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  • 07.12.2013           31      Teilen:   |

Wann und wem sage ich, dass ich homosexuell bin?

Coming-out: Je früher, desto besser

Artikelbild
Kreative Coming-out-Idee: Laurel buk ihren Eltern einen Kuchen und schrieb einen kurzen Brief dazu

Je größer das Lügengebäude wird, das versteckt lebende Lesben und Schwule erbauen, umso schwieriger wird der Weg zurück.

Für viele Lesben und Schwule ist das Coming-out der schwierigste und vielleicht auch wichtigste Schritt in ihrem Leben. Er bildet die Schwelle von versteckten Ängsten und Sehnsüchten in einen selbstbestimmten Alltag. Gerade weil das Coming-out viel verändern kann, sollte es durchdacht sein und nicht übereilt erfolgen.

Der Begriff Coming-out basiert auf der englischen Redewendung "Coming out of the closet", was so viel bedeutet wie "aus dem Kleiderschrank kommen". Gemeint ist damit, dass Homosexuelle das Versteckspiel beenden und sich offen zu ihrer sexuellen Orientierung bekennen. Eines der ersten öffentlichen Coming-outs wird dem Juristen und Sexualwissenschaftler Karl Heinrich Ulrichs zugeschrieben. Er offenbarte seine sexuelle Orientierung zunächst 1862 seiner Familie. 1867 forderte er dann in München auf einem Juristenkongress vor 500 Zuhörern Straffreiheit und rechtliche Gleichstellung von Homosexuellen. Doch der Weg in die Öffentlichkeit ist der zweite Schritt. Zunächst muss der Homosexuelle mit sich im Reinen sein.

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Das innere Coming-out

Offen mit seiner eigenen Homosexualität umzugehen, ist eine Befreiung. Dennoch muss man nicht allen Menschen die eigene sexuelle Orientierung unbedingt auf die Nase binden
Offen mit seiner eigenen Homosexualität umzugehen, ist eine Befreiung. Dennoch muss man nicht allen Menschen die eigene sexuelle Orientierung unbedingt auf die Nase binden

In unserer von heterosexuellen Normvorstellungen geprägten Gesellschaft erscheint es besonders Jugendlichen zunächst als "unnormal", wenn er den Jungen aus der Parallelklasse und sie das Mädchen aus dem Turnverein begehrt. Viele kommen damit schlecht zurecht, sie sind irritiert und bekämpfen diese vermeintliche Abnormität – manchmal ihr ganzes Leben lang. Nicht wenige gründen Familien, um nach außen und vor sich selbst als "normal" zu erscheinen. Dabei sind sich Sexualwissenschaftler einig, dass eine homosexuelle Orientierung genauso normal ist wie eine heterosexuelle. Es liegt einfach an der Veranlagung und lässt sich auch durch Umerziehung nicht ändern.

Das innere Coming-out bezeichnet den oft schwierigen Weg, den Schwule oder Lesben von der ersten Erkenntnis, dass sie gleichgeschlechtliche Partner bevorzugen, bis zur Akzeptanz dieser Tatsache beschreiten müssen. Und diese innere Anerkennung der eigenen sexuellen Ausrichtung ist nicht nur die Grundlage für das öffentliche Coming-out, sondern auch für die eigene Möglichkeit, sich als vollwertiger und gleichberechtigter Mensch zu fühlen. Je früher das nach der Pubertät geschieht, umso besser ist es. Denn je größer das Lügengebäude wird, das ein Homosexueller erbaut, umso schwieriger wird der Weg zurück.

Erwachsene, die der Ehefrau oder dem Ehemann jahrzehntelang heterosexuelle Neigungen vorgespielt haben, stehen vor einer enormen Hürde. Meist müssen sie sich damit abfinden, nach dem Coming-out ein völlig neues Leben zu beginnen. Experten gehen davon aus, dass ein Coming-out im Durchschnitt im Alter von 20 Jahren erfolgt. Dann sind die Unsicherheiten der Pubertät meist abgeschlossen und das eigenständige Leben als Homosexueller kann beginnen.

Coming-out – die richtige Reihenfolge

Keith Haring lieferte das Motiv zum Coming-out-Day, der weltweit am 11. Oktober zelebriert wird
Keith Haring lieferte das Motiv zum Coming-out-Day, der weltweit am 11. Oktober zelebriert wird

Wenn das innere Coming-out abgeschlossen ist, kann der Gang in die Öffentlichkeit beginnen. Partner und Freunde zu finden, ist heute viel einfacher als noch vor einigen Jahren: Auf Internetplattformen wie gay-Parship kann man vom Wohnzimmer aus nach Gleichgesinnten suchen.

Je nach Charakter und persönlicher Situation kann noch vor dem ersten Dating-Kontakt der Besuch einer Beratungsstelle helfen. Hier erfolgt das erste verbale Bekenntnis im persönlichen Gespräch mit geschulten Mitarbeitern im geschützten Rahmen. In fast allen größeren Städten gibt es inzwischen Beratungsstellen für Lesben und Schwule, bei denen auch ein anonymes Gespräch geführt werden kann. Oft wird Besuchern erst bei diesen Gesprächen deutlich, dass sie mit Ihrer Neigung alles andere als allein sind.

Soll der Verwandten- und Bekanntenkreis über die Homosexualität informiert werden, ist ein Vorgehen Schritt für Schritt ebenfalls meist von Vorteil. So ist es nicht ratsam, zuerst das konservativste Familienmitglied mit der Homosexualität zu konfrontieren. Wer zunächst mit toleranten Freunden über die eigenen sexuellen Vorlieben spricht, wird sicherlich eher auf Verständnis stoßen. Nach ersten positiven Reaktionen wächst auch das Selbstbewusstsein.

Viele junge Menschen scheuen sich, in einem direkten Gespräch den Eltern zu offenbaren, dass sie schwul oder lesbisch sind. In diesem Fall kann auch ein Brief helfen, der die Situation erklärt. Wichtig ist es allerdings, das der Brief das Gespräch nicht ersetzt und die Homosexualität damit weiter zum Tabu-Thema wird. Am besten ist es, gleich ein festes Datum zu benennen, an dem gemeinsam geredet wird. Das gibt Mutter, Vater oder Geschwistern zugleich die Chance, sich innerlich vorzubereiten.

Im Gespräch selbst sollten alle Beteiligten versuchen, Verständnis füreinander aufzubringen. Ressentiments seitens der Eltern sind ganz normal, denn sie müssen sich von einem festgeprägten Zukunftsbild mit Enkelkindern und Schwiegersohn oder Schwiegertochter verabschieden. In den meisten Fällen werden die Eltern aber nach einiger Zeit zu ihrem Kind stehen und die Situation akzeptieren. Vielleicht, auch das ist oft der Fall, kommt die Nachricht für die enge Verwandtschaft ja auch gar nicht so überraschend wie es vor dem Gespräch den Anschein hatte.

Sonderfall religiös geprägter Familien

Schwieriger wird es, wenn die Familie stark von religiösen Werten geprägt ist. Dann kann es vorkommen, dass Sohn oder Tochter aus der Familie ausgestoßen werden. In solchen Fällen sollte der Betroffene genau abwägen, ob es nicht reicht, sich im toleranten Freundeskreis zu outen.

Auch in der Berufswelt sollte genau überlegt werden, ob ein Selbst-Outing wirklich notwendig ist. Viele Berufszweige sind noch immer konservativ geprägt und der offen lebende Schwule und die offen lebende Lesbe können berufliche Nachteile erfahren, die nie begründet werden.

Ein Sonderfall sind Personen, die öffentliche Ämter bekleiden. Sie sollten von sich aus ein Coming-out wagen – aus Gründen der Glaubwürdigkeit und auch um etwa der Presse zuvorzukommen und klar in der Öffentlichkeit argumentieren zu können. Prominentes Beispiel ist der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit (SPD, mit seinem Ausspruch: "Ich bin schwul und das ist auch gut so."

Fazit: Ein Coming-out ist für die meisten Betroffenen eine Befreiung, die es ihnen erlaubt, selbstbestimmt zu leben. Bevor der Schritt an die Öffentlichkeit gewagt wird, sollte allerdings abgewogen werden, wer von der Homosexualität erfahren soll. Nicht jeder Bekannte muss über die sexuelle Orientierung informiert werden. Viele geht es schlicht nichts an und es interessiert sie auch nicht. Andererseits gilt: Jeder offen lebende Schwule und jede offen lebende Lesbe machen es den Nachfolgenden ein wenig leichter.

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Reaktionen zu "Coming-out: Je früher, desto besser"


 31 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
07.12.2013
21:44:05


(+4, 6 Votes)

Von Hugo


"... aus Gründen der Glaubwürdigkeit und auch um etwa der Presse zuvorzukommen und klar in der Öffentlichkeit argumentieren zu können.."

und vorallem für die Gesellschaft.
Die Gesellschaft will Vorbilder und deshalb meine ich, währe es am wichtigsten, wenn sich Sportler outen würden.
Dann währe es für die was sich outen bestimmt leichter und für die "konservative" Gesellschaft erst recht einzusehen, das Homosexualität und Bisexualität was ganz normales ist.


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#2
08.12.2013
09:25:51


(-11, 15 Votes)

Von Ferrante


Mein Eindruck ist, CO wird oft so als Allheilmittel dargestellt. Ist es aber nicht, oft kann es einfach unpassend sein oder negative Folgen haben, die man sich hätte sparen können. Irgendwo macht man sich ja doch leicht verletzbar/angreifbar, den Stress kann man sich oft ersparen und in vielen Situationen ist diese Information auch gar nicht passend. Jugendlichen rate ich eher zu einem späten CO, oft kann die Umwelt nicht damit umgehen, der Jugendliche selbst evt auch noch nicht, man kommt so leicht in schlechte Gesellschaft/ungute Einflüsse/blöde Situationen/Abwertung. Das mit den Eltern ist eine sehr individuelle Angelegenheit. Vor manchen Eltern muss man ja einfach nur flüchten (ausziehen), ist es das dann wert? Das innere CO ist aber natürlich sehr wichtig, auch, dass man sich selbst erst mal alles gedanklich durcharbeitet, wo man steht, was man will etc.


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#3
08.12.2013
14:06:23


(+7, 11 Votes)

Von TheDad
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Antwort zu Kommentar #2 von Ferrante


""Jugendlichen rate ich eher zu einem späten CO, oft kann die Umwelt nicht damit umgehen"..

Das ist, und dort wo es nicht so ist, muß es zum Problem der Umwelt werden, und nicht Problem des Jugendlichen bleiben !

Es kann und darf nicht sein das Mann Jugendlichen von einem Coming Out "abrät" um der Umwelt ein Problem zu ersparen..

Denn das ist dann das Ergebnis :

Link zu www.infranken.de

Jugendliche haben keine Ansprechpartner, aber jede Menge "Gegner"..
Das Ergebnis kann Mann an der Suizidstatistik ablesen..

Wie kann Mann einen solchen "Rat" erteilen ?

Unfaßbar..

Jugendliche brauchen die Unterstützung anderer, und hier vor allem auch älterer LGBT´s um sich in ihrem Umfeld zu Outen und danach FREI als die Person die sie tatsächlich sind wahrgenommen zu werden, und in ihrer Umwelt zu agieren..

""Vor manchen Eltern muss man ja einfach nur flüchten (ausziehen), ist es das dann wert?""..

Ein freies Leben ist IMMER ALLES wert !

Wenn dazu gehört das Mann sich von seiner biologischen Familie die sich homophob verhält "flüchten" muß, dann muß Mann das tun, denn ebenso wie Mann erkennen muß das "Freunde" die sich nach einem Couming Out von einem "trennen" weil sie nicht mit einem Schwulen "befreundet" sein wollen, noch nie wirkliche Freunde waren..

Diese Leute waren auch schon vorher keine Freunde, denn die jetzt geoutete Person war auch schon zuvor schwul !
Es hat sich nichts, absolut nicht geändert, außer der Tatsache daß das Gegenüber jetzt eine Information mehr hat, nämlich diese mit wem der Jugendliche seine Sexualität zu leben wünscht..
Da dies in der Regel nicht mit den Freunden stattfindet, ist die Bekanntgabe der eigenen sexuellen Identität nichts mehr, aber auch nichts weniger als ein Vertrauensbeweis..
Wer sich dieses Vertrauensbeweises nicht als würdig erweist, kann nicht Freund sein..

Und auf eine Familie die nicht daran interessiert ist die eigenen Nachkommen zu unterstützen kann Mann gut und gerne verzichten..

""man kommt so leicht in schlechte Gesellschaft/ungute Einflüsse/blöde Situationen/Abwertung.""..

So lange Mann ungeoutet ist, IST Mann in "schlechter Gesellschaft", hat Mann "ungute Einflüße" und befindet Mann sich in einer "blöden Situation" der "Abwertung"..

Genau das sind die Gründe um sich möglichst früh zu outen !

Jugendliche die sich früh outen beenden damit die "unguten Einflüß" der Heteronormativität. weil sich die Umgebung damit befassen muß das sie es hier mit einem Menschen zu tun hat der aus dem Rahmen fällt, der sich nicht für das Gegengeschlecht interessiert, und der damit unter diesen Einflüßen schwer zu leiden hat..

Und die einzige Möglichkeit unter einigermassen "normalen" Umständen genau diese schädigenden Einflüße zu beenden ist das Outing, und nicht das Verstecken im Schrank der Illusionen..


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#4
08.12.2013
15:44:11
Via Handy


(+8, 10 Votes)

Von daVinci6667
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Antwort zu Kommentar #2 von Ferrante


"Irgendwo macht man sich ja doch leicht verletzbar/angreifbar"

Ich weiss nicht ob du verstehen kannst warum deine Kommentare andere so wütend machen. Ich würde dich am liebsten durchschütteln und dir links und rechts eine verpassen.

Natürlich muss man die Situation bei jedem Coming-out analysieren und abschätzen. Falsch kann ein Coming-Out bei uns im Westen NIEMALS sein!

Nur wer statt Eltern homophobe Religioten als Erzeuger hat , sollte unter Umständen besser warten bis er volljährig ist. Danach gibt es immer Mittel und Wege auch wenn einen die "Eltern" nicht mehr finanziell unterstützten sollten.

Es brauchte in jeder Gesellschaft immer erst ein paar mutige die Voraus gingen. Diese mussten leider manchmal tatsächlich dafür sterben. Auch heute geschieht das noch. Zwar nicht bei uns. Damit das so bleibt MÜSSEN wir SICHTBAR sein und dürfen uns nicht verkriechen.

Und selbstverständlich ist nur der erpressbar, der was unrechtes gemacht oder etwas zu verbergen hat. Dies ist ein gewichtiges Argument für und keinesfalls gegen ein Outing.


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#5
08.12.2013
18:40:10


(-11, 15 Votes)

Von Ferrante


Ganz ehrlich, mit "schlechte Gesellschaft" meinte ich Leute, die so Kommentare wie ihr schreiben... Ihr lebt schon ein bisschen in einer Parallelwelt?! Faszinierend, wie auch kritische Meinungen euch immer zum Schäumen bringen - ich glaube, das nennt man Intoleranz ;o). Als Jugendlicher in so einer sensiblen Phase/Verfassung ist man leider viel zu leicht beeinflussbar und offen für schlechte Einflüsse. Und sei es nur der Gruppendruck innerhalb der Schwulenszene, diesen und jenen Blödsinn müsse man(n) doch tun, die Meinungen dort etc. Bei den Eltern meinte ich, wenn man sowieso ungute Eltern hat, kann man sich dieses Theater sicherlich ersparen. Was Freunde anbelangt, sollten sie einen erstmal als Menschen kennen lernen und eine Beziehung aufbauen. Irgendwann wird der passende Zeitpunkt kommen, wenn die Freundschaft wirklich gut ist und es passt. Wer sich schon beim ersten Vorstellen outet, wirkt auf mich mittlerweile fanatisch und unreif. Und am Arbeitsplatz würde ich mir das sowieso aus meiner Erfahrung mittlerweile ersparen, Arbeitsplätze können ja generell richtiggehende Kriegsschauplätze sein heutzutage ;o). Mit verletzbar/angreifbar meinte ich die ganzen (subtilen) Schubladisierungen, die die Leute einem dann immer entgegenbringen, es kann einem aber noch viel Schlimmeres passieren. Man muss ja doch auf sich selbst schauen.


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#6
08.12.2013
18:57:09
Via Handy


(+9, 9 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von Ferrante


"Und am Arbeitsplatz würde ich mir das sowieso aus meiner Erfahrung mittlerweile ersparen"

Geht nicht! Dank deiner ach so tollen "Bundesmutti" müssen wir uns bereits in der Bewerbung zwangsouten!

Ach sorry, ich vergass, einer wie du geht sicherlich keine eingetragene Partnerschaft ein. Wo käme man denn hin wenn man sich aus lauter Liebe outen müsste, gell!

Einer wie du bleibt natürlich lieber feige im Schrank als zu sich und zu seinem Mann zu stehen!

Mal nachgesehen ob du noch Eier hast?


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#7
08.12.2013
19:02:41


(+6, 8 Votes)

Von Bewusstwerdung
Antwort zu Kommentar #1 von Hugo


"das Homosexualität und Bisexualität was ganz normales ist."

Es geht immer um HOMOsexualität, die unterdrückt wird und unsichtbar bleiben soll. Auch bei Bisexuellen.


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#8
08.12.2013
20:32:55


(+4, 8 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von Ferrante


""Ganz ehrlich, mit "schlechte Gesellschaft" meinte ich Leute, die so Kommentare wie ihr schreiben... Ihr lebt schon ein bisschen in einer Parallelwelt""..

Ich hatte den Unterton in Deiner Diktion schon verstanden !

Die schlechte Gesellschaft in der Mann sich befinden kann ist aber immer nur die, die einen nicht so leben läßt wie Mann es für sich selbst will !

Und so ist dann auch klar in welcher Parallellwelt Du lebst, zusammengeklebt aus Vorurteilen wie Verführungstheorien die so tief in Dein Hirn eingegraben sind, das es Dir unmöglich scheint, es könnte sich jemand mit Jugendlichen beschäftigen ohne eine in Deinen Augen ekelerregende Gegenleistung zu geben..

""euch immer zum Schäumen bringen""..

Mich bringt immer und vor allem die Vorstellung zum Schäumen, solche Elaborate wie die Deinen könnten von genau den Jugendlichen gelesen werden deren Suizid kurz bevor steht, und sie nähmen sich solche "Ratschläge" zu Herzen..

"" Als Jugendlicher in so einer sensiblen Phase/Verfassung ist man leider viel zu leicht beeinflussbar und offen für schlechte Einflüsse""..

Und diese schlechten Einflüße kann Mann an den Suizid-Statistiken ablesen !
Und das seit Jahrzehnten..
Es kümmert nur wenige darum die Gründe solche Suizide überhaupt einmal zu benennen und nach Wegen zu suchen sie zu verhindern..

Wir haben hier IMMER noch keine "Kultur" der "Kinder-und Jugendlichen-Häuser", so wie sich zwischenzeitlich eine "Frauenhaus-Kultur" etabliert hat, in denen Frauen denen Gewalt in der Familie angetan wird Zufluchten finden können..

Auf die Möglichkeit "unguter Eltern" zu verweisen kommt mir da wie ein Treppenwitz vor, wenn Mann bedenkt das sich der Artikel oben damit beschäftigt das ein MÖGLICHST FRÜHES COMMING OUT von der Masse der Teenager spricht, und nicht von immer wieder vorkommenden schlechten Beispielen wie ein Outing verlaufen könnte..

Ich weiß wovon ich da spreche, denn ich habe 1980 eine der ersten Jugendgruppen für begleitendes Comming Out mit gegründet, die immer noch besteht, und die seit langen Jahren beständige Arbeit leistet..

""Wer sich schon beim ersten Vorstellen outet, wirkt auf mich mittlerweile fanatisch und unreif""..

Mindestens ebenso unreif wie sich Heten verhalten die einem ungefragt von der Freundin und der letzten Nacht mit ihr erzählen um sich prahlerisch als Hengst darzustellen..

Welcher Schwule macht denn sowas ?
Guten Tag, ich bin Heinz und schwul !

In welchen Parallellwelten lebst Du ?

Aber was ist gegen ein beiläufiges "mein Freund", "mein Mann" als Reaktion auf "meine Freundin" einzuwenden ?

Gar nichts !

""Und am Arbeitsplatz würde ich mir das sowieso aus meiner Erfahrung mittlerweile ersparen, Arbeitsplätze können ja generell richtiggehende Kriegsschauplätze sein heutzutage""..

Arbeitsplätze sind wie Schulen..
(siehe den Link von oben)

Sie haben sich den Menschen anzupassen, und nicht umgekehrt, denn der Arbeitsplatz dient dem Menschen, und nicht der Mensch dem Arbeitsplatz !

"" Mit verletzbar/angreifbar meinte ich die ganzen (subtilen) Schubladisierungen, die die Leute einem dann immer entgegenbringen""..

Ach so..
Mann möchte so lange wie möglich aus der oberen Sockenschublade der Heten herauswinken, anstatt wenig beachtet aus der Schlüpper-Schublade unten rechts..

Das macht natürlich Sinn..
Wenn Mann im Schrank lebt..


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#9
08.12.2013
23:44:25


(-3, 5 Votes)

Von Ferrante


Ihr unterstellt einem da Dinge, von denen ihr absolut keine Ahnung habt bzw die ihr gerne hineinliest... Wahrscheinlich schäumt ihr wirklich vor dem Mund beim Tippen, so wie ihr schreibt ;o)


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#10
09.12.2013
08:55:47


(+1, 3 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #9 von Ferrante


Wer hier wem was unterstellt wovon er keine Ahnung hat ist anhand Deiner Kommentare leicht zu erkennen..


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