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Das Treffen von Vertretern des Europarats, der albanischen Politik und von LGBT-Gruppen (Bild: Kaos GL)

In Albanien wird auf Initiative des Europarates über die Einführung von eingetragenen Partnerschaften und die Verbesserung der Situation von Transgendern debattiert.

Dazu trafen sich am Mittwoch in Tirana Vertreter der 47 Mitgliedsstaaten fassenden internationalen Organisation mit Vertretern der albanischen Regierung und Opposition sowie von Homo-Gruppen aus der Region. Wie die türkische LGBT-Organisation Kaos GL meldet, haben zwei angesehene Professoren Änderungen in albanischen Gesetzen vorgeschlagen, um Homo-Paare im kommenden Jahr anzuerkennen. Derzeit dürfen laut Gesetz nur Beziehungen "aus einem Mann und einer Frau" vom Staat sanktioniert werden. Das Transgender-Gesetz soll demnach nach argentinischem Vorbild angepasst werden.

Der Europarat will mit der Initiative das Land näher an die Europäische Menschenrechtskonvention heranführen. Alle Mitgliedstaaten müssen diese umsetzen, was vom Europäischen Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg überprüft werden kann. In Europa gehören mit Ausnahme des diktatorisch regierten Weißrussland und des Kirchenstaates Vatikan alle Länder dem Europarat an.

Die linksgerichtete Regierung hat bereits ihre Unterstützung der Initiative angekündigt. Auch ein Vertreter der Opposition zeigte sich offen gegenüber den Reformvorschlägen.

Im Rahmen der EU-Beitrittsverhandlungen hat Albanien bereits 2010 ein Antidiskriminierungsgesetz inklusive des Merkmals "sexuelle Orientierung" eingeführt.

Im Jahr 2009 hatte die Regierung sogar einen Gesetzentwurf zur Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben vorgelegt (queer.de berichtete). Das Gesetz wurde aber wegen Drucks von Vertretern der muslimischen, orthodoxen und katholischen Religionsgemeinschaften nie umgesetzt.

Auf gleichgeschlechtlichen Sex standen in dem ehemaligen kommunistischen Land noch bis 1995 zehn Jahre Gefängnis. Die Kommunisten ließen Homosexuelle als westlich und dekadent verfolgen, später übernahmen die wieder legalisierten Religionsgemeinschaften die homophobe Einstellung. Laut der "European Social Survey" ist die albanische Bevölkerung die homophobste in Europa. (dk)



Albanien will Ehe öffnen

Die Regierung von Albanien hat angekündigt, einen Gesetzentwurf zur Öffnung der Ehe ins Parlament einzubringen.
#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 ruhig mehrAnonym
#3 Albaboy
  • 06.12.2013, 17:40h
  • Ich glaube Albanien ist das einzige Land auf der Welt - ebenso unser Bruderstaat Kosovo - wo Menschen unterschiedlicher Religionen so fest zusammenhalten an ihre "religiösen Werte".
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#4 sperlingAnonym
  • 06.12.2013, 18:09h
  • ich brauche nur die überschrift zu lesen, da weiß ich schon, dass spätestens im fünften absatz davon die rede sein wird, wer GEGEN so ein gesetz polemisiert. es sind immer die menschenfeindlichen idioten mit ihren jeweiligen imaginären freunden. immer.
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#5 YannickAnonym
#6 LucaAnonym
  • 07.12.2013, 11:56h
  • Antwort auf #3 von Albaboy
  • Ja, wenn es um das Verbreiten von Hass geht, stehen die sogenannten "Religionen" fest Seite an Seite zusammen.

    Die können sich ansonsten die Köppe einschlagen, aber der Hass gegen Schwule und Lesben eint sie.
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#7 HinnerkAnonym
  • 07.12.2013, 13:00h
  • Ich gebe die Hoffnung nicht auf, glaube es aber erst, wenn es wirklich schwarz auf weiß besiegelt ist...
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#8 Markus44Anonym
  • 27.03.2015, 13:55h
  • So was ist denn jetzt in Albanien der "Stand der Dinge".

    Wir haben jetzt Ende März 2015 und ich lese zu einem Gesetzentwurf zur Lebenspartnerschaft nichts mehr aus Albanien. Vielleicht weiß hier jemand dazu mehr...
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