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  • 06.12.2013           25      Teilen:   |

Ex-Präsident stirbt im Alter von 95 Jahren

LGBT-Aktivisten trauern um Nelson Mandela

Artikelbild
Nelson Mandela (1918-2013)

Ohne den Freiheitshelden wäre Südafrika nie die Speerspitze für LGBT-Rechte auf dem Kontinent geworden.

Am Donnerstag ist Nelson Mandela im Alter von 95 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben. Die gesamte Nation trauert um den Gegner des Apartheidregimes, der zum Versöhner und schließlich zum Präsidenten seines Landes aufstieg. LGBT-Aktivisten betonen den großen Einfluss Mandelas auf die Liberalisierung der Homo-Rechte. Wegen seiner Gleichbehandlungsphilosophie wurde das Homo-Verbot aus der Apartheidszeit abgeschafft und wenige Jahre später die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet.

"Präsident Mandela, ein Mann der Prinzipien, glaubte an die Freiheit aller Menschen", erklärte Sharon Cox Ludwig von der schwul-lesbischen Metropolitan Community Church in Südafrika. "Gleich, nachdem er Präsident wurde, hat er lesbische und schwule Gruppen in seinen Amtsräumen empfangen. […] Präsident Mandela hat oft von Freiheit gesprochen und er wusste aus eigener Erfahrung, wie schlimm es ist, ausgeschlossen, unterdrückt und diskriminiert zu werden."

Die südafrikanische Homo-Aktivistin Phumzile Mtetwa lobte Mandela als "wichtige Ikone unserer Bewegung". Der südafrikanische Freiheitskämpfer unterscheide sich wohltuend von homophoben Despoten wie Simbabwes Robert Mugabe oder Ugandas Yoweri Museveni, unter denen der Verfolgungsdruck für Schwule und Lesben noch gestiegen ist.

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"Arm in Arm" mit Homo-Aktivisten

Auch international trauerten Aktivisten. So erklärte die amerikanische Human Rights Campaign, dass Mandela stets "Arm in Arm mit seinen LGBT-Brüdern und -Schwestern" in Richtung Freiheit gelaufen sei. "Während jeder Mann, jede Frau und jedes Kind, denen Gerechtigkeit wichtig ist, über den Tod Mandelas trauert, ist seine Vision einer gleichberechtigten Zukunft hell wie nie zuvor", so die Aktivisten.

Mandela war Jahrzehnte ein politischer Gefangener, bis er 1990 freigelassen wurde. Vier Jahre später wurde er Präsident Südafrikas. Daraufhin gab es in kurzer Zeit mehr Fortschritte für Homo-Rechte als in jedem anderen Land. In der Verfassung ließ er ein Diskriminierungsverbot aufgrund der sexuellen Orientierung verankern – das gab es zuvor in keinem anderen Land der Welt. 2006 öffnete Südafrika die Ehe (queer.de berichtete). "Es hätte alles ganz anders werden können, wenn er nach der Freilassung aus der Haft von Bitterkeit zerfressen gewesen wäre", so Erzbischof Desmond Tutu, ein Friedensnobelpreisträger und langjähriger Unterstützer von LGBT-Rechten.

Außerdem ernannte Mandela auch Lesben und Schwule zu hochrangigen Positionen. So war eine seiner ersten Ernennungen zum Richter der schwule Jurist und Aids-Aktivist Edwin Cameron, der später als oberster Bundesrichter dazu beitrug, die Gleichstellung im Eherecht durchzusetzen.

"Unsere Nation hat ihren größten Sohn verloren, unser Volk seinen Vater", erklärte Südafrikas Präsident Jacob Zuma am Donnerstagabend in einer Rede an die Nation. "Lasst uns die Werte leben, für die Mandela gekämpft hat". (dk)

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Tags: nelson mandela, südafrika
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Reaktionen zu "LGBT-Aktivisten trauern um Nelson Mandela"


 25 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
06.12.2013
12:18:38


(+11, 17 Votes)

Von -hw-


In den 70ern mussten wir in der Mittelstufe zu einer Pflicht-Info-Veranstaltung des Rassisten-Regimes in die Aula des Gymnasiums. Organisiert von einem französischen Kleikalfaschisten mit deutschem Pass, Pfarrhaus, und Komplizen.

In den 80ern traf ich farbige ANC-Mitglieder in der DDR. Weiße in der BRD.

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Umkhonto_we_Sizwe


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#2
06.12.2013
12:22:40


(+9, 11 Votes)

Von stephan
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Nelson Mandela hat in seinem Leben gelernt, dass die Freiheit und die Gleichheit aller vor dem Gesetz unteilbar sind und er hat natürlich auch gesehen, dass die Diskriminierung von Minderheiten ebenso fatal und unmenschlich ist, wie die Unterdrückung der Mehrheit. So wurden auch die rechtliche Gleichheit und die Öffnung der Ehe in der südafrikanischen Verfassung abgesichert!

Es war und ist ein Vorbild und die Unterdrücker und Diskriminierer sollten lernen, dass sie auf der falschen Seite der Geschichte stehen und dass die Unterdrücker von LGBTIs eins genauso gesehen werden wie das ehemalige Apartheidsregime!

Er war kein Heiliger, aber jemand der sich wirklich um Recht und Gerechtigkeit bemüht hat (wie er es selbst formulierte).

Requiescat in pace!


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#3
06.12.2013
12:41:06


(+9, 11 Votes)

Von Kokolemle
Aus Herschweiler
Mitglied seit 02.12.2009


An Nelson Mandela kann sich unsere Merkel und ihre Partei mit ihrer Steinzeitpolitik mal eine ganz dicke Scheibe abschneiden. Sie hätte bei ihn auch einen Nachhilfekurs zum Thema Menschenrechte besuchen sollen. Im Vergleich zur Politik von Nelson Mandela ist die Politik in der Union im Steinzeitalter insbesondere was die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare betrifft.
Die SPD sollte sich auch in Grund und Boden schämen, das sie ihr Wahlversprechen zur Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben zugunsten einer Groko verraten und aufgegeben hat. Eine Schande für die SPD. Schämt euch mit solchen Steinzeitpolitikern eine Groko eingehen zu wollen. Pfui deibel.


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#4
06.12.2013
12:55:40


(+13, 15 Votes)

Von 46664
Antwort zu Kommentar #2 von stephan


Sie waren keine Heiligen, aber sie nutzten ihre Waffen.

Link zu www.queer.de


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#5
06.12.2013
15:54:09


(+8, 10 Votes)

Von dragan
Aus Dresden (Sachsen)
Mitglied seit 25.06.2010


Auch hier gab es viel Beifall von einfachen Menschen für einen Straßenkämpfer, der sich treu blieb:

Youtube-Video:


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#6
06.12.2013
16:38:52


(+7, 11 Votes)

Von bunny
Antwort zu Kommentar #5 von dragan


Was macht eigentlich die Aussen-Uschi heute?

Uschi Eid wollte doch bei den Grünen nicht den ANC, sondern den maoistischen und Peking-finanzierten "Pan Africanist Congress", als Hauptobjekt grüner Unterstützung etablieren?

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Pan_Africanist_Congress


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#7
06.12.2013
16:46:31


(+5, 5 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


R. I. P.


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#8
06.12.2013
16:54:20


(-6, 14 Votes)

Von bringschuld
Antwort zu Kommentar #3 von Kokolemle


Die müssen sich auch noch schämen:

Bild-Link:
Mandela+Fidel.jpg


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#9
06.12.2013
17:11:36


(+9, 11 Votes)

Von leander
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von -hw-


!Doch auch namhafte deutsche Politiker unterstützten das Apartheid-Regime. Noch 1988 war der damalige CSU-Chef Franz Josef Strauß Ehrengast von Außenminister Pik Botha. Die Abschaffung der Apartheid sei "unverantwortlich" und die Gleichstellung der schwarzen Mehrheit "nicht wünschenswert", sagte Strauß damals. Treffen mit ANC-Vertretern lehnte er ab. Bei einem Auftritt vor Buren rief er: "Nie in meinem 40-jährigen politischen Leben habe ich eine so ungerechte und unfaire Behandlung eines Landes erlebt, wie sie Südafrika widerfährt.""

Link zu www.spiegel.de


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#10
06.12.2013
18:26:51


(+6, 10 Votes)
 
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