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  • 24.12.2013           28      Teilen:   |

Ableger von "Occupy Pedophilia"

Spanische Polizei geht gegen "Pädo"-Jäger vor

Artikelbild
Ein Ausschnitt aus einem von mindestens drei Videos. Die Staatsanwaltschaft sieht darin Anstiftung zum Hass.

Vier junge Männer, die vermeintliche Pädophile öffentlich vorführten, wurden verhaftet und sollen angeklagt werden.

Die spanische Polizei hat am Montag in Granollers vier Männer zwischen 19 und 24 Jahren festgenommen, die hinter den Videos der Gruppe "Proyecto Pilla Pilla" stecken sollen. Vor wenigen Wochen waren in sozialen Netzwerken Filme aufgetaucht, in der die jungen Männer vermeintliche Pädophile in Granollers und Barcelona zu einem Treffen lockten und dann öffentlich vorführten (queer.de berichtete).

Die Gruppe, deren inzwischen gelöschte erste Facebook-Seite schnell über 40.000 Fans fand, hatte mindestens drei Videos mit verschiedenen Opfern aufgenommen. Dabei orientierten sie sich klar am Vorbild der russischen Neonazi-Bewegung "Occupy Pedophilia", in deren teils brutalen Videos größtenteils schwule Jugendliche vorgeführt wurden (queer.de berichtete).

Die von dem russischen Neonazi Maxim Martsinkewisch gegründete Bewegung hatte zahlreiche Ableger in Russland und zuletzt auch weiteren Ostblock-Staaten gefunden. Die russischen Behörden gingen bislang kaum gegen sie vor, auch wenn gegen Martsinkewisch inzwischen eine Anklage und ein internationaler Haftbefehl vorliegt.

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Als 16-Jährige ausgegeben

Von diesen Vorführ-Videos aus Russland ließ sich die spanische Gruppe inspirieren
Von diesen Vorführ-Videos aus Russland ließ sich die spanische Gruppe inspirieren

Obwohl die spanische Gruppe angab, nicht gegen Homosexuelle zu kämpfen, gaben sich die jungen Männer in Chats als 16-Jährige aus, die Sex suchten – ein Treffen wäre folglich legal gewesen, das Schutzalter in Spanien liegt bei 13 Jahren. Auch hatte die Gruppe sich bislang nicht als Mädchen ausgegeben.

"Proyecto Pilla Pilla" hatte nach erster Kritik auch angegeben, anders als das russische Vorbild keinen rechtsradikalen Hintergrund zu haben. Allerdings gab sich die Gruppe das gleiche Symbol wie "Occupy Pedophilia", viele Fans posierten mit dem abgewandelten Facebook-Daumen wie die russischen Neonazis in ihren Videos vor ihren Opfern.

Als Anführer der Gruppe gilt ein 21-Jähriger, der aus der Ukraine stammt und den Spitznamen "Der Russe" trägt. Ob er zu den Festgenommenen zählt, wollte die Polizei nicht bestätigen. Die Beamten schließen weitere Verhaftungen nicht aus; ein spezieller Staatsanwalt zu Hassverbrechen hatte die Ermittlungen am 19. Dezember angeordnet.

Die Männer wurden wegen Aufwiegelung zum Hass aufgrund sexueller Orientierung und einem Verstoß gegen die öffentliche Moral und Ordnung angeklagt. Über das weitere Vorgehen entscheidet ein Untersuchungsrichter. (nb)

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Tags: spanien, proyecto pilla pilla, occupy pedophilia
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 Spanien
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Reaktionen zu "Spanische Polizei geht gegen "Pädo"-Jäger vor"


 28 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
24.12.2013
10:24:52


(+13, 13 Votes)

Von Felix


Richtig so!

Hoffentlich werden sie härtestmöglich bestraft! Sowas muss man im Keim ersticken, ehe sich das noch ausweitet...


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#2
24.12.2013
10:45:03


(+2, 6 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Damit wurde der Selbstjustiz ein Ende gesetzt!


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#3
24.12.2013
11:07:49


(+16, 16 Votes)

Von Yannick


Schön, dass Spanien dagegen vorgeht.

Hier in Deutschland darf man ja sogar in Liedern zum Mord an Schwulen aufrufen und dennoch öffentlich auftreten und seine Musik verkaufen.

Das betrifft nicht nur Reggae-Hass-Sänger aus Jamaika, sondern z.B. auch Bushido.

Hier in Deutschland sehen Politik, Polizei und Justiz ja tatenlos bei sowas zu!


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#4
24.12.2013
11:26:39


(+10, 12 Votes)

Von stephan
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von FoXXXyness


Es wäre zu hoffen, aber so einfach ist das wohl mit dem rechtem Mob nicht! - Aber es ist ein gutes Zeichen, dass Spanien entschlossen dagegen vorgeht und die Staatsanwaltschaft die Verbrechen richtig einordnet!


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#5
24.12.2013
11:27:35


(+1, 7 Votes)
 
#6
24.12.2013
17:39:41


(-4, 6 Votes)

Von Master-Roob
Antwort zu Kommentar #3 von Yannick


ich denke mal eher dass die Politik, Polizei und Justiz sich daran aufgeilen und sich wichtig machen wollen.
finde dass immer sehr jämmerlich und erbärmlich


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#7
24.12.2013
19:09:41


(-6, 12 Votes)

Von wanderer LE
Antwort zu Kommentar #3 von Yannick


Bushido ist eine westberliner Promenadenmischung mit deutscher Staatsangehörigkeit. Sein Wertesystem jedenfalls hat er nicht aus unserer Kultur.


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#8
24.12.2013
20:10:21
Via Handy


(+1, 3 Votes)

Von Martin28a
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von Yannick


In Deutschland wird das zur Meinungsfreiheut gezählt warum auch immer


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#9
24.12.2013
21:23:42
Via Handy


(+4, 10 Votes)

Von rosa antifa


#7 Wanderer LE : was ist daß denn für ein scheiß rassistisches statement. überall gibt's idioten . unter musikern , deutschen , linkshändern und wie dein Kommentar zeigt , leider auch unter schwulen.


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#10
24.12.2013
23:06:04


(-5, 11 Votes)

Von Mikesch
Antwort zu Kommentar #7 von wanderer LE


Wie so manche andere bereichert auch er unsere Kultur.


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