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Phil Robertson (2.v.r.) posiert mit seinen Familienmitgliedern für ein "Duck Dynasty"-Werbefoto (Bild: A&E)

Der Star aus "Duck Dynasty" darf trotz homophober und rassistischer Ausbrüche weiter in der Reality-Serie auftreten – zuletzt machte er Schlagzeilen, weil er Männern empfohlen hatte, 15-jährige Mädchen zu heiraten.

Phil Robertson, der durch die Erfindung von Lockpfeifen für Enten zum Millionär geworden ist, sorgt in amerikanischen Talkshows und Blogs weiter für Aufregung. Der Star aus der wöchentlichen Realityserie "Duck Dynasty", bei der bis zu zwölf Millionen Menschen einschalten, war Mitte Dezember nach einem "GQ"-Interview, in dem er Homosexualität mit Sex mit Tieren gleichsetzte (queer.de berichtete), vom ausstrahlenden Sender A&E suspendiert worden. Außerdem hatte der 67-Jährige behauptet, dass Schwarze in den Südstaaten in der Zeit der Rassentrennung nicht diskriminiert worden seien.

Die Suspendierung von Robertson ist bereits am Montag nach Protesten von Politikern wie Ex-Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin, dem republikanischen Senator Ted Cruz oder Bobby Jindal, dem Gouverneur von Louisiana, wieder zurückgezogen worden. Auch der Meinungssender Fox News Channel hatte die Suspendierung als Einschränkung der Redefreiheit kritisiert und in einer Kampagne dagegen protestiert. Ein Mann aus Louisiana hatte A&E zudem wegen religiöser Verfolgung angezeigt. Dagegen erklärte die LGBT-Gruppe GLAAD, dass A&E offenbar Profite "über die Rechte von Afroamerikanern und Homosexuellen" stelle. "Duck Dynasty" ist die bislang erfolgreichste Sendung des Kabel-Kanals seit seiner Gründung im Jahr 1984.

Youtube | Trailer für "Duck Dynasty"

Videos aufgetaucht

Unterdessen sind mehrere Jahre alte Videos des christlichen Hobby-Predigers aufgetaucht, in dem er gegen Homosexuelle hetzt. So erklärte Robertson bei einer Predigt in einer Baptistenkirche, dass Schwule "rohe sexuelle Unmoral" kultivierten. In einem anderen Video sagte er, dass Muslime und Chinesen vom Teufel kontrolliert werden würden.

2009 empfahl Robinson Männern, 15-jährige Mädchen zu heiraten, die Köchinnen sein und stets eine Bibel mitführen müssten. Grund für den Rat: Wenn ein Mädchen erst einmal 20 Jahre alt geworden sei, hätte es nur Interesse daran, ihren zukünftigen Ehemann finanziell auszunehmen. In Louisiana ist die Eheschließung ab 16 Jahren legal – Robertson selbst hatte 1966 als 20-Jähriger eine 16-Jährige geheiratet.

Menschenrechtsaktivisten werfen A&E vor, von den Videos Kenntnis gehabt, aber Robertson trotzdem zum Reality-Star aufgebaut zu haben.

Youtube | Unter dem Gelächter der Zuhörer empfiehlt Robertson, minderjährige Mädchen zu heiraten (ab 0:45 Minuten)

Die nächste Folge von "Duck Dynasty" soll am 15. Januar ausgestrahlt werden. Dann wird deutlich werden, ob die Kontroverse Einfluss auf die Einschaltquoten hat. Anhänger der Sendung haben inzwischen deutlich gemacht, dass auch sie Homosexuelle ablehnen: Sie organisierten für den 21. Januar den "Chick-Phil-A Day" in der Fastfoodkette "Chick Fil-A". Der Hähnchenbrater mit seinen USA-weit 1.600 Schnellrestaurants ist unter Homo-Hassern beliebt, weil der Chef der Kette wiederholt gegen Schwule und Lesben gehetzt und Spenden für homophobe Organisationen aus den Profiten des Unternehmens veranlasst hatte (queer.de berichtete).

Ab dem 20. Januar wird "Duck Dynasty" auch im deutschen Fernsehen im Pay-TV-Sender Biography Channel gezeigt werden. (dk)



#1 MarcAnonym
#2 FinnAnonym
  • 02.01.2014, 15:00h
  • Solchen Faschos darf man kein Forum zur öffentlichen Hetze bieten.

    Aber in Amiland wundert einen ja gar nichts mehr...
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#3 YannickAnonym
  • 02.01.2014, 15:03h
  • Haben die Konservativen, die solche menschenverachtende Hetze als "freie Rede" definieren wollten, also gesiegt...

    Wirklich schlimm, was so alles möglich ist.
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#4 -hw-Anonym
#5 ollinaieProfil
  • 02.01.2014, 15:14hSeligenstadt
  • Rein optisch erinnern die mich an die Brüder mit dem Schrottplatz.

    Inhaltlich richt das nach Geißens oder Katzenberger.

    Ich wundere mich nur, das es Menschen hüben wie drüben gibt, die sich sowas freiwillig länger als eine Sendung antuen.
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#6 Dick DynestyAnonym
#7 anomeProfil
  • 02.01.2014, 15:45hKassel
  • Antwort auf #1 von Marc
  • Duck Dynasty hat 12 Mio. Zuschauer und 7,5 Mio. Facebook-Anhänger. Man kann ihn also ohne zu zögern als A-Promi in Amerika bezeichnen.

    Und natürlich verachte ich seine Aussagen genauso wie wahrscheinlich jeder hier, dennoch muss man auch solchen Leuten das Recht auf freie Meinungsäußerung zugestehen, auch wenns manchmal schwer ist!
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#9 SmileyEhemaliges Profil
#10 David77Anonym
  • 02.01.2014, 16:18h
  • Antwort auf #7 von anome
  • Ach, was du alles kennst...
    Wo ist das Recht auf freie Meinungsäußerung, wenn sich eine große Menschenmenge trifft und dazu steht schwul zu sein?
    Das muss man denen doch zugestehen, auch wenns manchmal schwer ist!

    Im Ganzen geht es aber gar nicht darum, sondern um eine Freakshow um Leute vorzuzeigen, die sich zum Gespätt mit ihren Ansichten machen. Das klappt auch mit solchen "Exemplaren" und macht letztendlich die Quote.
    Wie bei der jährlich, vermeintlichen Suche nach Gesangstalenten. Komisch, dass das jedes Jahr neu gemacht werden muss, offenbar ist es wohl schwer DAS Talent zu finden...

    Sind die Teilnehmer bei den RTL Trash-Shows dann auch A-Promis (nicht etwa B-Z-Promis), weil die soviele sehen?
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