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  • 12.12.2013           16      Teilen:   |

Israel weiht Homo-Mahnmal ein

Artikelbild
Das Mahmal wurde am Dienstag ohne großes Tamtam in einem Park errichtet

Der Staat Israel gedenkt erstmals in einem Mahnmal auch den homosexuellen Opfer der Nationalsozialisten.

In Tel Aviv ist am Dienstag das erste Mahnmal für verfolgte Schwule und Lesben im Dritten Reich errichtet worden. Das Beton-Monument besteht aus mehreren Dreiecken und befindet sich im Meir-Park vor einem schwul-lesbischen Zentrum, das dort 2008 errichtet worden war. Damit wird zum ersten Mal in Israel an nichtjüdische Opfer des Holocaust erinnert.

Auf dem Mahnmal gibt es Aufschriften auf Hebräisch, Englisch und Deutsch. Darin wird erklärt, dass die Nationalsozialisten Menschen "wegen ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität" verfolgt hätten und insbesondere schwule Männer in Konzentrationslager geschickt wurden. Es werden auch die Namen und Lebensläufe von prominenten jüdischen Homosexuellen abgebildet, darunter Magnus Hirschfeld und der im vergangenen Jahr in Berlin verstorbene Holocaust-Überlebende Gad Beck.

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"Weniger bekannte Geschichte"

Die treibende Kraft hinter dem Monument war der LGBT-Aktivist Eran Lev, der für die sozialdemokratische Partei "Meretz" im Stadtrat saß. "Mir ist es wichtig, dass die Menschen verstehen, dass die Verfolgung von Homosexuellen nicht die typische Holocaust-Geschichte war, die wir aus der Endlösung und der Wannseekonferenz kennen. Es ist eine wenige bekannte Geschichte, aber sie ist auch wichtig", so Lev nach Angaben von "Haaretz". "Es ist wichtig zu wissen, dass die Nazis auch andere verfolgt haben, nicht weil sie Juden waren, sondern weil sie schwul waren".

Es gibt bereits in mehreren Metropolen Mahnmale, die an die Verfolgung von Homosexuellen in der Nazi-Zeit erinnern – etwa in Amsterdam, Sydney, San Francisco und Berlin.

Tel Aviv gilt im gesamten Nahen Osten als Anlaufpunkt für Schwule und Lesben. Im vergangenen Jahr wurde die Stadt in einer US-Umfrage zum besten schwul-lesbischen Reiseziel der Welt gewählt. Die Stadt und das israelische Tourismusministerium haben mehrere Homo-Projekte gefördert und den städtischen CSD unterstützt.

Homosexualität ist in Israel seit 1988 legal, seit 1994 werden Homo-Partnerschaften anerkannt. Zuletzt gab es bereits Debatten um die Einführung einer Zivil-Ehe für Schwule und Lesben (queer.de berichtete). Dies wurde aber vergangene Woche vom Kabinett abgelehnt. (dk)

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Tags: israel, mahnmal
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Reaktionen zu "Israel weiht Homo-Mahnmal ein"


 16 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
12.12.2013
14:19:41


(-10, 10 Votes)

Von seb1983
Profil nur für angemeldete User sichtbar


So langsam färbt das "pink washing" durch...


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#2
12.12.2013
14:26:42


(+8, 14 Votes)

Von lesekompetenz


"Die treibende Kraft hinter dem Monument war der LGBT-Aktivist Eran Lev, der für die sozialdemokratische Partei "Meretz" im Stadtrat saß."

mehr zum lesen:

Link zu www.n-tv.de


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#3
12.12.2013
15:03:30


(+2, 10 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby
Antwort zu Kommentar #1 von seb1983


Pink Washing ist übrigens keine Erfindung von Israel, sondern wird in vielen westlichen Ländern praktiziert. Darauf sollten gerade LGBT-Personen achten, wenn LGBT-Rechte damit erkauft werden, das anderswo gleichzeitig Grundrechte wie Meinungs- und Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden. Homos, die für Wortverbote streiten, Rassismus befördern und Militarismus beschönigen, sind nun mal rechtsreaktionär, auch dann, wenn sie in eigenen Belangen für ihre Menschenrechte "kämpfen". Etwa, wenn ein Peter Tatchell afrikanischen Ländern, die Entwicklungshilfe verweigern will, oder wenn die Sorgen russischer Homos missbraucht werden, um antirussische Ressentiments zu schüren. Da hat eine Butler (jüdische Pink Washing-Theoretikerin) schon recht, Ihr deshalb platt mit der Antisemitismus-Keule zu kommen, ist ganz klar absurd und gefährlich, weil man Kritiker diskreditieren möchte, ohne ihre Einwände zu prüfen. Dergleichen Methode bedienen sich auch totalitäre Regime und Vertreter faschistoider Weltanschauungen.
Zugleich ist es ein sehr primitiver Reflex, Israel jedes Mal eine Hinterlist zu unterstellen, wenn sich der einzige demokratische Staat der gesamten Region um die Belange von LGBT-Personen kümmert. Gerade dort, wo sich Islamisten, Fundi-Christen und orthodoxe Juden regelmäßig gegen LGBT verbünden, ist das Mahnmal ein starkes und wirkungsvolles Zeichen gegen weltlichen und theologisch motivierten Faschismus.


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#4
12.12.2013
15:29:51


(-5, 13 Votes)

Von seb1983
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von reiserobby


Jop.
Daher sehe ich es auch als Schwachsinn an diesen Begriff zu verwenden.
Israels Politik ist schon seit 50 Jahren in vielen Punkten kritikwürdig, inzwischen kann man dies auch in Deutschland endlich offen tun.

Nun käme aber keiner auf die Idee bei einer fortschrittlichen israelischen Umweltpolitik oder Bildungspolitik eine Verbindung zum Nahostkonflikt herzustellen wie man das bei Homorechten tut.
So finde ich es lächerlich zu behaupten dass damit von den enormen sonstigen Defiziten abgelenkt werden soll.


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#5
12.12.2013
15:56:06


(+7, 11 Votes)

Von launderette
Antwort zu Kommentar #2 von lesekompetenz


links zum link

Bibi says its the expense, Peres says its a flu he cant kick.

Link:
972mag.com/why-arent-netanyahu-and-peres-going-to-
johannesburg-for-mandelas-memorial/83366/


"I read The Revolt by Menachem Begin and was encouraged by the fact that the Israeli leader had led a guerrilla force in a country with neither mountains nor forests, a situation similar to our own." (Nelson Mandala)

Link:
972mag.com/mandela-i-read-the-revolt-by-menachem-b
egin-and-was-encouraged/83461/


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#6
12.12.2013
17:32:29


(-6, 6 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Ein neues Reiseziel für Volker Beck, der ja heute Geburtstag hat!


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#7
12.12.2013
19:57:56


(+4, 4 Votes)

Von Sebi


Spät und längst überfällig, aber toll, dass es kommt!


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#8
12.12.2013
20:29:43


(-4, 6 Votes)

Von Agnostikerbaer


Einfach mal kurz gesagt: Finde ich gut, dass es ein solches Mahnmal jetzt in Israel gibt!

Na vielleicht noch eins: Dass Peter Tatchell "rechtsreaktionär" ist, wusste ich bislang nicht. Mich hat seine israelablehnende Haltung gestört, aber sonst ... ? Tja man lernt nie aus ... So las ich kürzlich in der ver.di-Mitgliederzeitung etwas über eine drohende "Islamisierung" in der Türkei unter Erdogan. Machte mich stutzig: Islamisierung - dat gibbet doch gar nicht und wenn: Islam, das ist doch Frieden, oder sehe ich da etwas verkehrt ... :-)


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#9
13.12.2013
08:24:15


(-7, 15 Votes)

Von Saschsa


Hier die deutsche Übersetzung des Haaretz-Berichts zur Einweihung des Mahnmals:

Israel gedenkt:
Denkmal für verfolgte Homosexuelle in Tel Aviv eingeweiht

Und was das angebliche "PinkWashing" betrifft - wenn, dann gibt es das von den Parteikommunisten hierzulande, die zwar beim CSD gerne Mitlaufen, aber kein Problem damit haben, das ihre Bruderpartei KPRF in der Duma für die Anti-Homosexuellen-Gesetze von Putin gestimmt hat.


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#10
13.12.2013
09:55:21
Via Handy


(-5, 9 Votes)

Von FOX-News


Israel ist schon ein gutes Land


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