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  • 26.12.2013           15      Teilen:   |

Russische Abgeordnete kritisiert "Propaganda"-Gesetz


Maria Maksakowa spricht sich öffentlich gegen eine Verteufelung von Homosexualität aus

Die russische Duma-Abgeordnete Maria Maksakowa hat öffentlich das Gesetz gegen Homo-"Propaganda" kritisiert. Die Politikerin der Putin-Partei "Einiges Russland" sagte bei einem Treffen der liberalen Plattform der Partei am Mittwoch, das Gesetz sei "ein gutes Beispiel, wie gute Absichten manchmal den Weg in die Hölle ebnen".

Natürlich wünsche sich niemand, dass ein Kind zum Ziel von sexueller Propaganda werde, so die 36-Jährige. Aber das müsse für jede sexuelle Orientierung gelten – anders als das Homo-"Propaganda"-Gesetz, das sich gegen Werbung für "nicht-traditionelle Beziehungen" richtet.

Ich denke, dass das Konzept von "traditionell" oder "nicht-traditionell" in der gegenwärtigen Gesetzgebung inkorrekt ist, denn aus einem geschichtlichen Blick wäre es schwierig zu arugmentieren, was zum Beispiel im altertümlichen Griechenland als traditionell betrachtet wurde.



Wie andere Staaten basiere Russland auf der griechischen Zivilisation. Zudem müsse man sehen, welche kulturellen Erfolge auf Homosexuelle zurückgingen:

Wir als Menschen von Kunst und Kultur sollten verstehen, dass die besten Schöpfungen der Menschheit mit dieser sexuellen Orientierung verknüpft sind, und es macht keinen Sinn, hier zu unterscheiden und Trennlinien zu ziehen. Dies und das sind beides Varianten des Normalen.



Das sehe auch die Weltgesundheitsorganisation so. Zudem müsse man ein Gesetz an seinen Erfolgen festmachen.

Und hier sehen wir extrem negative Konsequenzen – der Anstieg von Gewalt und Hassgewalt (gegen Homosexuelle), wie zum Beispiel der Fall in Wolgograd (wo ein junger Schwuler brutal ermordet wurde, Anm. d. Red.). Dazu kommt ein ernsthafter Reputationsverlust in der internationalen Arena und in der Haltung zu uns, die sich nicht gebessert hat.



Es mache sie traurig, dass die Olympischen Winterspiele in Sotschi, die man lange und achtsam geplant habe, mit weniger Brillianz wirken werden:

Wegen dieser unglücklichen Initiative, die so hastig und wie ich glaube ohne durchdachte Diskussion von der Duma adoptiert wurde auf einer Welle eines ideologischen Klischees auf falschem Fundament.



Da "Einiges Russland" nicht Initiator des Gesetzes gewesen sei, sollten Abgeordnete nun eine erneute Debatte darüber beginnen und es sinnvoll ändern.

Die Rede auf Russisch:



Vitali Milonow, der Autor des "Propaganda"-Gesetzes in St. Petersburg, hat inzwischen seine Parteigenossin in einem Radio-Interview scharf angegriffen. Diese stamme aus der Kunstszene: "Geh an jede Balletschule, Theaterschule, und Du siehst perverse Leher, die von ihren Studenten bestimmte Leistungen verlangen." Es stimme auch nicht, dass die Kunstgeschichte von Homosexuellen profitiert habe, auch wenn sich dort Perverse tummelten. Auf eine weitere Nachfrage, ob nicht auch Heterosexuelle Jugendliche verführten und missbrauchten, sagte Milanow, das stimme, dabei handele es sich aber trotzdem um eine normale Beziehung aus Mann und Frau.

Die 36-jährige Maria Maksakowa ist übrigens in München geboren worden, als Tochter einer Russin und eines Deutschen. Vielleicht sollte ein internationaler Dirigent aus Russland, der nun unter Protesten in der bayrischen Landeshauptstadt arbeitet, sie sich zum Vorbild nehmen. (nb)

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Tags: russland, homo-propaganda, maria maksakowa, vitali milonow
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Reaktionen zu "Russische Abgeordnete kritisiert "Propaganda"-Gesetz"


 15 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
26.12.2013
22:33:49


(+2, 6 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Wie lange diese mutige Frau wohl noch Mitglied in Putin´s Partei bleibt ?

Ende Februar ?


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#2
26.12.2013
23:15:20
Via Handy


(+8, 8 Votes)

Von Martin28a
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Vor allen Dingen ist sie intelligent wie mir scheint


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#3
26.12.2013
23:17:19


(+1, 7 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Die Frau hat Mut - hoffentlich wird dieser nicht am Ende mit Lagerhaft "belohnt"! Putin ist ja zu allem fähig und würde auch selbst vor Abgeordneten aus seinem eigenen Stall keine Ausnahme machen!


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#4
26.12.2013
23:28:39


(+8, 12 Votes)

Von hypathia
Aus Baden (Österreich)
Mitglied seit 18.11.2012


Endlich mal eine vernünftige Stimme aus "St. Putinstan"!


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#5
27.12.2013
00:47:50


(+9, 11 Votes)

Von ehemaligem User timpa354


Sie hat etwas vergessen, Russland wird durch dieses Gesetz als extrem hinterwäldlerisch wahrgenommen in der zivilisierten Welt und jetzt wird den Russen auch noch durch die Spanier vorgeführt, wie schnell man diese Homohasser dingfest machen kann, peinlich, sehr peinlich für Russland. Von Menschen wie Vitali Milonow wird in der Weltgeschichte nur ein schlechter Gedanke übrig bleiben, sonst nichts, im Gegensatz zu namhaften Künstlern in der ganzen Welt.


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#6
27.12.2013
00:54:07


(+3, 7 Votes)

Von kulturhinweis


"Geh an jede Balletschule, Theaterschule, und Du siehst perverse Leher, die von ihren Studenten bestimmte Leistungen verlangen."

Eine Runde Bolschoi

Link zu www.liveinternet.ru


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#7
27.12.2013
10:44:30


(+1, 7 Votes)

Von Marek


Naja, sie spricht ja auch davon, dass das Gesetzt eigentlich "gute Absichten" habe, aber dann etwas zu extreme Folgen hat.

Das ist also nicht wirklich ein Widerspruch und erst recht nicht homofreundlich.


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#8
27.12.2013
12:03:11


(+3, 7 Votes)

Von info


Glaube oder kulturelle Identität? Immer mehr Russen nennen sich orthodox

Link:
de.ria.ru/culture_and_sport/20131227/267557717.htm
l


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#9
27.12.2013
22:06:11


(0, 8 Votes)

Von Pascal
Antwort zu Kommentar #7 von Marek


Das sehe ich ähnlich.

Sie ist ja nicht prinzipiell gegen das Homo-Propaganda-Gesetz (inkl. Verbot von Demos, freier Rede, Aufklärung, etc.). Sie ist nur gegen die gewalttätigen Folgen.

Insofern ist ihre Meinung nur ein schwacher Trost.


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#10
28.12.2013
00:06:43


(+2, 8 Votes)

Von Timm Johannes


Sehr nmutig von Maria Maksakowa...

Damit hat sie sicher viele neue Fans unter homosexuellen Menschen weltweit gewonnen.

Aber ob sie politisch sich in der Duma bei der Reform des Gesetzes durchsetzen kann, wird sich erst noch zeigen.


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