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  • 08.12.2013           25      Teilen:   |

Ausstellung und Bildband

Murnaus Lover mit und ohne Badehose

Artikelbild
Selbstauslöser: Friedrich Wilhelm Murnau 1927 mit seinem jungen mutmaßlichen Lover Hans Jahnke an einem See in Brandenburg (Bild: Friedrich Wilhelm Murnau/Deutsche Kinemathek)

Eine neue Ausstellung im Schwulen Museum Berlin zeigt die privaten Fotoarbeiten des legendären Regisseurs Friedrich Wilhelm Murnau.

Friedrich Wilhelm Murnau (1888-1931) gehört zu den international bedeutendsten Regisseuren des frühen Films. Weltruhm erlangte er 1922 mit dem Horrorklassiker "Nosferatu". Als Visitenkarte für seine Hollywood-Karriere diente der 1924 realisierte Film "Der letzte Mann", der mit entfesselter Kamera die Filmindustrie elektrisierte. Murnaus Homosexualität wurde von den Zeitgenossen mehr oder weniger elegant umschrieben. Er selbst hat sie nie öffentlich thematisiert. Sein Tod bei einem Autounfall 1931 auf der Küstenstraße von Santa Barbara gab der Mythenbildung kräftigen Auftrieb.

Die neue Ausstellung des Schwulen Museums in Berlin in Kooperation mit der Deutschen Kinemathek präsentiert Murnau als Fotografen, zeigt Privataufnahmen aus Tahiti, entstanden bei den Dreharbeiten zu seinem letzten Film "Tabu" und dokumentiert den Kreis von Mitarbeitern, Freunden und Liebhabern. "Tabu" galt in kargen Zeiten der Abstinenz schwuler Themen und Figuren im Film als die rare Ausnahme. Eine Abfolge homoerotischer Wunschbilder, gebettet in eine heterosexuelle Liebesgeschichte, die tragisch endet. Im schwulen Diskurs spielte der Film eine nicht zu unterschätzende Rolle. Murnau wurde zum Vorzeigeschwulen und in die Ahnenreihe bedeutender Vorkämpfer eingereiht. Ihn selbst hätte das wohl eher befremdet.

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200 stereoskopische Negative wurden mühevoll restauriert

Die privaten Aufnahmen zeigen Murnaus Begehren: Bei den Dreharbeiten zu seinem letzten Film "Tabu" in der Südsee - Quelle: Friedrich Wilhelm Murnau/Deutsche Kinemathek
Die privaten Aufnahmen zeigen Murnaus Begehren: Bei den Dreharbeiten zu seinem letzten Film "Tabu" in der Südsee (Bild: Friedrich Wilhelm Murnau/Deutsche Kinemathek)

Die Stereobilder, die das Schwule Museum in neuen Prints präsentiert, gehen auf einen Fund des Murnau-Forschers Heinrich Gräfenstein zurück. 1993 stieß er in einem Karton von Filmresten zu Tabu auf rund 200 stereoskopische Negative, die in ihrer Konsistenz bereits erheblich geschädigt waren. Da aber bei den Stereoaufnahmen zu jedem Motiv zwei Aufnahmen in leichter Achsenverschiebung vorhanden sind, konnte Gräfenstein in jahrelanger Arbeit mit dem Fotorestaurator Klaus Pollmeier zumindest die Motive retten. In der Ausstellung werden sie nun erstmals in einem größeren Zusammenhang gezeigt. Die restaurierten Originalnegative erwarb die Deutsche Kinemathek 1994 von Murnaus Erben.

Die Bilder selbst sind teils sehr privat: Die Abendsonne wirft lange Schatten. Murnau ist mit Freunden im Segelboot unterwegs, erkundet die Gewässer rund um Berlin. Ruth Landshoff berichtet in ihrem biografischen Buch Klatsch, Ruhm und kleine Feuer von dem Ausflug und erwähnt Hans Jahnke, einen Zeitungsausträger, mit dem sie befreundet war und der offensichtlich auch Murnaus Wohlgefallen fand. Auf den erhaltenen Stereonegativen aus Murnaus Nachlass ist er mit und ohne Badehose verewigt.

Jungs posieren am Pool in Hollywood

Der Zeitungsausträger Hans Jahnke ist auf den Fotos mal mit, mal ohne Badehose zu sehen
Der Zeitungsausträger Hans Jahnke ist auf den Fotos mal mit, mal ohne Badehose zu sehen (Bild: Friedrich Wilhelm Murnau/Deutsche Kinemathek)

Zu sehen sind auch die Jungs, die Murnau an einem Pool in Hollywood fotografierte. Ihre Posen sind gestellt, schon wegen der langen Belichtungszeit. Die meisten blicken verlegen in die Kamera, einige sind sich ihrer Wirkung auf den Fotografen bewusst – sie kokettieren. Die Bilder dokumentieren Murnaus Verlangen. Distanzierter sind die Fotos, die sich von der Besatzung seiner Jacht erhalten haben, mit der er in die Südsee stach, um zusammen mit Robert Flaherty einen Film über das Leben der Insulaner zu drehen.

Wer nicht die Gelegenheit hat, in dem kommenden Wochen nach Berlin zu fahren, kann sich die Bilder auch zu Hause betrachten: Zeitgleich zur Ausstellung im Schwulen Museum ist bei Schirmer/Mosel der Bildband Friedrich Wilhelm Murnau – Die privaten Photographien 1924-1930 erschienen – mit Aufnahmen aus Berlin, Hollywood und Tahiti. (cw/pm)

  Infos zur Ausstellung
Friedrich Wilhelm Murnau – Die privaten Fotografien. Noch bis 10. März 2014 im Schwulen Museum, Lützowstraße 73, 10785 Berlin. Öffnungszeiten: Mo, Mi-Fr, So 14-18h, Sa 14-19h, Di geschlossen.
Links zum Thema:
» Mehr Infos zum Bildband und Bestellmöglichkeit bei Amazon
» Homepage des Schwulen Museums
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Tags: friedrich wilhelm murnau, schwules museum, berlin
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Reaktionen zu "Murnaus Lover mit und ohne Badehose"


 25 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
08.12.2013
15:44:41


(-1, 5 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Schöne Fotos!


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#2
08.12.2013
17:50:11


(+2, 8 Votes)

Von audi5000
Aus lindau (Bayern)
Mitglied seit 20.05.2013


man muss nicht immer nen schwanz sehn das solche bilder erotisch sind.


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#3
08.12.2013
18:47:34
Via Handy


(+11, 11 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von audi5000


Stimmt. Tatsache ist aber leider das immer weniger welche zu sehen sind.

In den 80ern beispielsweise war es noch gang und gäbe das man sich nackt ausgezogen hat bevor man in den See sprang. Nach dem Bade kam man "füdliblutt" aus dem See trocknete sich ab und zog sich wieder an. Keiner hat blöd geguckt.

Heute fummeln die verklemmten Jungs minutenlang an ihrer nassen Badehose unter ihrem Badetuch rum und dann nochmals dasselbe mit der Unterhose bis die endlich an der Hüfte oben abgekommen ist.

Woher bloss kommt diese neue doofe Scham?


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#4
08.12.2013
19:21:37


(+7, 7 Votes)

Von audi5000
Aus lindau (Bayern)
Mitglied seit 20.05.2013


zu#3: da kann ich dir nur zustimmen. das hab ich auch schon erlebt, auch an stränden wo sonst alle nackt sind. das sind auch die wo sagar im schwimmbad mit hose duschen. ich weis auch nicht wo dieses neue schamgefühl her kommt? nacktheit ist doch ewas ganz natürliches!


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#5
08.12.2013
20:44:24


(+1, 7 Votes)

Von alexander
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #4 von audi5000


in dieser frage habe ich schon lange die waffen gestreckt!!! in den frühen 70igern, haben wir für FKK strande gekämpft!!!
nur ein beispiel, in berlin am strandbad wannsee, war man nach jahrelangen querelen dabei, hat die zäune entfernt und alles erlaubt, jeder wie er lust hatte.(hat ca. 10 jahre gedauert!) natürlich haben sich die nackten und die textilen badegäste ihre ecken gesucht, war jahrelang toll!!!!
dann kamen, anfang 2000, die "tommi hilfigertunten", die auf den toiletten und duschen völlig schamlos herumvögelten, auch wenn kleine kinder in der nähe waren, aber ansonsten die fkk badestellen zum schwulen sliperlebnisstrand umfunktionierten! und die entrüstungsstürme, wenn ein FKK badegast sagte sie sollten mal ihre stofffetzen ausziehen, da es FKK strand sei??? diese probleme haben wir den völlig bescheuerten jungtunten zu verdanken, die offenbar sofort einen identittsverlust erleiden mussten, wenn sie kein "modisches höschen" tragen durften!!!
es wurde so schlimm, das ich nach immerhin 30 jahren wannseegast, seit 13 jahren verzichte!!!
ich liebe diese sorte : HAARE IGITTIGITTIGITT; EIN PFUND ZUVIEL, OH GOTT WAS IST DAS? ETWA EIN KERL???
LEIDER IST DIESE SPEZIES SEHR WEIT VERBREITET!!! WIE DU AN DEN VIELEN ENTSPRECHEND DUMMEN UND GERADEZU HAUSFRAUENMÄSSIGEN KOMMENTAREN HIER ERKENNEN KANNST!!! es ist wirklich eine neue sorte entstanden : "DIE ANGEPASSTE GARTENZWERGTUNTE"; EINE HYBRIDE!!! sie vermehrt sich durch dummheit!!!
was mich allerdings etwas stutzig macht, hast du die letzten jahrzehnte im wachkoma gelegen, denn die problematik die du ansprichst, hatten wir nun wirklich anfang der 70iger jahre???


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#6
08.12.2013
21:01:32


(+5, 13 Votes)

Von richtig
Antwort zu Kommentar #3 von daVinci6667


und schon mädchen werden hingegen darauf getrimmt, in immer knapperen klamotten herumzurennen und sich auch im alltag als abziehbilder der quasi-porno-objekte zu präsentieren, zu denen frauen massenmedial rund um die uhr gemacht werden.

sexismus und homophobie (und genau diese steckt auch wesentlich hinter der verklemmtheit junger männer) sind zwei seiten ein und derselben medaille.

auch wenn's vielen nicht passt - es nützt nichts, vor der realität die augen zu verschließen:

Bild-Link:
bzga2.jpg


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#7
08.12.2013
21:18:10


(+3, 5 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von alexander


""wenn ein FKK badegast sagte sie sollten mal ihre stofffetzen ausziehen""..
""modisches höschen""..

Das, was Du als "Stofffetzen" und "höschen" bezeichnest ist aber gar keines..

Neben der offensichtlichen Identitätsstiftung durch die H&M-Klamotte, mit deren abstreifen offenbar auch der Verlust des sozialen Standes befürchtet wird, ist dieses Teil in den letzten 2 Jahrzehnten auch noch gewachsen..

Ganz im Gegensatz zum Selbstbewußtsein des Trägers und vielleicht sogar des Schwänzchens sind diese Dinger inzwischen so groß das Mann zu Recht vermuten muß, Burka´s seien gar keine Erfindung der muslimischen Tuareg, die sich damit vor den heißen Sandstürmen schützen..

Und zwar entgegen der Annahme verblödeter Religioten sowohl Männlein wie Weiblein..

Das was sich Jungs Heutzutage als Höschen überstreifen reicht oft von über dem Bauchnabel bis unter die Knöchel, und um möglichst alles vollständig zu verbergen greift Mann neben lichtdichten Stoffen auf zusätzliche Speedo´s zurück, die unter der Jungen-Burka getragen, jede noch so kleine Bewegungsfreiheit des Schwänzchens endgültig vermeiden helfen..

Vorbei die Zeiten in denen die Speedo so tief getragen wurde das zwischen den haarlosen Leisten die Schwanzwurzel sichtbar, ein Blick von oben gar den frisch rasierten Beutel offenlegte, und die Rückansicht ein Maurerdekolleté feilbot, deren fleischige Seiten die freie Sicht auf das Ende des Steißknochens garantierten..

Auch das sind die Auswüchse der allseits zu Recht bemängelten Heteronormativität, und die wiedererwachte Scham, die immer noch ein Chauvinistisches Machtinstrument der Kontrolle von Kindern und Frauen ist, wird trotz der angeblichen "über-sexualisierung" der Kids allgegenwärtig eingesetzt um sie zu kontrollieren und zu unterdrücken..


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#8
08.12.2013
21:22:44


(+5, 5 Votes)

Von audi5000
Aus lindau (Bayern)
Mitglied seit 20.05.2013


zu alexander: ne, nicht im wachkoma, obwohl ich vielleicht so alt aussehe war ich in den 70gern noch ein kind. aber ich weis was du meinst! in den 80gern war auch noch alles lockerer


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#9
08.12.2013
22:04:45


(+2, 2 Votes)

Von alexander
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #8 von audi5000


sorry, ich meinte das nicht abwertend, sondern erstaunt, du wirkst auf deinem konterfei reifer! (nicht älter!), lach!
aber du hast recht, in den 80igern, war es noch erträglicher! ich finde diese entwicklung "zur omakultur" auch entsetzlich, vor allem frage ich mich immer, wem haben wir diese entwicklung zu verdanken,, wir haben für diese freiheit gekämpft und müssen uns heute unsere UNMORAL(lach!) vorwerfen lassen!!!
ist das nicht idiotisch???
mea culpa, ich wollte dir altersmässig nicht zu nahe treten, da bin ich wohl zu vorschnell von mir ausgegangen, sorry!!!


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#10
08.12.2013
23:34:27


(-5, 9 Votes)

Von Ferrante


Also, eure Kommentare hier mal wieder... Sehr bizarr. Ihr klingt wie alte Spanner-Tunten ;o)


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