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  • 08.12.2013           6      Teilen:   |

Aktionsplan "Für Akzeptanz und gleiche Rechte"

Baden-Württemberg befragt seine queeren Bürger

Artikelbild
In einem landesweiten Aktionsplan sollen Konzepte entwickelt werden, um Vorurteile gegenüber LGBT abzubauen und Baden-Württemberg zu einem Vorreiter für Offenheit und Vielfalt zu machen

Mit einer Onlinebefragung möchte die Landesregierung mehr über die Situation von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgendern und Intersexuellen erfahren.

Rheinland-Pfalz machte im Sommer den Anfang. Als erstes Bundesland befragte die rot-grüne Landesregierung von Juli bis September 2013 ihre queeren Bürger, um Anregungen für den geplanten Landesaktionsplan "Rheinland-Pfalz unterm Regenbogen" sowie sozialstatistische Daten zu gewinnen (queer.de berichtete).

Während in Mainz die Ergebnisse noch ausgewertet werden, hat unterdessen auch das grün-rot-regierte Baden-Württemberg eine ähnliche Online-Umfrage zur Situation von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen, Transgendern und Intersexuellen gestartet. Bis Ende Februar 2014 können interessierte Menschen anonym Fragen zum Lebensalltag und zu gemachten Diskriminierungserfahrungen beantworten.

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Gefragt wird u.a. nach Erfahrungen in Schule und Beruf

Die Onlineumfrage wird vom Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren verantwortet. Ziel sei es, die bisher völlig ungenügende statistische Datenlage zur Lebenssituation queerer Menschen in Baden-Württemberg zu verbessern.

Neben Fragen zur sexuellen und geschlechtlichen Identität werden beispielsweise Erfahrungen als Jugendlicher oder als Teil einer Regenbogenfamilie, in der Schule, bei der Arbeit und mit der Polizei erfasst. Der zeitliche Umfang der Onlinebefragung beträgt ungefähr 30 Minuten. Die Ergebnisse der Befragung sollen in die Erstellung des Aktionsplans "Für Akzeptanz und gleiche Rechte" einfließen. Die FamilienForschung Baden-Württemberg übernimmt die Auswertung und sichert die Anonymität sowie den Schutz der Daten zu.

Das Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg begrüßte die Onlinebefragung des Landesregierung als eine "weitere Möglichkeit, die vorhandenen Diskriminierungen gegenüber sexueller und geschlechtlicher Vielfalt deutlich zu benennen", und forderte zur Teilnahme auf. "Sie bietet eine Plattform, Lebenswirklichkeiten des LSBTTIQ-Spektrums in seiner Vielfältigkeit gegenüber der Landespolitik sichtbar zu machen." (cw)

Links zum Thema:
» Link zur Onlinebefragung
» Mehr Infos zum Aktionsplan "Für Akzeptanz & gleiche Rechte Baden-Württemberg"
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Tags: aktionsplan, baden-würrtemberg
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Reaktionen zu "Baden-Württemberg befragt seine queeren Bürger"


 6 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
08.12.2013
15:45:32


(0, 6 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Gut, wenn die anderen 14 Bundesländer dem auch folgen würden!!!


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#2
08.12.2013
19:31:49


(+6, 6 Votes)

Von Willywillswissen


Die tollen Grünen. Liebe NRW-Grünen, was ist in NRW aus Eurem (ja ich weiß, UNSEREM) Aktionsplan geworden? Bis heute nur heiße Luft ohne ernstzunehmendes Budget, ohne Non-PR-Maßnahmen. Wir sind keinen Schritt voran gekommen.


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#3
09.12.2013
09:02:22


(+2, 6 Votes)
 
#4
09.12.2013
20:53:27


(-1, 3 Votes)

Von Timm Johannes


In Baden-Württemberg fehlt noch immer die Gleichstellung des baden-württembergischen Landesrechts an die Eingetragene Lebenspartnerschaft. Die Landesregierung sollte erstmal ihre Hausaufgaben hier erledigen, denn bisher wurde nur das Landesbeamtenrecht angepasst.

Bisher fehlt die Gleichstellung im Landesrecht von Baden-Württemberg, Thüringen, Sachsen und Bayern. Dort wurde jeweils nur das Landesbeamtenrecht angepasst. Alle anderen Bundesländer hingegen haben ihr Landesrecht gleichgestellt.


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#5
10.12.2013
01:37:15


(0, 2 Votes)

Von TheDad
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Antwort zu Kommentar #4 von Timm Johannes


Vielleicht dient die Umfrage dazu um zu erfahren ob eine Gleichstellung im Landesrecht überhaupt noch notwendig ist ?

Die Spießer nehmen doch überall zu..
Denen reicht ein Häuschen mit Gartenzwerg und Hollywoodschaukel, und das Ehegattensplitting..

Wozu brauchts dort dann noch die gemeinsamen Einkaufsberchtigung für Sprengstoffe ?


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#6
10.12.2013
09:56:41


(-2, 2 Votes)
 


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