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  • 17.12.2013           46      Teilen:   |

Katholische Kirche

US-Homomagazin ernennt Papst zur "Person des Jahres"

Artikelbild
Ein Homo- und ein Mainstream-Nachrichtenmagazin würdigen den Papst (Bild: The Advocate / Time Magazine)

Das einflussreichste schwul-lesbische Nachrichtenmagazin lobt Franziskus in hohen Tönen für seine neue Rhetorik gegenüber Homosexuellen.

Erstmals hat "The Advocate" einen Papst zum Mann des Jahres ernannt. Das teilte das schwul-lesbische Nachrichtenmagazin am Dienstag mit. In einem Artikel wird der 77-Jährige gelobt, weil er die Debatte über Homosexualität in der katholischen Kirche verändert hat. "Ob man es mag oder nicht – die Art, wie er über das Thema redet, macht einen Unterschied", so das Magazin in seiner Begründung. Im Vergleich zu seinen beiden Vorgängern habe sich der Tonfall entscheidend verbessert. Während Johannes Paul II. und Benedikt XVI. noch mit den sogenannten Phobie-Awards des Magazins ausgezeichnet wurden, habe Franziskus positiv überrascht.

Der Papst habe den Titel wegen seines großes Einflusses verdient: "Die noch bestehenden Verweigerer der Anerkennung von LGBT, die politische Fortschritte blockieren, werden eher von einer Person überzeugt werden, die sie kennen. In der gleichen Art, wie Präsident Obama die Politik mit seiner Evolution bei Homo-Rechten verändert hat, genauso könnte der Papst Auswirkungen auf die Religion haben".

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Papst verdammt Homosexuelle nicht wie seine Vorgänger

Zwar gibt "Advocate" zu, dass Franziskus auch als Papst homofeindliche Äußerungen getätigt habe. Beispiele sind das Gerede von einer "Homo-Lobby" oder die Forderung an Frankreich, die Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Eherecht wieder rückgängig zu machen. Allerdings habe Franziskus "nicht die größten Momente unter den Augen der Weltöffentlichkeit genutzt, um LGBT zu verdammen, wie es Benedikt getan hatte".

Franziskus hatte im Juli seine Charmeoffensive begonnen, als er Schwule "unsere Brüder" nannte und sagte: "Wenn jemand schwul ist und guten Glaubens den Herrn sucht – wer bin ich, über ihn zu urteilen?" (queer.de berichtete). Später wandte er sich in einem Interview gegen die "spirituelle Einmischung in das persönliche Leben" von Homosexuellen (queer.de berichtete).

Innerhalb der katholischen Kirche hetzen Bischöfe und andere Vertreter allerdings trotz der Papst-Worte weiter gegen Homosexuelle. So verbreitete der Bischof von Chur vor wenigen Tagen die Mär, dass die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben zu "psychischen Störungen" bei Kindern führen würde (queer.de berichtete). Vergangenen Monat ließ ein US-Bischof wegen der Ehe-Öffnung in seinem Heimatstaat sogar einen Exorzismus gegen die Gleichstellung durchführen (queer.de berichtete).

Bereits vor wenigen Tagen hatte das US-Magazin "Time" Papst Franziskus zum Mann des Jahres erklärt. Dritte wurde die Homo-Aktivistin Edie Windsor, die gegen rechtliche Diskriminierung geklagt hatte und nach ihrem Sieg vor dem Supreme Court im Juni diesem Jahres zur Symbolfigur wurde (queer.de berichtete).

Die Gemeinschaft der Kläger gehören auch zu insgesamt neun weiteren Gruppen oder Einzelpersonen, die der "Advocate" in die nähere Auswahl genommen hat. Darunter befinden sich etwa auch die Bisexuellen, die nach wie vor in der LGBT-Szene nicht voll anerkannt werden würden.

Der 1967 gegründete "Advocate" ist seit Jahrzehnten das einflussreichste journalistische Sprachrohr von Schwulen und Lesben in den USA. (dk)

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Tags: papst franziskus, katholische kirche, usa, the advocate
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Reaktionen zu "US-Homomagazin ernennt Papst zur "Person des Jahres""


 46 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
17.12.2013
17:33:51


(+10, 12 Votes)

Von ehemaligem User Smiley


Was ist das? Satire? Der berühmt-bemühte schwule Selbsthaß? Fluoridiertes Trinkwasser? Gehirnwürmer?

Oder ist Bad Hombroich da Chefredakteur?

--= ??? =--


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#2
17.12.2013
17:39:26


(+8, 14 Votes)

Von The Eurocate


Wo und wie lässt der Vatikan seine katholischen Truppen gegen geltendes und kommendes Recht marschieren?


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#3
17.12.2013
17:46:58


(+9, 13 Votes)

Von arömtömtöm
Antwort zu Kommentar #1 von Smiley


Nein, das ist die schwule weiße gehobene Mittelschicht mit einem wachsenden armen Latino-Anteil in einem Gebiet zwischen Pazifik und Atlantik.

Link zu www.army.mil

In 2010, 27.4 percent of blacks and 26.6 percent of Hispanics were poor, compared to 9.9 percent of non-Hispanic whites and 12.1 percent of Asians.


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#4
17.12.2013
18:00:14


(-7, 7 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness
Antwort zu Kommentar #1 von Smiley


Nimm es doch einfach mal hin! Immer das gleiche Theater!

Was die von "The Advocate" gemacht haben, wäre einem deutschen Homomagazin im Traum nicht eingefallen!


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#5
17.12.2013
18:06:44


(+10, 12 Votes)

Von maaaaaartin


äääähm, außer salbungsvollen worten kam da noch nix. er kann diese barmherzigkeits show halt einfach besser als die vor ihm.

"propaganda" ist schließlich immer noch eine katholische erfindung.


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#6
17.12.2013
18:17:03


(+10, 10 Votes)

Von ehemaligem User Smiley
Antwort zu Kommentar #4 von FoXXXyness


>wäre einem deutschen Homomagazin im Traum nicht<

Gut.


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#7
17.12.2013
18:19:58


(+10, 12 Votes)

Von deep and deeper


ein neuer tiefpunkt des verbürgerlichten schwulen anbiederungs-, karrieristen- und opportunistenmilieus.


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#8
17.12.2013
19:31:43


(+6, 8 Votes)

Von panzernashorn
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Was für ein unsinniger Quatsch - nur weil ein Pope ein wenig Kreide gefressen zu haben scheint, was zudem keinerlei Auswirkung hat, drehen Einige gleich durch.

Da wundert es mich in der Tat nicht mehr, dass auch "Außenstehende" sich von Oberflächlichkeiten und gut getarnten Lügen blenden lassen, aber dass selbst Betroffene sich in einem derartigen Masochismus bewegen und dankbar kriechend wie ein Wurm sich in faulen, dahingeworfenen Brocken aalen, verschlägt mir doch fast die Sprache.


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#9
17.12.2013
19:53:15


(+9, 11 Votes)

Von sperling


"mit kreide zwischen den fangzähnen hat er eine wirklich schöne stimme," lobte das geißlein in seiner hübsch formulierten laudatio den wolf. erst bei der aftershow-party bemerkte es, wer auf der menükarte stand.


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#10
17.12.2013
20:17:00
Via Handy


(+6, 8 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Ich kann meinen Vorrednern nur zustimmen (Füxli ausgenommen)

Was hat sich denn TATSÄCHLICH verändert? Nichts!

Fühlt man sich als Schwuler etwa besser, wenn man zwar in leicht freundlicherem Tonfall aber immer noch genauso homophob und unerbittlich diskriminiert wird als bisher?

Also mich macht das nur noch wütender weil man der Masse Toleranz vorgaukeln will wo überhaupt keine vorhanden ist.

Lässt mich raten: Ist der Chefredakteur katholisch?


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