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Bundeskanzler Werner Faymann regiert seit mehr als fünf Jahren die Alpenrepublik (Bild: SPÖ / flickr / by-sa 2.0)

"Zutiefst entsetzt" zeigte sich die Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien über die Teilnahme von Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) an den Olympischen Winterspielen in Sotschi.

Faymann hatte am Mittwoch in der "Kronen-Zeitung" angekündigt, als Vertreter Österreichs neben Sportminister Gerald Klug (SPÖ) nach Russland zu reisen. "Es wäre falsch, wenn zwar Wirtschaftstreibende nach Russland fahren, aber wenn unsere Sportler mit Höchstleistungen antreten, die Athleten nicht zu unterstützen", erklärte der Kanzler, der seit 2008 eine Große Koalition mit der konservativen Volkspartei (ÖVP) anführt.

HOSI-Vorsitzender Christian Högl kritisierte die Teilnahme scharf: "Selbst wenn Faymann in Sotschi Gelegenheit und die Courage hätte, gegenüber dem russischen Präsidenten einige kritische Äußerungen anzubringen, würde sich Putin wohl kaum davon beeindrucken lassen", so Högl am Donnerstag in einer Pressemitteilung. "Von der Anwesenheit des Bundeskanzlers in Sotschi wird daher – nicht zuletzt wegen der prominenten offiziellen Absagen u. a. aus Deutschland, Frankreich und den USA – einzig und allein das Signal übrigbleiben, dass dem offiziellen Österreich die Situation der Menschenrechte in Russland im allgemeinen und von Homosexuellen im besonderen herzlich egal ist." Die HOSI bezeichnete die Teilnahme als "Appeasement-Politik" und zeigte sich von den eigentlich LGBT-freundlichen Sozialdemokraten enttäuscht.

In den letzten Wochen haben viele führende Politiker aus Europa erklärt, sie wollten nicht zu den Spielen reisen, unter ihnen Bundespräsident Joachim Gauck, sein französischer Amtskollege François Hollande sowie der britische Premierminister David Cameron. Allerdings nannten die Politiker keine Gründe für ihre Entscheidung.

Deutlicher wurde dagegen EU-Justizkommissarin und Kommissionsvizepräsidentin Viviane Reding, die angekündigt hatte, wegen der Menschenrechtsverletzungen nicht nach Sotschi zu reisen (queer.de berichtete). (dk)



35 Kommentare

#1 FelixAnonym
  • 02.01.2014, 17:43h
  • Tja, die österreichischen Sozialdemokraten sind kein bisschen besser als die deutschen Sozialdemokraten...

    Opportunistische Arschkriecher bis zum Umfallen...
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#2 Neue MitteAnonym
#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
#4 übrigensAnonym
#5 Hämo RoidAnonym
#6 kinnon
  • 02.01.2014, 19:17h
  • Gauck mit Regenbogenschal in Sotschi wäre mir lieber gewesen. Schweigen bringt doch nichts. Hinfahren und reden und Zeichen setzen wäre richtiger. Aber das trauen sie sich nicht.

    Und ich denke mal, dass sowiese keine einzeige Politiker-Absage auch nur im entferntesten etwas mit der Anti-Homo-Gesetzgebung in Russland zu tun hat.

    Wer hier hier auf queer.de will das glauben?
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#7 Sabelmann
#8 Timm JohannesAnonym
  • 02.01.2014, 20:55h
  • Tja so sind halt die deutschen und österreichischen Sozialdemokraten...kann man echt vergessen.

    Wer als homosexueller Mensch in Deutschland oder Österreich die SPD wählt, der wird halt verarscht.

    Damit ist Faymann übrigens in Westeuropa einer der ranghächsten Politiker, die nach Sotschi reisen. Fast alle anderen Regierungschefs - ausser Enrico Letta in Italien - haben abgesagt.

    Wie schaut es eigentlich bei den nordischen Staaten in Skandinavien (Schweden, Dänen, Norweger und Finnen) aus..davon liest man leider in Bezug auf Sotschi nichts.
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#9 timpa354Ehemaliges Profil
  • 02.01.2014, 21:29h
  • Hitler war Österreicher, von daher überrascht mich gar nichts was Österreich anbelangt, schließlich muss er ja sein Gedankengut aus Österreich mitgebracht haben.
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#10 FoXXXynessEhemaliges Profil