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Für Gleichbehandlungsministerin Maria Miller (Konservative) ist die Gleichstellung ein weiterer Schritt in der "Evolution der Ehe"

Die britische Regierung hat am Dienstag angekündigt, dass Schwule und Lesben ab dem 29. März 2014 in den Landesteilen England und Wales heiraten dürfen.

Gleichbehandlungsministerin Maria Miller erklärte, dass ab diesem Zeitpunkt die Ehe "allen offen steht, egal, ob sie sich in ein Mitglied des gleichen oder eines anderen Geschlechts verlieben". Die Politikerin von David Camerons konservativer Partei erklärte weiter: "Das ist nur ein weiterer Schritt in der Evolution der Ehe und ich weiß, dass viele Paare im ganzen Land aufgeregt sind, dass sie nun endlich für ihren großen Tag planen können."

Die Ehe-Öffnung war im Mai von der konservativ-liberalen Regierungskoalition beschlossen worden. Im Juli stimmte auch das Oberhaus zu, noch am selben Tag unterschrieb Königin Elisabeth II. das Gesetz (queer.de berichtete). Bereits 2005 hatte das britische Parlament, damals noch unter einer Labour-Regierung und gegen den Widerstand der Konservativen, eingetragene Partnerschaften eingeführt.

Das neue Gesetz gilt nicht in Schottland und Nordirland. Dort ist den regionalen Parlamenten inzwischen eine weitgehende Autonomie gewährt worden. In Schottland gibt es allerdings bereits einen ähnlichen Gesetzentwurf zur Ehe-Öffnung, dem das Parlament vergangenen Monat in erster Lesung mit überwältigender Mehrheit zugestimmt hat (queer.de berichtete).

Als einziger Landesteil des Vereinigten Königreichs lehnt Nordirland bislang die Ehe-Öffnung ab. Eine Abstimmung im Regional-Parlament verloren die Gleichstellungsbefürworter knapp mit 42 zu 50 Stimmen (queer.de berichtete). Allerdings deuteten sich zuletzt Verbesserungen an: Der oberste Gerichtshof des Landesteiles hat am Mittwoch entschieden, das Adoptionsrecht auf homosexuelle Paare und unverheiratete Heterosexuelle auszuweiten und damit die Gesetze an den Rest des Vereinigten Königreichs anzugleichen. Zuvor war in Nordirland – genau wie in Deutschland – das Adoptionsrecht auf Einzelpersonen und heterosexuell verheiratete Paare beschränkt. (dk)



12 Kommentare

#1 FelixAnonym
  • 11.12.2013, 16:23h
  • Tolle Nachrichten in diesen Zeiten, wo es so viele schlechte Nachrichten gibt...

    Herzlichen Glückwunsch England und Wales!
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#2 SebiAnonym
  • 11.12.2013, 16:24h
  • Das ist nicht nur eine wichtige Menschenrechtsfrage, sondern auch wirtschaftlich von Vorteil...
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#3 YannickAnonym
  • 11.12.2013, 16:25h
  • "Die Ehe-Öffnung war im Mai von der konservativ-liberalen Regierungskoalition beschlossen worden."

    Interessant, dass anderswo auf der Welt "konservativ-liberal" nicht gegen die Menschenrechte sein muss, so wie es hier diese Schreckensherrschaft von CDU, CSU und FDP war.
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
#5 Timm JohannesAnonym
#6 VolumeProProfil
  • 11.12.2013, 19:28hMönchengladbach
  • Antwort auf #4 von FoXXXyness
  • Es wird mit Sicherheit erst Umstellungen der Software in den Standesämtern geben müssen und die Umstellung und Umprogrammierung von solcher Software dauert immer etwas.
    Außerdem nehme ich an, dass die Standesbeamten zunächst erstmal auf das neue Recht geschult werden müssen.
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#7 MartoAnonym
#8 SebiAnonym
  • 11.12.2013, 21:38h
  • Antwort auf #7 von Marto
  • Für die gesamte Volkswirtschaft.

    Es zeigt sich immer wieder, dass Gleichstellung ein enormer Wirtschaftsfaktor ist.

    Z.B. suchen sich immer mehr internationale Konzerne ihre Standorte dort, wo es keine Diskriminierung gibt, weil sie die besten Köpfe und keine Betonköpfe haben wollen.

    Oder Hawaii rechnet z.B. mit zusätzlichen Einnahmen im dreistelligen Millionenbereich von schwulen und lesbischen Flitterwöchnern.

    Etc. etc.
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#9 MarekAnonym
  • 12.12.2013, 08:24h
  • Antwort auf #8 von Sebi
  • Vollkommen richtig!

    Eine offene, tolerante Gesellschaft wird immer erfolgreicher sein als eine intolerante, hasserfüllte Gesellschaft.

    Das bestätigt sich ja auch empirisch.

    Dass CDU und CSU uns weiterhin die Gleichstellung verwehren, obwohl es ganz Deutschland schadet, zeigt, wie sehr die vom Hass zerfressen sein müssen. Und SPD und FDP machen das auch reiner Machtgeilheit mit.
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#10 FoXXXynessEhemaliges Profil