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Präsidentin Dalia Grybauskaite verband die Ablehnung der Teilnahme an der Olympiade mit Kritik am großen Nachbarn (Bild: Baltic Development Forum / flickr / by 2.0)

Die litauische Präsidentin Dalia Grybauskaite hat am Donnerstag die Menschenrechtslage in Russland sowie den Umgang des Putin-Reiches mit seinen Nachbarn scharf kritisiert und eine Teilnahme an den Olympischen Winterspielen in Sotschi abgelehnt.

Grybauskaite sagte, sie sehe "keine politische Möglichkeit, die Spiele in Sotschi zu besuchen". Damit folgt die Präsidentin Absagen ihrer Amtskollegen Joachim Gauck aus Deutschland und François Hollande aus Frankreich sowie des belgischen Premierministers Elio Di Rupo. Die drei Politiker nannten allerdings im Gegensatz zu Grybauskaite für ihre Absagen keine Gründe.

Bislang hatte als einzige Spitzenpolitikerin EU-Kommissionsvizepräsidentin und Justizkommissarin Viviane Reding angekündigt, wegen der Menschenrechtslange nicht nach Sotschi reisen zu wollen (queer.de berichtete).

Die Medien spekulierten, dass das Gesetz gegen Homo-"Propaganda" in vielen Fällen zur Ablehnung beigetragen habe. Allerdings dürften bei Litauen andere Faktoren zur Kritik beitragen, da die Beziehung beider Länder derzeit schlecht ist: So befürchtet die ehemalige Sowjet-Provinz, dass Russland Litauen als seinen direkten Einflussbereich ansieht. Zuletzt ließ Moskau etwa bei Wirtschaftssanktionen gegen litauische Molkereiprodukte die Muskeln spielen.

Litauen gehört auch zu den eher homofeindlichen Ländern der EU. So gibt es dort etwa ein Verbot der Eheschließung in der Landesverfassung.

Im Gegensatz zur litauischen Staatschefin will der lettische Staatspräsident Andris Berzins an der Eröffnungsfeier der Spiele teilnehmen. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 FinnAnonym
  • 20.12.2013, 17:27h
  • Bravo!

    Es werden immer mehr, die sich dem Boykott anschließen...

    Nur unsere provinzielle deutsche Regierung will den Diktator feiern und ihm bunte Propaganda-Bilder liefern...
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#3 SchwTAAnonym
  • 21.12.2013, 07:42h
  • Thumbs up! Das zeigt ja, dass der Zar den Leuten nicht nur wegen der Menschrechte auf den Zeiger geht.
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#4 FOX-NewsAnonym
#5 TheDad
  • 21.12.2013, 12:38h
  • Antwort auf #4 von FOX-News
  • Die jetzige Absage der Litaueischen Präsidenten darf sehr wohl auch als Absage an die eigene Politik verstanden werden, vor allem aber gegen die Einmischung der ehemaligen Besatzer..

    Fr.Grybauskaite äußerte sich am Rande auch sehr deutlich gegenüber den Bestrebungen Putin´s die Ukraine der EU fern zu halten..

    Sie sagte, der Weg der Ukraine in die EU ist immer noch offen, allerdings nicht mit dieser Regierung und diesen Partnern..
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#6 FOX-NewsAnonym
#7 TheDad
  • 23.12.2013, 15:21h
  • Antwort auf #6 von FOX-News
  • Kann durchaus sein..

    Aber sind die Gründe die hinter einem Boykott der Putin-Spiele stehen nicht letztlich egal ?

    Zumal es leichter fallen dürfte dann dieser Frau zu erklären das sie als Präsidentin eines Landes mit den Minderheiten nicht ebenso umgehen kann wie Putin..

    Damit taugt der Mann wenigstens noch als schlechtes Beispiel, was ein altes Sprichwort bestätigt..
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