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  • 09.12.2013           20      Teilen:   |

Interview

Lady Gaga empfiehlt Sotschi-Boykott

Artikelbild
Lady Gaga hat sich in den letzten Jahren immer wieder für LGBT-Rechte eingesetzt (Bild: Yne Van De Mergel / flickr / cc by 2.0)

Die Sängerin hält es für falsch, die Olympiade in einem homophoben Land wie Russland zu unterstützen. Sie glaubt, dass sie selbst nicht mehr im Land willkommen ist.

Superstar Lady Gaga hat in einem Interview im britischen Fernsehen einen Boykott der Olympischen Winterspiele in Sotschi wegen der homophoben Gesetze empfohlen. In der am Freitag auf Channel 4 ausgestrahlten Talkshow von Comedian Alan Carr lobte die amerikanische Sängerin das Coming-out des britischen Turmspringers Tom Daley (queer.de berichtete). Dann erklärte sie: "Ich denke, wir sollten gar nicht zur Olympiade gehen. […] Es ist absolut falsch, dass so viele Länder einem Land Geld schicken, das Homosexuelle nicht unterstützt." Später sagte sie, dass sie bedauere, dass so viele homosexuelle Jugendliche ein solch hartes Leben in Russland hätten.

Auf die Frage, ob sie selbst wieder in Russland auftreten werde, erklärte die 27-Jährige: "Ich denke, die werden mich nicht mehr hereinlassen. Das letzte Mal habe ich auf der Bühne geschrien: 'Ich bin gay – nehmt mich fest'". Lady Gaga hatte sich im Dezember 2012 bei Auftritten in Moskau und St. Petersburg für schwul-lesbische Rechte eingesetzt (queer.de berichtete).

Youtube | Lady-Gaga-Interview (Russland ab ca. 6 Minuten)
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Debatte um Boykott

Die meisten Sportler und Politiker sprechen sich gegen einen Boykott der Olympischen Winterspiele im Februar kommenden Jahres aus. LGBT-Aktivisten, insbesondere aus Russland, halten vielmehr Proteste während der Spiele für erfolgsversprechender. Für einen Boykott haben sich unter anderem Pussy-Riot-Mitglied Jekaterina Samuzewitsch und die Kölner Komikerin Hella von Sinnen ausgesprochen. Zuletzt kündigte Bundespräsident Joachim Gauck an, nicht zu den Spielen zu kommen, was in den Medien mit der Menschenrechtssituation in Zusammenhang gebracht wurde.

Lady Gaga hatte sich 2009 als bisexuell geoutet (queer.de berichtete). Sie hat sich wiederholt für LGBT-Rechte engagiert. So hat sie sich an Demonstrationen gegen das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben beteiligt. Außerdem setzte sie sich erfolgreich dafür ein, dass der Konzern "Target" die Unterstützung von Gruppen beendet, die sich gegen Homo-Rechte aussprechen (queer.de berichtete). "Target" ist nach Wal-Mart der zweitgrößte Einzelhänder in den USA. (dk)

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Tags: russland, lady gaga, sotschi, olympiade
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Reaktionen zu "Lady Gaga empfiehlt Sotschi-Boykott"


 20 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
09.12.2013
14:42:54


(+6, 8 Votes)

Von m123


Alle die hingehen sollten protestieren. Oder anders gesagt: Wer nicht vorhat dort zu protestieren, wenn er hinginge, der sollte gar nicht erst hingehen.


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#2
09.12.2013
14:58:09
Via Handy


(+2, 6 Votes)

Von Felix


Richtig so.

Da Diskussionen und sogar jede Meinungsäußerung oder auch das Tragen mancher Farben bereits verboten ist, bleibt gar nichts anderes als ein Boykott übrig.


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#3
09.12.2013
15:05:40
Via Handy


(+3, 9 Votes)

Von Timon


Die Olympischen Spiele sollen die dortigen Verbrechen gegen die Menschlichkeit hinter einer bunten Fassade verstecken und dem faschistischen Diktator den internationalen Erfolg bringen, den er braucht, um seine Macht zu zementieren und die Menschenrechtsverletzungen zu legitimieren.

Das kann man nur verhindern, wenn man die Spiele boykottiert und so die schillernde Fassade zerstört, die die Verbrechen verstecken soll.


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#4
09.12.2013
15:08:01
Via Handy


(+4, 6 Votes)

Von Simon H


Wer diese Olympischen Spiele und die Sponsoren nicht boykottiert, macht sich mitschuldig und hat ebenfalls Blut an seinen Händen, was man nie mehr ab bekommt.


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#5
09.12.2013
15:13:59


(+4, 6 Votes)

Von Tobi Cologne


Es zeigt sich doch immer wieder, dass bei solchen Subjekten Fakten und Argumente nichts bringen. Nur Boykotte können wirklich etwas ändern...


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#6
09.12.2013
15:16:21
Via Handy


(+5, 7 Votes)

Von Luca


Boykotte sind das einzige, womit man was bewirken kann.

Und selbst, wenn das nichts brächte, will ich das nicht auch noch unterstützen.


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#7
09.12.2013
16:14:29


(+4, 6 Votes)

Von Yannick
Antwort zu Kommentar #6 von Luca


Volle Zustimmung!

Unabhängig von der Wirkung der Boykotte will ich ganz einfach nicht, dass Russland, das IOC oder die Sponsoren auch nur einen Cent an mir verdienen.

Oder dass dank mir diese Strategie, die dreckige Wahrheit hinter einer bunten Fassade zu verstecken, gelingt.


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#8
09.12.2013
16:22:15


(+3, 5 Votes)

Von Hinnerk


"Die meisten Sportler und Politiker sprechen sich gegen eine Boykott der Olympischen Winterspiele im Februar kommenden Jahres aus."

Weil es feige, rückgratlose Opportunisten sind, die lieber schweigend wegsehen als sich auch mal mit Unangenehmem zu befassen.

---------------------

"LGBT-Aktivisten, insbesondere aus Russland, halten vielmehr Proteste während der Spiele für erfolgsversprechender."

Das wären sie vielleicht, wenn sie möglich wären. Nur ist leider jede Art von Protest, Meinungsäußerung oder auch nur schon das Zeigen eines Regenbogens untersagt! Und wird auch entsprechend sanktioniert...

Und da ist sich das russische Regime auch der Unterstützung seiner Vasallen vom IOC sicher, die da voll hinter stehen!

Diese angebliche Protest (wenn er überhaupt versucht würde, was erfahrungsgemäß nicht der Fall ist, weil viele gerne labern, aber nicht handeln) ist also erst gar nicht möglich!!


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#9
09.12.2013
16:23:52


(+6, 6 Votes)

Von Dank an Gaga


Ich danke Lady Gaga, dass sie sich wieder mal für unsere Rechte einsetzt und wie schon Pussy Riot, Hella von Sinnen und Joachim Gauck zu den wenigen anständigen Promis zählt, die klar Stellung beziehen statt feige wegzusehen!!


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#10
09.12.2013
16:36:40


(+3, 5 Votes)

Von Pascal


Olympische Spiele 1936 im faschistischen Deutschland

=

Olympische Spiele 2014 im faschistischen Russland

Wehret den Anfängen!!!


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