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Phil Robertson kann nicht verstehen, warum es Schwule gibt - und schickt sie schon einmal vorsorglich in die Hölle (Bild: A&E)

Der Star aus der US-Serie "Duck Dynasty" darf nicht mehr auftreten, nachdem er Homosexualität mit Tier-Sex gleichgesetzt hat – die politische Rechte ist empört.

Mit bis zu zwölf Millionen Zuschauern ist die "Duck Dynasty" die erfolgreichste Reality-TV-Serie im US-Fernsehen. Sie berichtet von einer Südstaaten-Familie mit traditionellen Werten, die durch die Erfindung von Ententröten zu Geld gekommen ist. Der Familienpatriarch, der 67-jährige Phil Robertson, darf nun aber in der Show zumindest vorläufig nicht mehr auftreten: Wegen homophoben Äußerungen hat der Sender A&E am Mittwoch bekannt gegeben, dass Robertson suspendiert sei.

Kurz zuvor wurden Aussagen von Robertson in einem Interview mit dem Magazin "GQ" veröffentlicht, in dem der überzeugte Christ Schwule als unlogisch und Homosexualität als Vorreiter von Sodomie bezeichnet: "Mir scheint es, eine Vagina ist für Männer anziehender als ein männlicher Anus", so Robertson. "Alles ist so verschwommen und man weiß nicht, was richtig und falsch ist. Sünde ist plötzlich in Ordnung. Fangen wir mit homosexuellen Verhalten an, aus dem dann Sodomie und Betthüpfen mit dieser Frau, dann dieser Frau und diesen Männern wird. Das ist nicht richtig". Er fuhr fort, dass weder "die Ehebrecher, die Götzendiener, die männlichen Prostituierten, die homosexuellen Missetäter, die Gierigen, die Trunkenbolde, die Verleumder, die Schwindler ins Reich Gottes kommen werden".

Nach teils heftiger Kritik von LGBT-Gruppen hat A&E die Suspendierung seines größten Stars bekannt gegeben. In einer Pressemitteilung bezeichnete der Sender die Aussagen als "persönliche Meinungsäußerung", die weder die Serie noch den Sender repräsentiere, "der immer die LGBT-Community unterstützt hat".

Youtube | CNN-Bericht über die Äußerungen von Robertson

Robertson sieht sich als Missionar

Robertson entschuldigte sich in eine von A&E verbreiteten Stellungnahme nicht für seine Aussage, sondern begründete sie mit seinem starken christlichen Glauben: "Mein Leben hat sich einst um Sex, Drogen und Rock'n'Roll gedreht. Als ich ganz unten war, habe ich Jesus als meinen Retter akzeptiert. Meine Mission ist es jetzt, den Menschen zu erzählen, wie ich Christus folge".


Sarah Palin sieht das Grundrecht auf Redefreiheit gefährdet

Rechtskonservative Kommentatoren kritisierten die Absetzung scharf. So schrieb die frühere republikanische Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin auf Twitter: "Die Redefreiheit ist in Gefahr. Diese Intoleranten hassen den Patriarchen von 'Duck Dynasty', weil er seine persönliche Meinung gesagt hat. Das geht uns alle an".

Bryan Fischer von der christlich-homophoben Lobbygruppe "American Family Association", die ihre Ideologie über 200 Radiostationen in den USA verbreitet, bezeichnete Robertson gar als "neuen amerikanischen Helden". Die große Mehrheit der US-Bürger denke heimlich wie er, behauptete Fischer weiter – und verglich Homo-Sex mit schlechter Klempnerarbeit: "Es ist einfach herauszufinden, was wo hinein geht. Und was dort nicht hineingeht", so Fischer.

Ab dem 20. Januar wird "Duck Dynasty" auch im deutschen Fernsehen laufen. Der Pay-TV-Sender "Biography Channel" sicherte sich die Rechte für die Erstausstrahlung. In den USA wurden bereits über 50 Folgen in vier Staffeln gezeigt. (dk)



#1 Harry1972Profil
  • 19.12.2013, 11:16hBad Oeynhausen
  • Und wieder so ein "Bekehrter"... ich könnte kotzen.

    Diese Jungs treiben es in ihrer Jugend heftig und bunt, fahren ihr Leben dann einmal kompett vor die Wand und weil sie nicht den Arsch in der Hose haben, die Verantwortung zu übernehmen, nichteinmal vor sich selbst, greifen sie zu diesem idiotischen Erweckungs- und Erlösungsgedanken irgendeiner Religion, fühlen sich sofort reingewaschen und tun so, als hätten sie die Moral erfunden.
    Hierzulande sagt man "Im Alter werden alle Huren fromm", was nichts anderes bedeutet, als daß es gerade diejenigen nötig haben, die Bibel zu schwingen, die ihrerseits eigentlich mal ganz kleinlaut sein sollten, was Worte wie "Sünde" oder "Verfehlung" angeht.
    Worte, die aus meinem Sprachschatz getilgt wurden, alleine, damit sie mein Denken nicht beeinflussen können.

    Typen wie dieser Südstaatenopa haben sich mit Religion in eine tiefe Bewusstlosigkeit geknipst, die leben sozusagen in einer Matrix, die ihnen eine Welt vorgaukelt, in der sie sich nicht rechtfertigen müssen, wenn sie sich auf ihren Glauben berufen. Widerlich!
    Soviel Rückgratlosigkeit, wie diese "geretteten Sünder" zur Schau tragen und dann sogar noch wagen, ihr Maul aufzureissen, daß widert mich einfach nur an.
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#2 ongtayProfil
  • 19.12.2013, 11:17h Landshut

  • Der Sender tut glatt so, als hätte er keinen Einfluß gehabt, welche Ausschnitte er sendet. Es ist albern, jetzt so zurückzurudern; diese Reaktion auszulösen war offensichtlich kalkuliert. Verrückte gibt es immer. Die volle Verantwortung liegt beim Sender.
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#3 ras putinAnonym
#5 jarjarAnonym
  • 19.12.2013, 11:56h

  • Also ganz ehrlich, wenn im Paradies solche Hackfressen sind will ich da auch gar nicht hin. Och bleib dann mit den Spielern und Trunkenbolden und den meisten meiner Freunden draußen und ganz ehrlich, das wird sicher lustig. :P
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#6 FOX-NewsAnonym
  • 19.12.2013, 12:33h
  • Antwort auf #2 von ongtay
  • Der Typ hat das in einem Interview mit dem GQ Magazin gemacht, nicht in der TV Serie ... Artikel besser lessen. Ich finde das Verhalten des Senders sehr gut!

    Sarah Palin ist und bleibt eine dumme Kuh!
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#8 Non-GentlemanAnonym
#9 FelixAnonym
  • 19.12.2013, 13:12h
  • "Sarah Palin sieht das Grundrecht auf Redefreiheit gefährdet"

    Es ist ja nichts neues, dass die Konservativen das Recht immer so auslegen, wie es ihnen gerade passt. Aber jedes Recht findet seine Grenzen immer dort, wo andere in ihrem Recht eingeschränkt werden. Sonst wären ja auch Gewaltaufrufe freie Rede; das wäre nicht Demokratie, sondern Anarchie.

    Und das ist bei solchen diffamierenden Beleidigungen der Fall.
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#10 MarekAnonym