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Edie Windsor war das Gesicht der Klagen gegen das sogenannte "Gesetz zum Schutz der Ehe", das allein darauf ausgerichtet war, Homosexuellen Rechte vorzuenthalten

Laut dem Magazin "Time" ist der Papst die Person des Jahres – Homo-Aktivistin Edie Windsor konnte die Bronze-Medaille erobern.

Edie Windsor hat es im Alter von 84 Jahren erstmals auf die "Person of the Year"-Liste geschafft: Die New Yorkerin hatte im Sommer ihren größten Erfolg erzielt, als der oberste Gerichtshof sie zur Siegerin im Fall "United States versus Windsor" erklärte (queer.de berichtete). Sie hatte geklagt, weil sie nach dem Tod ihrer Ehefrau 363.000 Dollar Erbschaftssteuern an Washington abführen sollte – als Heterosexuelle hätte sie aber nichts zahlen müssen. Die Höchstrichter entschieden, dass es sich bei dieser Ungleichbehandlung um eine verfassungswidrige Diskriminierung handelte und damit der LGBT-Bewegung in den USA einer ihrer größten Siege beschert.

"Time"-Magazin begründet die Auswahl so:

In ihrem neunten Lebensjahrzehnt hat sie eine juristische Odyssee begonnen, die sie nie für möglich gehalten hatte – und dann hat sie auch noch gewonnen. Jetzt ist sie die Matriarchin der Homo-Bewegung.

In einer ersten Reaktion sagte Windsor:

Ich fühle mich geehrt, dass ich auf Platz drei gelandet bin, aber ich bin nur eine Person, die Teil eines außergewöhnlichen und andauernden Kampfes für die Gleichstellung im Eherecht für alle Familien ist. Es gibt tausende Menschen, die uns geholfen haben und es gibt immer noch viel zu tun. Die Homo-Community ist meine "Person des Jahres" und ich freue mich drauf, weiter für gleiche Rechte zu kämpfen und die Öffentlichkeit über unser Leben aufzuklären.

Hier noch die historische Rede von Windsor nach ihrem Sieg beim Supreme Court am 26. Juni dieses Jahres:

Den Titel "Person des Jahres" konnte sich aber der neue Papst sichern, der nach Ansicht der "Time"-Redaktion die Kirche transformiert. Zweiter wurde der von Präsident Barack Obama als Verbrecher gebrandmarkte Whistleblower Edward Snowden. Auf den weiteren Plätzen haben es eher unangenehme Zeitgenossen geschafft: Vierter ist Syriens Diktator Bashar al-Assad ("der tödliche Tyrann") und auf Platz fünf der amerikanische Tea-Party-Senator und Homo-Hasser Ted Cruz.

"Time" vergibt den Titel "Person des Jahres" bereits seit 1927. (dk)