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Leichtathletin verpartnert sich

Nadine Müller hat ihr Coming-out


Nadine Müller (rechts) veröffentlichte auf Facebook dieses Foto ihrer Verpartnerung vor der Hochzeitslimousine

Die beste deutsche Diskuswerferin hat sich an Silvester mit ihrer Freundin verpartnert. Jetzt sucht das Paar nach "passenden Samenspendern".

Die Weltklasse-Diskuswerferin Nadine Müller hat sich am Mittwoch als lesbisch geoutet. Die 28-Jährige gab bekannt, dass sie am Silvestertag mit ihrer 32-jährigen Freundin Sabine eine Lebenspartnerschaft eingegangen ist. Die beiden gaben sich im Standesamt in Zwenkau bei Leipzig das Ja-Wort.

"Wir wollen uns nicht weiter verstecken oder ständig irgendwelchen Beziehungsfragen aus dem Weg gehen. Wir wollten keine Scheinehe mehr führen", erklärte Müller im Interview mit der "Welt". Die Polizistin fuhr fort, dass bereits Familie, Freunde und Sportlerkollegen seit längeren von ihrer Beziehung wussten. Nun wolle sie auch in die Öffentlichkeit treten: "Das bisherige Versteckspiel war vor allem von meiner Seite ein Selbstschutz. Jetzt aber sollen auch die Presse und meine Fans erfahren, wen ich liebe und mit wem ich zusammenleben möchte".

Endlich öffentlich Händchenhalten

Nach ihrem Coming-out fühle sie sich erlöst, sagte sie weiter. Nun könne sie händchenhaltend mit ihrer Lebenspartnerin durch die Stadt schlendern. In der Vergangenheit sei es "extrem belastend" gewesen, "wenn du ganz normale Dinge im Alltag nicht machst, nur weil du eine gleichgeschlechtliche Neigung besitzt und denkst, dass die Gesellschaft das nicht akzeptiert".

Müller erklärte, dass sie ihre Partnerin bereits 2009 über Freunde kennengelernt habe. "Gefunkt" habe es erst vor zwei Jahren. Inzwischen haben beide gemeinsam ein Haus gekauft. Nun beginne die Familienplanung: "Kinder wollen wir unbedingt haben. Wir sind auch schon dabei, das in Angriff zu nehmen, also auf der Suche nach passenden Samenspendern. Meine Frau wird schließlich nicht jünger", sagte die Leichtathletin.

Bereits seit Jahren gehört Müller zur Weltspitze im Diskuswerfen. Bei den Weltmeisterschaften 2011in Südkorea wurde sie Zweite, ein Jahr später gewann sie bei den Europameisterschaften in Helsinki ebenfalls Silber. Bei den Olympischen Spielen reichte es 2012 für einen fünften Platz, bei der WM 2013 in Moskau wurde sie Vierte. Seit 2009 gewann sie jedes Jahr die Deutsche Meisterschaft. Außerdem hat sich Müller zur Polizeiobermeisterin bei der Bundespolizei ausbilden lassen. (dk)



#1 herve64Profil
#2 schwarzerkater
  • 02.01.2014, 12:29h
  • nadine müller, glückwunsch und respekt!
    warum trauen sich die männlichen leichtathleten nicht, sich zu outen? haben die höher dotierte werbeverträge als die frauen, oder woran liegts?
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#3 seb1983
  • 02.01.2014, 13:23h
  • Antwort auf #2 von schwarzerkater
  • Da wird es viele Gründe geben:

    Männer verdienen generell immer mehr, sowohl durch den Sport als auch durch Werbeverträge.
    Lesbisch zu sein gilt, wenn man nicht als Butch auftritt, nicht als solcher Makel wie schwul bei Männern.
    Zudem werten Männer ihre berufliche bzw. sportliche Karriere deutlich höher als das private Glück und definieren sich darüber, während Frauen sich beruflich oft zurückhalten und dem Privatleben oberste Priorität einräumen.
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#4 MikeschAnonym
#5 ChristinaAnonym
#6 herve64Profil
#7 herve64Profil
  • 02.01.2014, 14:51hMünchen
  • Antwort auf #3 von seb1983
  • Vor allem beflügelt lesbisches Sexualleben bzw. das, was MANN dafür hält, die heterosexistischen Männerphantasien, frei nach den Motti "Darf ich mal zusehen?" bis hin zu "Die hat bloß noch nicht den richtigen Mann gehabt." Es sind halt zwei FRAUEN beim Sex, und da läuft jedem Heteromann der Sabber herunter, wohingegen ihn Ekel beschleicht, wenn zwei seiner Geschlechtsgenossen miteinander Sex haben, da sein kleinkariertes Hirn Sexualität in erster Linie mit Stopfen und Gestopft-werden assoziiert.
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#8 ThorinAnonym
#9 SebiAnonym
#10 JensAnonym
  • 02.01.2014, 15:08h
  • Antwort auf #7 von herve64
  • Ich glaube das sind zwei versichedene Sachen! Offen lesbische Frauen wollen Heten auch nicht, das interessiert die nicht weiter.
    Die wollen bisexuelle Frauen, so haben die immer noch das Gefühl sie wären der Mittelpunkt des Geschehens. Das Gefühl aussen vor zu sein und weniger wichtig zu sein als die Partnerin einer Lesbe, bzw das die begehrte Frau einer anderen Frau ihm den Rang abläuft, das ist für Machos wahrscheinlich das schlimmste
    Reines zugucken reicht denen entgegen des Klischees auch nicht. Die Fantasie ist bei jenen Heten die auf Pseudo- "Lesben" stehen, dass sie in das Geschehen involviert werden und sie für die beiden Frauen als Mann unverzichtbar sind
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