Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?20615

Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) (Bild: Heinrich-Böll-Stiftung / flickr / by-sa 2.0)

Vertreter aus verschiedenen schwul-lesbischen Vereinen in Stuttgart haben am Montag 360 Unterschriften an Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) übergeben.

Die Unterzeichner fordern einen "würdigen Lern- und Gedenkort" in der ehemaligen Gestapo-Zentrale, dem Hotel Silber in der Dorotheenstraße. Hier wurden in den letzten Monaten Kürzungen angekündigt. An dem Appell sind die Veranstalter des CSD Stuttgart, der LSVD Baden-Württemberg, Schwulst e.V., der Verband lesbischer und schwuler Polizeibediensteter (VelsPol) Baden-Württemberg, das schwul-lesbische Zentrum Weissenburg sowie "Schwulenmutti" Laura Halding-Hoppenheit (Kings Club) beteiligt.

Das Stadtoberhaupt nahm die Unterschriften unmittelbar vor Beginn der zweiten Lesung des Doppelhaushalts 2014/2015 der Landeshauptstadt im Rathaus persönlich entgegen. "Das bisher auf Verwaltungsebene erzielte Ergebnis lässt befürchten, dass die Verfolgungsgeschichte der Homosexuellen in der geplanten Dauerausstellung höchstens gestreift werden kann", so die Aktivisten in einer gemeinsamen Erklärung. "Durch die Reduzierung der Fläche für die Dauerausstellung von 600 auf 300 Quadratmeter ist insbesondere zu befürchten, dass die Kontinuität der Verfolgung für Homosexuelle vor 1933 und nach 1945 nicht in Ansätzen adäquat dargestellt werden kann". Das Hotel Silber wird gemeinsam von der Stadt Stuttgart und dem Land Baden-Württemberg getragen.

Die schwul-lesbischen Gruppen appellierten an die Mitglieder des Stuttgarter Gemeinderats und an die Abgeordneten des Landtags, "sich nach fast 70-jährigem Vergessen, Verdrängen und Vernachlässigen des homosexuellen Leids für einen würdigen Lern- und Gedenkort unter Einbeziehung aller NS-Verfolgtengruppen einzusetzen".

Die Aktivisten wollen noch bis Januar 2014 weitere Unterschriften sammeln. Dazu haben sie eine Website geschaltet, bei der eine Online-Unterschrift möglich ist. (pm/dk)



#1 FelixAnonym
  • 11.12.2013, 09:35h
  • Es kann doch wohl nicht sein, dass in der geplanten Dauerausstellung die Verfolgung Homosexueller höchstens gestreift wird...

    Das muss genauso ein gleichberechtigtes Thema sein, wie die Verfolgung anderer Gruppen.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 SebiAnonym
  • 11.12.2013, 10:23h
  • Ich finde es wirklich skandalös, dass in der Dauerausstellung die Verfolgung von Schwulen im Dritten Reich weitestgehend totgeschwiegen werden soll.

    Das ist nochmal eine nachträgliche Relativierung der Nazi-Verbrechen in große und weniger große Opfer und eine Verhöhnung der Opfer.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 GerritAnonym
#4 Tobi CologneAnonym
  • 11.12.2013, 11:16h
  • Dass die mit 600 Quadratmetern eh schon geringe Ausstellungsfläche nochmal auf 300 Quadratmeter halbiert wurde, sagt schon sehr viel darüber aus, wie man dort mit den dunklen Seiten der deutschen Geschichte umgeht...

    Dass diese Verkleinerung dann aber auch noch zu Lasten der schwulen Opfer gehen soll, ist ein Skandal! Die trampeln auf dem Gedenken der schwulen NS-Opfer rum.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 YannickAnonym
  • 11.12.2013, 16:26h
  • Das ist wirklich nicht nur unverschämt, sondern menschenverachtend, zynisch und scheinheilig!
  • Antworten » | Direktlink »
#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
#7 YannickAnonym