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  • 11.12.2013           12      Teilen:   |

Hochzeitsglocken

England und Wales öffnen Ehe am 29. März

Für Gleichbehandlungsministerin Maria Miller (Konservative) ist die Gleichstellung ein weiterer Schritt in der "Evolution der Ehe"
Für Gleichbehandlungsministerin Maria Miller (Konservative) ist die Gleichstellung ein weiterer Schritt in der "Evolution der Ehe"

Die britische Regierung hat am Dienstag angekündigt, dass Schwule und Lesben ab dem 29. März 2014 in den Landesteilen England und Wales heiraten dürfen.

Gleichbehandlungsministerin Maria Miller erklärte, dass ab diesem Zeitpunkt die Ehe "allen offen steht, egal, ob sie sich in ein Mitglied des gleichen oder eines anderen Geschlechts verlieben". Die Politikerin von David Camerons konservativer Partei erklärte weiter: "Das ist nur ein weiterer Schritt in der Evolution der Ehe und ich weiß, dass viele Paare im ganzen Land aufgeregt sind, dass sie nun endlich für ihren großen Tag planen können."

Die Ehe-Öffnung war im Mai von der konservativ-liberalen Regierungskoalition beschlossen worden. Im Juli stimmte auch das Oberhaus zu, noch am selben Tag unterschrieb Königin Elisabeth II. das Gesetz (queer.de berichtete). Bereits 2005 hatte das britische Parlament, damals noch unter einer Labour-Regierung und gegen den Widerstand der Konservativen, eingetragene Partnerschaften eingeführt.

Das neue Gesetz gilt nicht in Schottland und Nordirland. Dort ist den regionalen Parlamenten inzwischen eine weitgehende Autonomie gewährt worden. In Schottland gibt es allerdings bereits einen ähnlichen Gesetzentwurf zur Ehe-Öffnung, dem das Parlament vergangenen Monat in erster Lesung mit überwältigender Mehrheit zugestimmt hat (queer.de berichtete).

Als einziger Landesteil des Vereinigten Königreichs lehnt Nordirland bislang die Ehe-Öffnung ab. Eine Abstimmung im Regional-Parlament verloren die Gleichstellungsbefürworter knapp mit 42 zu 50 Stimmen (queer.de berichtete). Allerdings deuteten sich zuletzt Verbesserungen an: Der oberste Gerichtshof des Landesteiles hat am Mittwoch entschieden, das Adoptionsrecht auf homosexuelle Paare und unverheiratete Heterosexuelle auszuweiten und damit die Gesetze an den Rest des Vereinigten Königreichs anzugleichen. Zuvor war in Nordirland – genau wie in Deutschland – das Adoptionsrecht auf Einzelpersonen und heterosexuell verheiratete Paare beschränkt. (dk)

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Tags: großbritannien, ehe-öffnung, england, wales, maria miller
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Reaktionen zu "England und Wales öffnen Ehe am 29. März"


 12 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
11.12.2013
16:23:47


(+4, 4 Votes)

Von Felix


Tolle Nachrichten in diesen Zeiten, wo es so viele schlechte Nachrichten gibt...

Herzlichen Glückwunsch England und Wales!


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#2
11.12.2013
16:24:21


(+3, 3 Votes)

Von Sebi


Das ist nicht nur eine wichtige Menschenrechtsfrage, sondern auch wirtschaftlich von Vorteil...


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#3
11.12.2013
16:25:23


(+1, 3 Votes)

Von Yannick


"Die Ehe-Öffnung war im Mai von der konservativ-liberalen Regierungskoalition beschlossen worden."

Interessant, dass anderswo auf der Welt "konservativ-liberal" nicht gegen die Menschenrechte sein muss, so wie es hier diese Schreckensherrschaft von CDU, CSU und FDP war.


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#4
11.12.2013
16:30:44


(-3, 3 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Warum erst am 29. März und nicht schon ab dem 01. Januar 2014?


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#5
11.12.2013
19:20:58


(+2, 2 Votes)

Von Timm Johannes


Sehr schön und sehr erfreulich


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#6
11.12.2013
19:28:58


(+4, 4 Votes)

Von VolumePro
Aus Mönchengladbach (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 23.06.2008
Antwort zu Kommentar #4 von FoXXXyness


Es wird mit Sicherheit erst Umstellungen der Software in den Standesämtern geben müssen und die Umstellung und Umprogrammierung von solcher Software dauert immer etwas.
Außerdem nehme ich an, dass die Standesbeamten zunächst erstmal auf das neue Recht geschult werden müssen.


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#7
11.12.2013
20:03:17


(-4, 4 Votes)

Von Marto


für wen von wirtschaftlichem Vorteil ? für die Konditoren ?


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#8
11.12.2013
21:38:44


(+3, 3 Votes)

Von Sebi
Antwort zu Kommentar #7 von Marto


Für die gesamte Volkswirtschaft.

Es zeigt sich immer wieder, dass Gleichstellung ein enormer Wirtschaftsfaktor ist.

Z.B. suchen sich immer mehr internationale Konzerne ihre Standorte dort, wo es keine Diskriminierung gibt, weil sie die besten Köpfe und keine Betonköpfe haben wollen.

Oder Hawaii rechnet z.B. mit zusätzlichen Einnahmen im dreistelligen Millionenbereich von schwulen und lesbischen Flitterwöchnern.

Etc. etc.


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#9
12.12.2013
08:24:08


(0, 4 Votes)

Von Marek
Antwort zu Kommentar #8 von Sebi


Vollkommen richtig!

Eine offene, tolerante Gesellschaft wird immer erfolgreicher sein als eine intolerante, hasserfüllte Gesellschaft.

Das bestätigt sich ja auch empirisch.

Dass CDU und CSU uns weiterhin die Gleichstellung verwehren, obwohl es ganz Deutschland schadet, zeigt, wie sehr die vom Hass zerfressen sein müssen. Und SPD und FDP machen das auch reiner Machtgeilheit mit.


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#10
12.12.2013
17:34:23


(-2, 2 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Hier schon einmal ein paar Modetips:

Link zu www.spiegel.de

Dann kann ja nix schiefgehen!


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