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Das Jesuskind glitzert zu sehr...

Christliche Lobbygruppe: "Glee" ist Gotteslästerung


Der bisexuelle "Sexy Santa" war zu viel für die Fundamentalisten von "One Million Moms"

Die Weihnachtsfolge der Serie "Glee" brachte wieder einmal Homo-Hasser in Wallung: Für die Gruppe "One Million Moms" war die Sendung blasphemisch – Christen sollten sich daher bei den "Glee"-Sponsoren beschweren.

Die Gruppe "One Million Moms" ist Teil des Imperiums der "American Family Association", die sich dem Kampf gegen Abtreibung, Pornografie und insbesondere Homosexualität verschrieben hat. In den USA verbreiten sie ihre evangelikale Message auch über 200 Radiostationen – und beschimpfen Homosexuelle am liebsten als die neuen Nazis, die es auf arglose Christen abgesehen haben.

Der Blutdruck der "Moms" schießt schnell in die Höhe – da reicht schon eine harmlose Weihnachtsfolge von "Glee" aus. Die Aktivisten fordern Aktionen gegen die Sendung, weil die Gegenwart von Transgendern, Bisexuellen und Schwulen an Weihnachten offenbar schon für den Vorwurf der Gotteslästerung reicht. Hier das gestrige Statement der Gruppe zur "Glee"-Folge vom letzten Donnerstag:

Andere Religionen tolerieren kein derartiges Verhalten – und als Christen werden wir das auch nicht tun. Ich verstehe nicht, warum Produzenten oder Fernsehsender es für akzeptabel halten, sich über einen heiligen und religiösen Feiertag lustig machen, bei dem Christen die Geburt unseres Heilands Jesus Christus feiern. "Glee" sollte und wird nicht damit durchkommen, sich über Weihnachten lustig zu machen.

Das ist nicht das erste Mal, dass "Glee" gotteslästerliche Inhalte gezeigt hat. "Glee"-Produzent Ryan Murphy überschreitet immer wieder die moralischen Grenzen, aber die letztwöchige Folge ist zu weit gegangen. Der Spott über die Weihnachtsgeschichte war gotteslästerlich und ein Gräuel.

Die Sendung hat einen Transgender-Schüler namens Unique gezeigt, der die Jungfrau Maria in ihrer Schulaufführung des Krippenspiels dargestellt hat und das Jesuskind zur Welt bringt. Die Puppe, die Jesus darstellen sollte, hat eine glitzernde Windel getragen und wurde von einem zum nächsten Sänger geworfen, während "Love Child, Never Meant to Be" gesungen wurde. Das Jesuskind wurde wie ein Putzlappen herumgeschmissen und es wurde ihm keinerlei Respekt gezeigt.

In einer anderen Szene füllt ein bisexueller "Sexy Santa" zwei Frauen und einen schwulen Mann mit Alkohol ab, bevor er sie beklaut – das alles geschieht, nachdem er die männliche Figur geküsst und ans Bett gefesselt hat.

Neugierig geworden? Hier ist die Gesangseinlage mit dem kleinen Glitzerjesus:

Die "One Million Mums" wollen erreichen, dass sich die Sponsoren aus der Sendung zurückziehen und "Glee" damit unprofitabel machen. Bisher sind derartige Aktionen praktisch immer verpufft. Die Gruppe stellte aber auch alberne Forderungen: So beschwerte sie sich bei der Kaufhauskette JC Penney, weil der Konzern es gewagt hatte, Werbung mit einer Lesbe – der Komikerin Ellen DeGeneres – zu machen. Im letzten Jahr sollte der Spielzeughändler Toys'R'Us boykottiert werden, weil er ein Comicheft verkauft hatte, in dem auch schwule Figuren vorkamen (queer.de berichtete). (dk)

Bild: FOX



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#1 TimonAnonym
  • 12.12.2013, 13:28h

  • Diese "One Million Moms", die in Wirklichkeit nur ein paar tausend ewiggestrige Mitglieder hat und nicht eine Million, kennt echt keine Grenzen, wenn es darum geht, sich lächerlich zu machen.
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#2 LucaAnonym
  • 12.12.2013, 13:38h
  • Antwort auf #1 von Timon

  • Tja, bei denen war wohl der Wunsch Vater des Gedankens. So ist das halt, wenn man komplett in den Wahn abdriftet - da meint man dann in seinem Größenwahn auch mal, man vertrete gleich eine Million Menschen...

    Wären die nicht so voller Hass, könnten die einem fast leid tun, wie sie da in ihrer Phantasiewelt leben.
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#3 FinnAnonym
  • 12.12.2013, 13:45h
  • Freiheitsrechte wie die Freiheit der Kunst waren Faschisten und Fundamentalisten immer schon ein Dorn im Auge.

    Die hassen Freiheit und alles was von ihrer bornierten Ideologie abweicht.
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#4 ARD und ZDFAnonym
  • 12.12.2013, 13:46h
  • Man kann es sich natürlich auch leichter machen, und solche weltweiten Publikumserfolge mit schwulen und lesbischen Protagonisten trotz Milliarden Euro (auch von Schwulen und Lesben gezahlter) Gebührengelder einfach NICHT ausstrahlen und sie unsichtbar machen.

    Und überhaupt regelmäßige schwule und lesbische Haupt- und Nebenrollen zur besten Sendezeit und zu anderen Zeiten.

    Warum durfte man im "öffentlich-rechtlichen" Fernsehen zum Beispiel die mehrjährige Geschichte des ersten schwulen Teenager-Paares in einer Daily Soap (Luke & Noah, US-Soap As The World Turns) nicht sehen? Weil sowas nicht zum eigenproduzierten "Telenovela"-Ramsch im Nachmittagsprogramm passt?
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#6 anomeProfil
  • 12.12.2013, 14:04hKassel
  • Ich sympathisiere weder mit dieser komischen Lobbygruppe, die sich für christlich hält ohne es zu sein, noch mit der Sendung "Glee".
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#7 One million momsAnonym
#8 hypathiaProfil
  • 12.12.2013, 14:18hBaden
  • Zu diesen "Mums" fällt mir so spontan nur ein: hasserfüllte, unbefriedigte, verdummbibelte, religionsvernebelte, gehirnerweichte Funditussen!
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#9 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 12.12.2013, 14:24h
  • Die christliche Lobbygruppe wäre haargenau das Richtige für folgende Poltikerinnen:

    - Katherina Reiche
    - Erika Steinbach
    - Christa Meves

    Die sind genauso verpeilt!
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#10 WarumAnonym
  • 12.12.2013, 14:31h
  • dürfen wir trotz Milliarden Euro an Gebührengeldern solche internationalen Erfolgsserien mit schwulen und lesbischen Hauptfiguren weiterhin nicht zur besten Sendezeit sehen, wie in vielen anderen Ländern, weltweit?
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