechte. Wegen seiner Gleichbehandlungsphilosophie wurde das Homo-Verbot aus der Apartheidszeit abgeschafft und wenige Jahre später die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet.

"Präsident Mandela, ein Mann der Prinzipien, glaubte an die Freiheit aller Menschen", erklärte Sharon Cox Ludwig von der schwul-lesbischen Metropolitan Community Church in Südafrika. "Gleich, nachdem er Präsident wurde, hat er lesbische und schwule Gruppen in seinen Amtsräumen empfangen. […] Präsident Mandela hat oft von Freiheit gesprochen und er wusste aus eigener Erfahrung, wie schlimm es ist, ausgeschlossen, unterdrückt und diskriminiert zu werden."

Die südafrikanische Homo-Aktivistin Phumzile Mtetwa lobte Mandela als "wichtige Ikone unserer Bewegung". Der südafrikanische Freiheitskämpfer unterscheide sich wohltuend von homophoben Despoten wie Simbabwes Robert Mugabe oder Ugandas Yoweri Museveni, unter denen der Verfolgungsdruck für Schwule und Lesben noch gestiegen ist.

"Arm in Arm" mit Homo-Aktivisten

Auch international trauerten Aktivisten. So erklärte die amerikanische Human Rights Campaign, dass Mandela stets "Arm in Arm mit seinen LGBT-Brüdern und -Schwestern" in Richtung Freiheit gelaufen sei. "Während jeder Mann, jede Frau und jedes Kind, denen Gerechtigkeit wichtig ist, über den Tod Mandelas trauert, ist seine Vision einer gleichberechtigten Zukunft hell wie nie zuvor", so die Aktivisten.

Mandela war Jahrzehnte ein politischer Gefangener, bis er 1990 freigelassen wurde. Vier Jahre später wurde er Präsident Südafrikas. Daraufhin gab es in kurzer Zeit mehr Fortschritte für Homo-Rechte als in jedem anderen Land. In der Verfassung ließ er ein Diskriminierungsverbot aufgrund der sexuellen Orientierung verankern – das gab es zuvor in keinem anderen Land der Welt. 2006 öffnete Südafrika die Ehe (queer.de berichtete). "Es hätte alles ganz anders werden können, wenn er nach der Freilassung aus der Haft von Bitterkeit zerfressen gewesen wäre", so Erzbischof Desmond Tutu, ein Friedensnobelpreisträger und langjähriger Unterstützer von LGBT-Rechten.

Außerdem ernannte Mandela auch Lesben und Schwule zu hochrangigen Positionen. So war eine seiner ersten Ernennungen zum Richter der schwule Jurist und Aids-Aktivist Edwin Cameron, der später als oberster Bundesrichter dazu beitrug, die Gleichstellung im Eherecht durchzusetzen.

"Unsere Nation hat ihren größten Sohn verloren, unser Volk seinen Vater", erklärte Südafrikas Präsident Jacob Zuma am Donnerstagabend in einer Rede an die Nation. "Lasst uns die Werte leben, für die Mandela gekämpft hat". (dk)



#1 -hw-Anonym
  • 06.12.2013, 12:18h
  • In den 70ern mussten wir in der Mittelstufe zu einer Pflicht-Info-Veranstaltung des Rassisten-Regimes in die Aula des Gymnasiums. Organisiert von einem französischen Kleikalfaschisten mit deutschem Pass, Pfarrhaus, und Komplizen.

    In den 80ern traf ich farbige ANC-Mitglieder in der DDR. Weiße in der BRD.

    de.wikipedia.org/wiki/Umkhonto_we_Sizwe
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#2 stephan
  • 06.12.2013, 12:22h
  • Nelson Mandela hat in seinem Leben gelernt, dass die Freiheit und die Gleichheit aller vor dem Gesetz unteilbar sind und er hat natürlich auch gesehen, dass die Diskriminierung von Minderheiten ebenso fatal und unmenschlich ist, wie die Unterdrückung der Mehrheit. So wurden auch die rechtliche Gleichheit und die Öffnung der Ehe in der südafrikanischen Verfassung abgesichert!

    Es war und ist ein Vorbild und die Unterdrücker und Diskriminierer sollten lernen, dass sie auf der falschen Seite der Geschichte stehen und dass die Unterdrücker von LGBTIs eins genauso gesehen werden wie das ehemalige Apartheidsregime!

    Er war kein Heiliger, aber jemand der sich wirklich um Recht und Gerechtigkeit bemüht hat (wie er es selbst formulierte).

    Requiescat in pace!
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#3 KokolemleProfil
  • 06.12.2013, 12:41hHerschweiler
  • An Nelson Mandela kann sich unsere Merkel und ihre Partei mit ihrer Steinzeitpolitik mal eine ganz dicke Scheibe abschneiden. Sie hätte bei ihn auch einen Nachhilfekurs zum Thema Menschenrechte besuchen sollen. Im Vergleich zur Politik von Nelson Mandela ist die Politik in der Union im Steinzeitalter insbesondere was die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare betrifft.
    Die SPD sollte sich auch in Grund und Boden schämen, das sie ihr Wahlversprechen zur Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben zugunsten einer Groko verraten und aufgegeben hat. Eine Schande für die SPD. Schämt euch mit solchen Steinzeitpolitikern eine Groko eingehen zu wollen. Pfui deibel.
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#4 46664Anonym
#5 draganProfil
#6 bunnyAnonym
#7 FoXXXynessEhemaliges Profil
#9 leander