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Ableger von "Occupy Pedophilia"

Spanische Polizei geht gegen "Pädo"-Jäger vor


Ein Ausschnitt aus einem von mindestens drei Videos. Die Staatsanwaltschaft sieht darin Anstiftung zum Hass.

Vier junge Männer, die vermeintliche Pädophile öffentlich vorführten, wurden verhaftet und sollen angeklagt werden.

Die spanische Polizei hat am Montag in Granollers vier Männer zwischen 19 und 24 Jahren festgenommen, die hinter den Videos der Gruppe "Proyecto Pilla Pilla" stecken sollen. Vor wenigen Wochen waren in sozialen Netzwerken Filme aufgetaucht, in der die jungen Männer vermeintliche Pädophile in Granollers und Barcelona zu einem Treffen lockten und dann öffentlich vorführten (queer.de berichtete).

Die Gruppe, deren inzwischen gelöschte erste Facebook-Seite schnell über 40.000 Fans fand, hatte mindestens drei Videos mit verschiedenen Opfern aufgenommen. Dabei orientierten sie sich klar am Vorbild der russischen Neonazi-Bewegung "Occupy Pedophilia", in deren teils brutalen Videos größtenteils schwule Jugendliche vorgeführt wurden (queer.de berichtete).

Die von dem russischen Neonazi Maxim Martsinkewisch gegründete Bewegung hatte zahlreiche Ableger in Russland und zuletzt auch weiteren Ostblock-Staaten gefunden. Die russischen Behörden gingen bislang kaum gegen sie vor, auch wenn gegen Martsinkewisch inzwischen eine Anklage und ein internationaler Haftbefehl vorliegt.

Als 16-Jährige ausgegeben


Von diesen Vorführ-Videos aus Russland ließ sich die spanische Gruppe inspirieren

Obwohl die spanische Gruppe angab, nicht gegen Homosexuelle zu kämpfen, gaben sich die jungen Männer in Chats als 16-Jährige aus, die Sex suchten – ein Treffen wäre folglich legal gewesen, das Schutzalter in Spanien liegt bei 13 Jahren. Auch hatte die Gruppe sich bislang nicht als Mädchen ausgegeben.

"Proyecto Pilla Pilla" hatte nach erster Kritik auch angegeben, anders als das russische Vorbild keinen rechtsradikalen Hintergrund zu haben. Allerdings gab sich die Gruppe das gleiche Symbol wie "Occupy Pedophilia", viele Fans posierten mit dem abgewandelten Facebook-Daumen wie die russischen Neonazis in ihren Videos vor ihren Opfern.

Als Anführer der Gruppe gilt ein 21-Jähriger, der aus der Ukraine stammt und den Spitznamen "Der Russe" trägt. Ob er zu den Festgenommenen zählt, wollte die Polizei nicht bestätigen. Die Beamten schließen weitere Verhaftungen nicht aus; ein spezieller Staatsanwalt zu Hassverbrechen hatte die Ermittlungen am 19. Dezember angeordnet.

Die Männer wurden wegen Aufwiegelung zum Hass aufgrund sexueller Orientierung und einem Verstoß gegen die öffentliche Moral und Ordnung angeklagt. Über das weitere Vorgehen entscheidet ein Untersuchungsrichter. (nb)



#1 FelixAnonym
  • 24.12.2013, 10:24h
  • Richtig so!

    Hoffentlich werden sie härtestmöglich bestraft! Sowas muss man im Keim ersticken, ehe sich das noch ausweitet...
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 YannickAnonym
  • 24.12.2013, 11:07h
  • Schön, dass Spanien dagegen vorgeht.

    Hier in Deutschland darf man ja sogar in Liedern zum Mord an Schwulen aufrufen und dennoch öffentlich auftreten und seine Musik verkaufen.

    Das betrifft nicht nur Reggae-Hass-Sänger aus Jamaika, sondern z.B. auch Bushido.

    Hier in Deutschland sehen Politik, Polizei und Justiz ja tatenlos bei sowas zu!
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#4 stephan
  • 24.12.2013, 11:26h
  • Antwort auf #2 von FoXXXyness
  • Es wäre zu hoffen, aber so einfach ist das wohl mit dem rechtem Mob nicht! - Aber es ist ein gutes Zeichen, dass Spanien entschlossen dagegen vorgeht und die Staatsanwaltschaft die Verbrechen richtig einordnet!
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#6 Master-RoobAnonym
#7 wanderer LEAnonym
#8 Martin28a
#9 rosa antifaAnonym
  • 24.12.2013, 21:23h

  • #7 Wanderer LE : was ist daß denn für ein scheiß rassistisches statement. überall gibt's idioten . unter musikern , deutschen , linkshändern und wie dein Kommentar zeigt , leider auch unter schwulen.
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#10 MikeschAnonym