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  • 09.12.2013           81      Teilen:   |

Katholische Kirche

Homophober Hirtenbrief zum Tag der Menschenrechte

Artikelbild
Bischof Vitus Huonder glaubt, dass Kindern schon in der Schule Homosexualität beigebracht werden soll. (Bild: Bistum Chur)

Wenn Homosexuelle gleichgestellt werden, zerstören sie Ehe und Familie und verursachen "psychische Störungen" bei Kindern, glaubt der katholische Bischof von Chur.

Der schweizerische Bischof Vitus Huonder wird sich anlässlich des Tages der Menschenrechte am Dienstag mit einem Hirtenbrief an seine Untergebenen wenden, um sie vor dem "Genderismus" zu warnen. Diese "totalitäre Ideologie" wolle erreichen, dass Homo- und Transsexuelle rechtlich gleichgestellt werden, so der Bischof. Der Brief richtet sich an rund 100 Priester, Diakone, Pastoralassistenten und Religionspädagogen in Huonders Bistum Chur.

Diese gegen Christen gerichtete Lehre werde gesellschaftlich durchgesetzt, indem "das vermeintliche Recht gleichgeschlechtlicher Paare, zu heiraten und Kinder zu adoptieren", betont werde. Außerdem geschehe dies durch die "(Homo-)Sexualisierung der Kinder in Kindergarten und Schule".

Das habe katastrophale Auswirkungen auf die Gesellschaft: So sei die rechtliche Gleichberechtigung von Homo- und Heterosexuellen "ein Angriff auf Ehe und Familie" und führe dazu, dass dem Menschen "die moralische Orientierung für den rechten Gebrauch seiner Freiheit genommen" werde. Das führe wiederum dazu, dass die "Mutterschaft" von der Gesellschaft nicht mehr geachtet und der Mann generell als "Täter" stigmatisiert werde. Außerdem würden sich durch die Gleichbehandlung "psychische Störungen" bei Kindern und Jugendlichen einstellen.

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Huonder sieht den Homosexuellen als Kinderverderber

Besonders betroffen seien Kinder in Regenbogenfamilien. Die "Auslieferung" von Minderjährigen an Homo-Paare "beraubt sie der Grundlage einer gesunden psychischen Entwicklung", so der katholische Würdenträger. Außerdem zerstöre Sexualaufklärung das "Feingefühl" der Schüler.

Huonder ist seit 2007 Bischof von Chur und gilt als sehr konservativ. Er hat bereits in der Vergangenheit wiederholt Homosexuelle als Hauptfeinde der Katholische Kirche ausgemacht. 2011 sprach er Christen außerdem ein "Widerstandsrecht" gegen den Staat zu, wenn dieser in Schulen versuche, Kinder aufzuklären oder über HIV-Prävention zu informieren (queer.de berichtete).

In der schweizerischen Politik stießen die Äußerungen des Bischofs parteiübergreifend auf Kritik. So erklärte Nationalrätin Kathy Riklin von der konservativen Christlichdemokratischen Volkspartei (CVP), sie sei enttäuscht, dass Huonder den Tag der Menschenrechte für seinen Kreuzzug nutze und alle verurteile, "die nicht ins traditionelle Schema passen. Dies ganz im Gegensatz zu Papst Franziskus, der Barmherzigkeit verlangt und gegen Einmischung ins persönliche Leben ist".

Die schweizerische Regierung hatte unter Ferderführung der CVP allerdings erst im Oktober angekündigt, Homo-Rechte einschränken zu wollen: So empfiehlt sie ein "Ja" bei einem Volksentscheid, der ein Ehe-Verbot für Schwule und Lesben in der Verfassung verankern soll (queer.de berichtete). (dk)

Links zum Thema:
» Hirtenbrief (veröffentlicht von der "Sonntagszeitung", PDF)
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Tags: katholische kirche, chur, vitus hounder, schweiz
Schwerpunkte:
 Römisch-katholische Kirche
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Reaktionen zu "Homophober Hirtenbrief zum Tag der Menschenrechte"


 81 User-Kommentare
« zurück  12345...89  vor »

Die ersten:   
#1
09.12.2013
13:41:19
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(+4, 6 Votes)

Von Luca


So viel zur Theorie, unter dem neuen Papst würde sich die Kirche ändern...


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#2
09.12.2013
13:43:06
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(+6, 8 Votes)
 
#3
09.12.2013
13:44:43
Via Handy


(+7, 9 Votes)

Von Timon


Wollen die Hetzer von der Kinderschänder-Sekte wieder mal von ihren Verbrechen ablenken?!


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#4
09.12.2013
13:47:24
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(+8, 10 Votes)

Von Felix


Was sind das für Menschen, die Liebe verachten und Hass predigen?

Solche fanatischen Fundamentalisten sind eine größere Gefahr als liebende Menschen.


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#5
09.12.2013
13:48:37


(+9, 9 Votes)

Von Thom_ass1973
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Womit mal wieder bewiesen wäre, garkein bzw. schlecht ausgelebtes (ja sogar verbotenes) Sexualleben führt zu geistlicher Umnachtung. Der Mann denkt mit seinem Geschlechtsteil, dieses ist ja bekanntermaßen bei den Katholiban freiwillig nur noch zum urinieren da ...
Lieber Herr Bischof ficken für den Weltfrieden ist effektiver wie Ihre geistigen Ergüsse - auch wenn sich in Ihrem Fall schwerlich ein Freiwilliger finden wird!!


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#6
09.12.2013
13:51:52


(+4, 8 Votes)

Von sperling


ach du lieber himmel...

>"Die gefährlichste Weltanschauung ist die derer, die sich die Welt nie angeschaut haben," sagte angeblich a.v.humboldt, und wenn er's war, hatte er verdammt recht.

hier zieht jemand über queer theory her, der nicht mal im ansatz kapiert hat, worum es dabei geht. schon beim ersten blick in das machwerk fallen mindestens 20 aussagen auf, die so falsch sind, dass man weit ausholen müsste, um sie auch nur einigermaßen an die realität heranzubiegen.

hier erzählt jemand von freiheit, der dem menschen die freiheit nicht gönnt.

und am lustigsten: hier erzählt mal wieder jemand was von "wissenschaft", für den die wahrheit in geschlechterfragen so aussieht:

>"Gott liebt sein Volk wie der Bräutigam seine Braut. Jesus Christus ist seiner Braut, der Kirche, in treuer Liebe hingegeben bis zum Tod am Kreuz. Die Braut erwartet voll Sehnsucht ihren Bräutigam. In der lebendigen Beziehung zu Christus und der Kirche können die Rivalität, die Feindschaft und die Gewalt, welche die Beziehung von Mann und Frau belasten und entstellen, überwunden werden. Diese Sicht des Glaubens wird durch den Genderismus verdunkelt."

was bitte ist an diesem haarsträubenden irrwitz denn noch zu verdunkeln?

immerhin: ich habe gelernt, in welche gruseligen subkulturen man sich einreiht, wenn man das unwort "genderismus" verwendet. wer's wie ich noch nicht wusste: einfach mal googeln.


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#7
09.12.2013
14:00:50


(+7, 9 Votes)

Von David77


Die Mutterschaft werde nicht geachtet?
Da spricht ja gerade der Fachmann, wenn man an die Mutterschaften der unehelichen, verschwiegenen Priesterkinder denkt.
Oder daran, Frauen in einer anderen Konstellation gar die Fähigkeit dazu abzusprechen.
Aber vielleicht sind das ja alles unbefleckte Empfängnisse nach Einfahrt des heiligen Geistes, das sollen ja sehr viele für möglich halten.


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#8
09.12.2013
14:02:38


(+4, 4 Votes)

Von Kokolemle
Aus Herschweiler
Mitglied seit 02.12.2009


Glauben ist immer noch nicht wissen. Das sollte Bischof Vitus Huonder eigendlich wissen.


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#9
09.12.2013
14:03:13


(+8, 10 Votes)

Von sperling


ganz zu recht übrigens hat die redaktion schon in der überschrift hervorgehoben, dass ausgerechnet zum "tag der menschenrechte" diesem kasper nichts anderes einfällt, als den menschen zu predigen, welche rechte sie NICHT haben und dass sie sich unbedingt dafür einsetzen müssen, dass auch andere sie niemals bekommen.

und er merkt nicht einmal, welches licht das auf seine perverse ideologie wirft.


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#10
09.12.2013
14:25:46
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(+7, 9 Votes)

Von Millionär


Wenn ein Kind psychische Probleme bekommt dann sicher durch Sexuelle Übergriffe von einem Priester oder Pfarrer.
Das, .....sehr geehrter Herr Bischof wird ja immer unter dem Teppich gekehrt und tot geschwiegen.
Machen sie sich mal darüber Gedanken und nicht über Angelegenheit worüber sie überhaupt keine Ahnung haben!!!!!!!


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