Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 30.12.2013           115      Teilen:   |

Kampf gegen rechtliche Anerkennung von Homo-Paaren

Unterstützt Papst Franziskus homophobe Bischöfe?

Artikelbild
Wie sieht die Politik von Papst Franziskus gegenüber Schwulen und Lesben aus? Die Signale sind widersprüchlich.

Der Weihbischof von Malta behauptet, der Papst habe ihn im Kampf gegen Pläne der Regierung zur Einführung einer Lebenspartnerschaft den Rücken gestärkt.

Der maltesische Weihbischof Charles Scicluna hat in einem Interview mit der "Sunday Times of Malta" angegeben, mit Papst Franzikus über seinen Kampf gegen die rechtliche Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften gesprochen und von ihm Rückendeckung erhalten zu haben.

Bei einem Treffen am 12. Dezember habe er dem Papst von den Plänen des Landes erzählt, eine weitgehend der Ehe gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft einzuführen, so der in Kanada geborene Scicluna. "Er hat mich ermutigt, mich dagegen auszusprechen". Der Papst sei "recht schockiert" gewesen bei der Frage der Lebenspartnerschaft und von Adoptionen durch homosexuelle Paare.

In dem Interview verteidigte Scicluna sich gegen Kritik, nicht mehr dem Zeitgeist und auch nicht mehr dem vermeintlich homofreundlicheren Kurs der Kirche unter dem neuen Papst zu entsprechen. Franziskus hatte sich bislang anders als seine Vorgänger deutlich mit Kritik an der rechtlichen Anerkennung von Lebenspartnerschaften zurückgehalten und zugleich betont, dass auch Schwule und Lesben "unsere Brüder" seien (queer.de berichtete) und man das Thema Homosexualität nicht überbewerten sollte (queer.de berichtete).

Fortsetzung nach Anzeige


Papst: Jesus wollte Vater und Mutter

Charles Scicluna (r.) will zu den Plänen der maltesischen Regierung nicht schweigen
Charles Scicluna (r.) will zu den Plänen der maltesischen Regierung nicht schweigen

Allerdings ging die offizielle Homophobie der Kirche unter dem neuen Papst weiter, und er selbst sagte am Sonntag zum "Welttag der Heiligen Familie", dass "Jesus in einer menschlichen Familie geboren werden und eine Mutter und einen Vater haben wollte". Der für die Familienseelsorge zuständige Kurienerzbischof Vincenzo Paglia ergänzte gegenüber Radio Vatikan: "Die heutige Herausforderung für eine Familie besteht darin, das von der Mehrheit gelebte Modell von 'Vater-Mutter-Kind' zu verteidigen."

Im nächsten Oktober soll eine spezielle Synode zur Familie stattfinden – Papst Franziskus hatte dazu einen Fragebogen an die Gemeinden aufgesetzt, in der auch der Umgang mit homosexuellen Paaren und Kindern abgefragt wird (queer.de berichtete).

Aus Malta dürfte keine Überraschung zu erwarten sein: In seiner Weihnachtsbotschaft hatte Scicluna betont, dass Gott entschieden habe, Jesus bei einem Mann und einer Frau aufwachsen zu lassen und nicht bei gleichgeschlechtlichen Paaren. Man sollte beten, dass der Gesetzgeber die Kraft und Weisheit hat, nicht die Familie als dauerhafte Gemeinschaft von Mann und Frau zu zerstören.

Der frühere Missbrauchsbeauftragte des Vatikans macht seit Monaten Front gegen die Pläne der Regierung zur Einführung von Eingetragenen Lebenspartnerschaften. Diese sollen hetero- wie homosexuellen Paaren offenstehen (queer.de berichtete).

Spanischer Bischof: Homo-Ehen führen zu gestörten Kindern

Derweil sorgt erneut ein römisch-katholischer Bischof für homophobe Schlagzeilen. In einem pastoralen Brief schrieb der Spanier Casimiro López Llorente, Lebenspartnerschaften und die Öffnung der Ehe für schwule und lesbische Paare hätten die "Zerstörung der Ehe und der Familie" zur Folge.

Die Homo-Ehe führe zudem "zur Entwicklung eines Klimas, das in Gewalt endet", und einem "signifikanten Anstieg von Kindern mit starken Störungen der Persönlichkeit", so der Bischof von Segorbe-Castellón de la Plana. (nb)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 115 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 218             10     
Service: | pdf | mailen
Tags: malta, papst, franziskus, charles scicluna
Schwerpunkt:
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

Reaktionen zu "Unterstützt Papst Franziskus homophobe Bischöfe?"


 115 User-Kommentare
« zurück  12345...1112  vor »

Die ersten:   
#1
30.12.2013
14:57:33


(+3, 7 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Die Homo-Ehe führe zudem "zur Entwicklung eines Klimas, das in Gewalt endet", und einem "signifikanten Anstieg von Kindern mit starken Störungen der Persönlichkeit", so der Bischof von Segorbe-Castellón de la Plana.

Der mit der "starken Störung der Persönlichkeit" ist Bischof Casimiro López Llorente persönlich! Wohl zuviel Weihrauch inhaliert, was?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
30.12.2013
15:06:16


(+9, 11 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Nach vorne Beten und warme Worte verteilen..

Nach hinten treten..

Wer immer noch glaubt dieser Papst sei der "Heilsbringer", einer der die Kirche "refomiere" und damit "erneuere", der irrt !

Wer glaubt der Papst hätte sich zwar gegen die Ehe in Argentinien ausgesprochen, aber die ELP als "das kleinere Übel" akzeptiert, der irrt..

Der Maltesische Bischoff KÄMPFT gegen die ELP in Malta, die mit weitreichenden GLeichstellungen, wie etwa der im Adoptionsrecht verbunden sein soll..

Der Papst hat ihn sicher nicht nur in seinem Bestreben "unterstützt"..
Er hat ihn beauftragt !

Und so wie er mit keinem Wort den menschenverachtenden Äußerungen seiner Kardinäle widerspricht, nicht´s gegen Meissner oder Marx unternimmt, den Spanier Casimiro López Llorente nicht zur Ordnung ruft, und viele andere ihre verschobene Weltsicht ungehindert verbeiten läßt, so ist er weiterhin mit Schuld an der Sicht der RKK gegenüber den LGBT´s in der Welt..

Er ist nicht der Hoffnungsträger den viele in ihm sehen..
Er ist nicht der Heilsbringer..

Den hat Mann vor kanpp 2000 Jahren an´s Kreuz geschlagen, um ihn in der Sonne zu rösten..

Hätte Mann Jesus in einer dunklen Gasse Jerusalems des Nacht´s einfach erschlagen, niemand würde seinen Namen kennen, und der Welt wäre viel Leid und Elend im Namen dieses Herren erspart geblieben..


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
30.12.2013
15:23:34


(+7, 9 Votes)

Von Kehlhaus


Hostien-Clooney sagte doch bereits in klaren Worten:

"...Zwischen den Päpsten Benedikt und Franziskus erkennt Gänswein keinen theologischen Bruch. Es seien unterschiedliche Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Prägungen. Benedikt habe mit Worten die Herzen berührt, Franziskus rühre mit Gesten. Die Begeisterung über Franziskus sei manchmal der Versuch, ihn auch und gerade in Deutschland vor den eigenen Karren zu spannen. Es könne sein, dass manchen reformbegeisterten Jublern schnell der Jubel in der Kehle stecken bleibt, sagte Gänswein in dem Cicero-Interview..." (Cicero)

Bild-Link:
VATICAN-POPE-MEDIA-AUDIENCE.jpg


Kehle

Bild-Link:
The_Garrotte.jpg


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
30.12.2013
15:26:28


(-19, 21 Votes)

Von anome
Aus Kassel (Hessen)
Mitglied seit 01.10.2013


Es gibt keine widersprüchlichen Zitate. Ein Mensch kann durchaus gegen Homo-Ehen und Adoption sein und trotzdem Homosexuelle nicht verurteilen.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
30.12.2013
15:28:26


(+10, 12 Votes)

Von m123


Papst Franziskus präsentiert sich pseudo-tolerant, indem er sagt "Wer bin ich über Homosexuelle zu urteilen?", aber er will Homosexuellen gleichzeitig sogar weltliche Rechte absprechen, wie das Recht zur Adoption oder das Recht auf Eheschließung. Selbstverständlich urteilt er damit über homosexuelle Menschen. Er degradiert sie zu Menschen zweiter Klasse und mischt sich sogar in weltliche Gesetze ein.

Viele Medien preisen ihn als homofreundlich. Da krieg ich nur das große Kotzen. Denn in Wahrheit hat er die Menschen verachtende Position der katholischen Kirche gegenüber homosexuellen Menschen kein Stück weit verändert. Nur versucht er den harten, homophoben Kern der katholischen Kirche nun listig zu verschleiern um mehr naive Schäfchen als Kirchensteuerzahler zu gewinnen.

Schade, dass die Kirche soviel Macht hat und viele Menschen wie Marionetten alles nachplappern und machen was die Kirche will. Und dazu gehört auch die Diskriminierung von homosexuellen Menschen. Schade, dass soviele Menschen zu naiv oder ebenso bösartig sind. Schade, dass die Kirche überhaupt vor vielen hundert Jahren die Idee hatte Homosexualität zu einer Sünde zu machen, denn das war die größte Hauptursache für die bis heute bestehende Homosexuellenfeindlichkeit in der Welt. Schade, dass die Welt so scheiße ist. Dabei könnte es so einfach sein, wenn sich die religiösen Eiferer tatsächlich an ihre "goldene Regel" halten würden, andere Menschen so zu behandeln wie man selbst behandelt werden möchte. Ach, es ist müßig immer wieder darüber nachzudenken wie sich die Menschen eine potenziell schöne Welt zu einem Ort des Hasses und des unnötigen Leidens machen. Es wird nur sehr, sehr langsam besser werden.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
30.12.2013
15:34:01


(+10, 12 Votes)

Von m123


Und wenn ich mir die Bischöfe in ihren pinken Glanzstoffkostümen mit weißen Spitzendeckchen und Rock ansehe, dann frag ich mich echt was schriller ist, ein CSD oder die katholische Kirche.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
30.12.2013
15:48:40


(+10, 12 Votes)

Von Itcheb


wann wird die dumme Menschheit endlich kapieren, dass dieser Pfaffe genauso homophob und geistig unterentwickelt ist wie alle seine Vorgänger??? Hört doch endlich mal genau hin was dieser Mittelalter-Fanatiker sagt! Da ist nichts, aber auch gar nichts homo-freundliches!

Wacht endlich auf und beendet euer krankhaftes Wunschdenken! Diese Kirche und alle seine Vertreter sind eine Hassorganisation die nur auf Geld und Macht aus ist!!

Verdammt nochmal!! Welcher Glaube an welchen Gott auch immer braucht solche kranken Fanatiker die Euch vorschreiben was richtig und falsch ist??? Fangt endlich an selber zu denken anstatt euch wie dummes Herdenvieh von diesen Neonazis vorschreiben zu lassen was richtig und falsch ist!!!

Es ist zum Kotzen wenn ich dieses kranke Wunschdenken immer wieder lese! Und sowas darf wählen!!!!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
30.12.2013
15:53:34


(+7, 9 Votes)

Von Loren
Aus Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern)
Mitglied seit 02.11.2013
Antwort zu Kommentar #2 von TheDad


"Und so wie er mit keinem Wort den menschenverachtenden Äußerungen seiner Kardinäle widerspricht, nicht´s gegen Meissner oder Marx unternimmt, den Spanier Casimiro López Llorente nicht zur Ordnung ruft, und viele andere ihre verschobene Weltsicht ungehindert verbeiten läßt, so ist er weiterhin mit Schuld an der Sicht der RKK gegenüber den LGBT´s in der Welt.."

Eben. Leider hat die PR-Maschine zum Amtsantritt des Neuen vielen Menschen (auch Journalisten und auch einigen lesbischen und schwulen) das Hirn vernebelt. Auch dieser Religionsführer sollte kritisch begleitet und nicht unkritisch hofiert werden von Lesben und Schwulen. Und sei es aus Selbstschutz.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
30.12.2013
16:23:40


(-14, 16 Votes)

Von Aus Bad Homburg


Zuerst sollte meine Kirche zumindest den Zölibat abschaffen, dann würde auch Argumentierung: "die bessere Stellung von heterosexuellen Paaren beruht sich auf ihrer Möglichkeit, ein neues Leben in die Welt zu setzen, wozu gleichgeschlechtliche nicht fähig sind" (so die Aussage von Bischof Scicluna Ende November), etwas glaubwürdiger klingen. An der absurden Tatsache, daß das Minimalprogramm namens Homo-Adoption immer mehr zum grössten Stolperstein unterwegs zur Öffnung der Ehe wird, obwohl nur eine klitzekleine Minderheit in der Minderheit so wirklich interessiert, ändert das allerdings nichts; daran, daß eine eingetragene Partnerschaft für schwullesbische Paare mit allen Pflichten und Rechten der Ehe, auch zur Adoption, zu legalisieren, den Status der Ehe ihnen aber auch weiter zu verwehren, als "Kompromis" sinnlos ist, allerdings auch nichts.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
30.12.2013
16:24:52


(+7, 11 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #4 von anome


Natürlich nicht.

Wer Mitmenschen im Wortsinn 'verteufelt', verurteilt sie nicht.

Oder?

Bischof Bergoglio 2010 zur ehelichen Gleichheit: "Das ist nicht nur ein Gesetz, sondern ein Schachzug des Vaters der Lüge, der die Kinder Gottes verwirren und verführen will."

Das ist nicht überraschend.

Höchstens für diejenigen, die einfach nicht kapieren wollen, dass die katholische Kirche im Gegensatz zu demokratietauglichen zivilisierten Glaubendgemeinschaften eine autokratische Wahlmonarchie ist.

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Segnung_gleichgeschlechtlich
er_Paare


Und immer noch kindlich auf den 'guten König' hoffen.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
« zurück  12345...1112  vor »


 GLAUBE

Top-Links (Werbung)

 GLAUBE



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Mehr Geld für LGBTI-Projekte im Norden Megan Mullally macht Hoffnung auf neue "Will & Grace"-Folgen Ein schwuler Coming-out-, Cruising-, Liebes-, Geister- und Horrorfilm Neukölln: Schwuler AfD-Kandidat bei Stadtratswahl durchgefallen
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt