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Präsident Wladimir Putin behauptet, dass die Unterdrückung von Homosexuellen positive Auswirkungen auf die Gesellschaft habe

Ohne das Gesetz gegen Homo-"Propganda" könnten "traditionelle Werte" vernichtet und die Welt ins Chaos gestürzt werden, warnt der russische Staatschef.

In seiner Rede zur Lage der Nation hat Russlands Präsident Wladimir Putin am Donnerstag in Moskau die homofeindlichen Gesetze in seinem Land als Schutz vor einer antidemokratischen Veränderung der Gesellschaft bezeichnet: "Die Vernichtung traditioneller Werte von oben hat nicht nur negative Auswirkungen auf die Gesellschaft, sondern ist auch antidemokratisch, weil sie auf einer abstrakten Vorstellung beruht und die Mehrheit der Menschen diese ablehnt", sagte der 61-Jährige.

Jede Nation basiere auf Moral und traditionellen Werten, die von vielen Ländern nun überarbeitet würden. "Wir wissen, dass immer mehr Menschen unsere Position unterstützen, traditionelle Werte zu verteidigen", so Putin, der dazu "traditionelle Familienwerte" und religiöses Leben nannte. Außerdem kritisierte der Staatschef eine "geschlechtslose sogenannte Toleranz" und eine Gleichheitsbewegung, "die gut und schlecht" gleichstelle.

Putin warnt vor "chaotischer Dunkelheit"

Putin bezeichnete seine Position als konservativ, die aber die Welt vor dem Chaos schützen würde. Er berief sich auf den Philosophen Nikolai Berdjajew, der erklärt hatte, dass Konservatismus "verhindert, dass die Gesellschaft in chaotische Dunkelheit und Primitivität zurückfällt".

Sein Russland sei eine Kraft des Friedens und der Moral, so Putin in einem anderen Teil der Rede, allerdings wolle er nicht Anführer einer Supermacht sein. Russland wolle "niemandem belehren, wie er zu leben hat".

In der Rede versprach er auch eine stärkere Einbindung von Nichtregierungs- und Hilfsorganisationen in die Regierungspolitik, solange diese nicht "politisch befangen" seien. In den letzten Monaten waren russische Behörden gegen viele Organisationen, darunter zwei LGBT-Gruppen aus St. Petersburg, vorgegangen, nachdem ihnen ein Gesetz gegen "ausländische Agenten" dazu die Gelegenheit gegeben hatte.

Applaus für den Staatsschef

Die Aussagen Putins wurden mit enthusiastischen Applaus von den rund 1.100 Zuhörern unterstützt. Unter ihnen waren Vertretern aus Politik, Kirche und Militär, so auch der orthodoxe Patriach Kyrill, der bereits vor wenigen Monaten gewarnt hat, dass die Ehe-Öffnung zum Weltuntergang führen würde (queer.de berichtete).

Putin hatte als Präsident im Juni das Gesetz gegen Homo-"Propaganda" unterzeichnet, das in der Öffentlichkeit als Jugendschutzgesetz angepriesen wurde (queer.de berichtete). Damit kann jede Person bestraft werden, die "Werbung" für "nicht traditionelle sexuelle Verhältnisse" in der Öffentlichkeit macht. LGBT-Aktivisten erklärten, damit unterstütze der Präsident die homophobe Atmosphäre im Land und trage Mitschuld an zunehmender Gewalt und sogar Morden an Schwulen (queer.de berichtete). Außerdem warnen Aids-Organisationen davor, dass die Regelung die Präventionsarbeit praktisch unmöglich mache. (dk)



#1 jarjarAnonym
#2 MediaOlgigarchinAnonym
#3 böser homoAnonym
  • 12.12.2013, 15:23h
  • ich bin schwul geworden um die familien zu zerstören und das land ins chaos zu stürzen MUAHAHAHAHHAHA
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#4 rajrajAnonym
  • 12.12.2013, 15:25h
  • Antwort auf #1 von jarjar
  • Nur der lebendige soziale und demokratische Rechtsstaat. Mit einem Bürgertum, dass nicht insgeheim auf z.B. amerikanische, russische, indische oder chinesische Ausbeutungsmuster schielt, bei eventuellen Schritten zu einem föderalen europäischen Staat.
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#5 Bible BeltAnonym
  • 12.12.2013, 15:39h
  • "Die Aussagen Putins wurden mit enthusiastischen Applaus von den rund 1.100 Zuhörern unterstützt. Unter ihnen waren Vertretern aus Politik, Kirche und Militär,..... "

    de.ria.ru/security_and_military/20131212/267466171.html

    "Weltuntergang"

    "Zur Bedeutung der westlichen Militärkooperation mit der Ukraine hat sich der US-Dienst Stratfor geäußert, der US-amerikanischen Nachrichtendiensten nahestehen soll."

    "Für Russland ist die Zukunft der Ukraine eng an seine eigene Zukunft gebunden", urteilt Stratfor. Die Ukraine sei "ein Gebiet, das tief im Herzen Russlands liegt"; im Falle eines "Verlusts der Ukraine aus seiner Einflusssphäre" sei Russland "nicht mehr zu verteidigen".

    (Ukraine's Demonstrations Heat Up; Stratfor Geopolitical Diary 10.12.2013)
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#6 AdamAnonym
  • 12.12.2013, 15:53h
  • Ich bin ja der Meinung Politiker sollte dazu Verpflichtet werden, alle 6 Monate ihren Geistigen Zustand prüfen zu lassen.

    Das hier beweißt nur das ich richtig liege !!!

    Wer sich selbst mit Hass zum Retter der Menschen erklärt hat ein völligen Realitätsverlust !!!!

    Mord Folter und Unterdrückung als Frieden zu bezeichnen also ...das Sollte doch nun jeder sehen das es beim dem Herren nicht mehr Richtig Tickt...naja 61 solange macht er hoffentlich nicht mehr!! Jeden Tag lässt ein hoffen !!!!
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#7 dem PrüferAnonym
#8 stephan
  • 12.12.2013, 16:20h
  • " als Schutz vor einer antidemokratischen Veränderung der Gesellschaft "

    Der Mann Hand seinen Beruf verfehlt: Als Kabarettist, Clown oder Ulknudel wäre er tausend Mal besser! Ausgerechnet der Verfassungstrickser Putin nun schon quasi in der 4. Amtszeit in der Staatsspitze spricht von antidemokratischen Veränderungen, bezieht das aber in völliger Lageverkennung nicht auf sich, sondern auf eine Minderheit, die er verfolgen lässt!

    Wer sich hinstellt und so etwas in seiner Situation von sich gibt, ist
    - schamlos, wenn er dabei nicht rot wird,
    - verlogen,
    - dumm (und hält die anderen Menschen für noch dümmer)
    - selbstherrlich,
    - machtgeil
    und vom Grunde her moralisch und intellektuell verkommen!

    Eine derartige Verdrehung der Tatsachen wäre, von den schlimmen Folgen einmal abgesehen, sogar komisch. Ähnlich dem Witz: "Radiodurchsage: Auf der Autobahn A xx kommt ihnen ein Falschfahrer entgegen. Fahrer: Was heißt hier EIN Falschfahrer? Hunderte!"
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#9 SmileyEhemaliges Profil
  • 12.12.2013, 16:39h
  • Putin zeigt die Probleme des Landes auf, inkompetente Verwaltung, strukturelle Defizite, wirtschaftliche Stagnation, Korruption, Byzantinismus, Nepotismus.

    Putin erklärt, staatsmännisch, daß diese Probleme nicht eine äußere Ursache haben, sondern im Inneren des Landes begründet sind.

    Putin zeigt, daß die Regierung Medwedjew, die Föderationsverwaltung und die Regionen diese Probleme nicht erkannt haben und nicht lösen, daß die "Gesellschaft" negativ reagiere.

    Putin, landesväterlich, beläßt die von ihm ausfindig gemachten Verantwortlichen, seine Strohmänner und Marionetten allesamt, in Amt und Würden, gibt zweite, dritte, vierte Chancen. Droht ein wenig mit dem Finger.

    Putin will nicht Chef einer Supermacht sein. Keine Bange, auf dem Weg den er Rußland steuert heißen die Stationen "Entwicklungsland" und "failed state". Schmidt hat mal gesagt "Obervolta mit Atomraketen". Obervolta heißt heute nicht mehr so. Oh, und Rußland auch nicht.

    Putin will nicht Nachbarstaaten seinen Weg und seine Politik aufzwingen. Er will niemanden belehren. Braucht er auch nicht, dafür gibt's den Geheimdienst. Mit Argumenten wie Polonium ..

    Putin schützt die traditionelle russische Familie und ihre Werte, Untertanentum, Kritiklosigkeit, Obrigkeitshörigkeit und mystizistischer orthodoxer Märchenglaube vor antidemokratischen Schwulen und Lesben. Was haben die Russen ein Glück einen so kompetenten konservativen Mann am Steuer ihres Staatsschiffs zu haben. Leck, ruderlos mit Maschinenschaden in untiefem Gewässer, aber ein fabelhafter Steuermann.

    Und wartet nur ab, wenn Putin erst einmal herausbekommt welches blöde inkompetente machthungrige mafiöse Arschgesicht die Politik des armen Mütterchen Rußland die letzten vierzehn Jahre so ungezügelt raffgierig dominiert hat, also die ganze elende Mißwirtschaft zu verantworten hat, dem wird der gründlich die Hölle heißmachen.

    War vermutlich so ein antidemokratischer Homo.
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